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Posts Tagged ‘Unfall’

Lünen/Alstedder Straße: Schwerer Verkehrsunfall – Ermittlungen wegen Verdacht eines Tötungsdelikts

18.03.2014 - 17:19 No comments

Nach einem Unfall im Gegenverkehr auf der Alstedder Straße in Lünen heute Mittag, 18.03.2014, um 12.51 Uhr, ermittelt die Mordkommission des Polizeipräsidiums Dortmund.

Bei der Unfallaufnahme ergab sich zunächst Verdacht, daß ein 25-jähriger Pkw Fahrer in suizidaler Absicht in den Gegenverkehr gefahren sei. Der Fahrer des entgegenkommenden Fahrzeugs wurde bei dem Unfall schwer verletzt.

Für die Dauer der Unfallaufnahme, bis 15.44 Uhr, blieb die Alstedder Straße gesperrt.

Die Ermittlungen dauern an.

Wie die Staatsanwaltschaft Dortmund mitteilt, liegt für den Unfallverursacher jedoch kein Tatverdacht hinsichtlich eines versuchten Tötungsdeliktes vor.

Mosbach/Neckar-Odenwald-Kreis: Mit Messer verletzt, geflüchtet und Verkehrsunfall verursacht?

09.01.2014 - 14:10 No comments

Verschiedener Gewalttaten sowie eines Verkehrsdelikts ist ein 23-Jähriger, in Mosbach wohnhafter Mann verdächtig. Kurz vor 7 Uhr am Dienstagmorgen wurden Rettungsdienst und Polizei alarmiert, woraufhin die Einsatzkräfte an den Einsatzort fuhren.

Nach den bisherigen polizeilichen Erkenntnissen soll der 23-Jährige nach einem Familienstreit seine 48 Jahre alte Mutter derart heftig gestoßen haben, daß diese eine Kopfverletzung erlitt und seiner Schwester mit einem Küchenmesser eine Stichverletzung an der Hand zugefügt haben. Beide Frauen mussten in einem Krankenhaus behandelt werden.

Im Anschluss sei der 23-Jährige zu Fuß aus der elterlichen Wohnung in die Mosbacher Innenstadt geflüchtet. Dort, so der Vorwurf, habe er in der Nähe des Postamts von einem 40-jährigen Mann eine Zigarette erbeten und, nachdem er diese nicht erhielt, sein Gegenüber ins Gesicht geschlagen und dabei leicht verletzt.

Im Anschluss lief der junge Mann weiter in die Hauptstraße und soll in einen Renault Scenic eingestiegen sein, in dem der Schlüssel steckte. Die 51-jährige Besitzerin war gerade dabei, ihren Pkw zu entladen. Die Frau bemerkte das Vorhaben und wollte den ihr unbekannten Mann daran hindern ihr Fahrzeug zu starten.

Der Mann habe sie mit erhobener Faust sowie den Worten »bleib weg« bedroht und mit quietschenden Reifen in Richtung Neckarelz das Weite gesucht.

Gegen 10.20 Uhr verursachte der 23-Jährige, der zur Zeit nicht im Besitz einer gültigen Fahrerlaubnis ist, dann auf der BAB A 8 Stuttgart – München einen Verkehrsunfall.

In der Nähe von Olching verlor er mutmaßlich aufgrund alkoholischer Beeinflussung sowie überhöhter Geschwindigkeit die Kontrolle über den gestohlenen Renault, prallte gegen eine Betonleitwand und schleuderte im weiteren Verlauf mit voller Wucht in das Heck eines VW Golf.

Daran anschließend schlitterte das von ihm geführte Fahrzeug über mindestens zwei Fahrstreifen und prallte wiederum gegen die Leitplanken, wo der Pkw schließlich zum Stehen kam. Bei dem Unfall wurde der Mosbacher schwer verletzt und musste mit einem Rettungswagen in ein nahegelegenes Krankenhaus gebracht werden.

Aufgrund der Gesamtumstände und den bisherigen Ermittlungen kann nicht ausgeschlossen werden, daß der 23-Jährige den Zusammenstoß absichtlich herbeiführte.

Der 44-jährige Fahrer des VW erlitt bei dem Unfall leichte Verletzungen. Da der Fahrer des gestohlenen Renaults nach dem Unfall angab, es hätten sich noch weitere Personen im Fahrzeug befunden, wurde ein Polizeihubschrauber zur Suche nach den vermeintlichen Insassen angefordert.

Es stellte sich jedoch heraus, daß sich der Fahrer alleine im Pkw befunden hatte, weshalb die Suchmaßnahmen abgebrochen wurden. An beiden Fahrzeugen entstand Totalschaden.

Insgesamt wird der entstandene Sachschaden auf rund 34.500 Euro geschätzt. Ein gegen den 23-Jährigen bestehender und gegen Meldeauflage außer Vollzug gesetzter Haftbefehl wurde wieder in Vollzug gesetzt.

Da der junge Mann bislang noch nicht transportfähig ist, wird er bis zu seiner Einlieferung in ein Justizvollzugskrankenhaus durch Beamte im Krankenhaus bewacht.

Kassel/Hersfelder Straße: Zwei 4 und 6 Jahre alte Kinder leblos in Wohnung aufgefunden – Ermittlungen deuten auf Unglücksfall hin

11.11.2013 - 10:26 No comments

Ein 4 Jahre altes Mädchen und ein 6 Jahre alter Junge sind am Sonntagmittag von ihrem Vater, bei dem sie über das Wochenende zu Besuch waren, leblos in der Badewanne seiner Wohnung in der Hersfelder Straße in Kassel aufgefunden worden. Die sofort eingeleiteten Reanimationsversuche von Notarzt und Rettungsdienst waren erfolglos.

Beide Kinder verstarben noch am Einsatzort. Der Vater hatte nach seinen Angaben kurzzeitig die Wohnung verlassen, um etwas zu erledigen.

Bei seiner Rückkehr habe er die Kinder leblos in der Badewanne aufgefunden. Nach dem Ergebnis der Obduktion ist von einem Unglückfall auszugehen.

Eine von der Staatsanwaltschaft in Kassel angeordnete Obduktion ergab, daß die Kinder durch einen Stromschlag gestorben sind. Hinweise für eine äußere Gewalteinwirkung konnten nicht festgestellt werden.

Das Obduktionsergebnis entspricht der Auffindesituation. In der Badewanne befand sich ein Rasierapparat, der mit einer Steckdose verbunden war.

Aufgrund der beengten räumlichen Gegebenheiten in dem Badezimmer ist nach vorläufiger Bewertung davon auszugehen, daß der im Ladevorgang befindliche Rasierapparat von den Kindern in die Wanne gezogen wurde.

Der 47-jährige Vater hatte gegen 12 Uhr über Notruf die Rettungsleitstelle der Kasseler Feuerwehr alarmiert. Der Vater wird psychologisch betreut. Er befand sich zunächst im Gewahrsam der Polizei, die ihn zum Sachverhalt vernahm.

Seine Angaben entsprechen den oben dargestellten Erkenntnissen.

Aufgrund seines Zustandes wurde er mit seinem Einverständnis in eine stationäre psychologische Betreuung verbracht.

Die bisherigen Ermittlungen lassen keinen Schluss auf ein Verbrechen zu. Die Ermittlungen dauern an.

Categories: Deutschland, Hessen

Bad Mergentheim/Edelfingen: 27-jähriger Unfallverursacher in versuchtes Tötungsdelikt verwickelt – Zeugenaufruf

18.08.2013 - 03:36 No comments

Möglicherweise in Zusammenhang mit einem tragischen Verkehrsunfall in der Nacht zum Samstag, 6. Juli in Edelfingen, wobei zwei Personen schwer verletzt wurden, steht ein versuchtes Tötungsdelikt am Morgen des 6. August in Albstadt-Lautingen (Zollernalbkreis).

Verkehrsunfall in der Nacht zum Samstag, 6. Juli in Edelfingen

Verkehrsunfall in der Nacht zum Samstag, 6. Juli in Edelfingen

Dabei kam es zu einer Auseinandersetzung zwischen zwei Männern, in deren Verlauf der 27-Jährige, der auch den Verkehrsunfall in Edelfingen verursacht hatte, mit einer Heckenschere auf seinen Kontrahenten losging. Das Amtsgericht Hechingen hat noch am selben Tag Haftbefehl wegen des Verdachts des versuchten Totschlags und der gefährlichen Körperverletzung gegen den Mann erlassen.

Der Tatverdächtige war in der Nacht zum Samstag, 6. Juli, gegen 2.30 Uhr mit seinem blauen BMW 3er Touring auf der Bundesstraße 290 von Tauberbischofsheim in Richtung Bad Mergentheim gefahren.

Fahrzeug des Unfallverursachers

Fahrzeug des Unfallverursachers

Hier fiel er bereits Verkehrsteilnehmern durch seine rasante Fahrweise auf. In der Ortsmitte von Königshofen überholte er ebenfalls mit stark überhöhter Geschwindigkeit einen VW Polo.

Markt Rettenbach (Unterallgäu)/Sigmaringen: Ermittlungsgruppe “Ölfleck” ermittelt überregional wegen schwerer, vorsätzlich verursachter Unfälle mit Motorradfahrern – Zeugenaufruf

15.02.2013 - 15:29 No comments

Am frühen Abend des 17.04.2011 hatte sich auf der Staatsstraße 2013 zwischen Markt Rettenbach und Ottobeuren ein schwerer Verkehrsunfall ereignet. Ein damals 37-jähriger Motorradfahrer war auf eine Ölspur geraten und tödlich verunglückt. Die Ermittlungen ergaben, daß die Öllachen auf der Fahrbahn mittels grüner Weinflaschen bzw. klarer Sektflaschen vorsätzlich ausgebracht worden waren und es sich um gebrauchtes Motoröl handelte.

Die weiteren Maßnahmen, darunter eine Ausstrahlung des Falles am 24.08.2011 bei Aktenzeichen XY, eine hohe Auslobung, die Überprüfung von Haltern einer bestimmten Fahrzeugmarke und Fahrzeugtyps, sowie die Abarbeitung von ca. 330 Hinweisen führten bisher nicht zur Ermittlung des oder der Täter. Im Rahmen der Untersuchung der vor Ort sichergestellten Spurenträger konnte durch das Bayerische Landeskriminalamt an mehreren Flaschenbruchstücken eine identische DNA Spur gesichert werden.

Das aufgefundene DNA-Muster weist so viele individualcharakteristische Merkmale auf, daß rechnerisch nur eine von 12 Milliarden männlichen Personen ein derartiges Muster aufweisen kann.

Da der bereits durchgeführte Abgleich der aufgefundenen DNA Muster mit der DNA Analyse-Datei beim Bundeskriminalamt Wiesbaden keine Übereinstimmung ergeben hat, wurde auf Antrag der Staatsanwaltschaft Memmingen durch das Amtsgericht Memmingen die Durchführung einer DNA Reihenuntersuchung angeordnet.

Zwischenzeitlich wurden bereits rund 1.000 Personen bezüglich der freiwilligen Abgabe einer Speichelprobe durch die Beamten der Ermittlungsgruppe Ölfleck kontaktiert. Die bisherige Auswertung von 810 der abgegebenen Proben durch das Bayerische Landeskriminalamt verlief negativ. Die Bereitschaft bei der Bevölkerung zur Unterstützung der Maßnahme ist weiterhin sehr hoch.

Altfälle führen zu neuer Betrachtungsweise

Die zunächst vorliegenden Erkenntnisse – z.B. Ölflecken auf absoluten Nebenstrecken – deuteten zunächst auf einen oder mehrere Tatverdächtige, der/die aus der Region um den tödlichen Unfall stammt, hin. Im Rahmen der weiteren Ermittlungen wurden nach Hinweisen aus dem Polizei- und Feuerwerbereich weitere Fälle von Fahrbahnverunreinigungen bekannt, bei denen ein Zusammenhang mit den Ölflecken bei Markt Rettenbach bestehen könnten.

  • Am 06.04.2007 mussten bei Bad Schussenried Lkr. Biberach an der Riß auf der Landstraße L 283 / L284 zwischen Ingoldingen und Reichenbach vier Ölflecken durch die Feuerwehr beseitig werden.
  • Im Zeitraum 12.04.2008 bis 13.04.2008 wurden im Landkreis Sigmaringen von den Einsatzkräften auf einer Strecke, welche von Leibertingen über die K8217, K8278 sowie die L277 führte 19 Ölflecken entdeckt.
  • Am 21.03.2010 wurden bei Schwendi auf der Ortsverbindungsstraße zwischen Regglisweiler und Orsenhausen an drei Stellen Ölflecken aufgefunden.
  • 17.04.2011 Ölflecken mit tödlichen Folgen bei Markt Rettenbach.
  • Die bisherigen Tatörtlichkeiten erstrecken sich von Westen nach Osten auf einer Strecke von über 100 km (Luftlinie).

Alle bisher bekannten Fälle weisen folgende Gemeinsamkeiten auf.

  • Die Flecken wurden an einem Wochenende oder Feiertag zu Beginn der Motorradsaison verursacht.
  • Bei allen Flecken wurden Überreste von Flaschen, in der Regel grüne Weinflaschen, aufgefunden.
  • In allen Fällen ist davon auszugehen, dass diese Flaschen mit Altöl gefüllt waren.
  • Aufgrund des Spurenbilds ist von einem Abwurf aus einem fahrenden Fahrzeug auszugehen Bei allen Örtlichkeiten handelt es sich um kurvige und unübersichtliche Stellen die das potentielle Risiko für Motorradfahrer erhöhen.

Aufgrund dieser neuen Erkenntnisse wird zwischenzeitlich davon ausgegangen, dass es sich bei dem tödlichen Unfall nicht um ein ausschließlich regionales Ereignis handelt, sondern, dass man bei dem Verursacher der tödlichen Ölflecken von einem überregional tätigen Wiederholungstäter ausgehen muss.

Eine Aussage ob der (oder die) Täter aus Baden-Württemberg bzw. aus dem Allgäu kommt ist derzeit nicht möglich.

Überregionale Ermittlungen

Da das Vorliegen von weiteren Vorfällen nicht ausgeschlossen werden kann, wurden zwischenzeitlich großräumig (Bayern, Baden-Württemberg, Vorarlberg, Tirol, Schweiz, Liechtenstein) Polizeidienststellen bzw. Feuerwehren und Straßenverkehrsbehörden um Überprüfung ihrer Einsatzunterlagen gebeten.

Zudem wird die Polizei in den nächsten Tagen auch auf Person aus Baden-Württemberg bezüglich der Abgabe einer freiwilligen Speichelprobe im Rahmen der DNA-Reihenuntersuchung zugehen. Hierbei handelt es sich in erster Linie um Personen von denen aufgrund der im Nachgang zum Unfall bei Markt Rettenbach erhobenen Mobilfunkdaten bekannt ist, daß sie sich zur Tatzeit in dem relevanten Bereich aufgehalten haben.

Die abgegebenen Speichelproben werden ausschließlich mit dem im Zusammenhang mit der Ölspur sichergestellten DNA Muster abgeglichen. Ein Abgleich in der DNA-Analyse Datei findet nicht statt und eine Speicherung in dieser Datei ist gesetzlich untersagt.

Die untersuchten Proben und daraus gewonnenen DNA Muster werden unverzüglich vernichtet, sobald sie für das Verfahren nicht mehr erforderlich sind. Die von der Maßnahme betroffenen Personen werden als unbeteiligte und unschuldige Personen behandelt.

Erhöhung der Auslobung

Aufgrund der jetzt bekannten möglichen Ausweitung des Falles wurde von einem Unternehmen das anonym bleiben möchte, eine weitere Auslobung von 3.000 Euro ausgesprochen. Das Bayer. Landeskriminalamt hat von der jetzigen Gesamtsumme von 53.000 Euro insgesamt 5.000 Euro ausgelobt. Eine Belohnung in Höhe von 3.000 Euro wurde von einem Privatmann aus dem Allgäu ausgelobt, die anderen 42.000 Euro von einem Geschäftsmann aus Nordrhein-Westfalen. Die Belohnung der Polizei kann nur unter Ausschluss des Rechtsweges zuerkannt werden. Für die Vergabe der Belohnung in Höhe von 48.000 Euro zeichnen ausschließlich die auslobenden Personen verantwortlich.

Erneuter Zeugenaufruf

Da nicht ausgeschlossen werden kann, dass der oder die Täter auch in weiteren Fällen Ölflecken verursacht hat/haben, insbesondere in dem derzeit in der Reihe der bekannten Taten fehlenden Jahr 2009, setzt die Kripo Kempten die Suche nach weiteren Vorfällen und Zeugen fort. Die bei der Kripo Kempten angesiedelte Ermittlungsgruppe Ölfleck erbittet unter der Tel. 0831/9909-0 sachdienliche Hinweise:

Sind weitere Fälle bekannt, bei denen durch mit Öl gefüllte Glasflaschen entsprechende Ölflecke verursacht worden sind. Wer kann Hinweise zu den Vorfällen bei Leibertingen, Bad Schussenried und bei Schwendi geben?

Wer kann Hinweise auf Personen aus dem Bereich des Regierungspräsidiums Tübingen oder dem Allgäu geben?

  • … denen Motorradfahrer lästig sind? Hierbei könnten zum Beispiel der als störend empfundene Motorradlärm, eine erlebte Beeinträchtigung der Verkehrssicherheit oder andere Gründe als Motiv für die Ablehnung denkbar sein
  • … die negative Erlebnisse mit Motorradfahrern hatten? Denkbare Motive wären insbesondere selbst erlebte Verkehrsunfälle oder Unfälle im Bekanntenkreis die sich unter Beteiligung von Motorradfahrern ereignet haben
  • …die sich in der Vergangenheit vergeblich um die Aufnahme in einen Motorradclub bemüht haben bzw. zwangsweise einen Motorradclub verlassen mussten?
  • … die aufgrund einer der vorgenannten oder anderweitiger Motive eine Abneigung gegen Motorradfahrer haben und Aussagen getroffen haben die in Richtung einer Selbstjustiz interpretiert werden können?

Die bei der Kripo Kempten angesiedelte Ermittlungsgruppe Ölfleck erbittet unter der Telefonnummer 0831/9909-0 sachdienliche Hinweise.

Karlsruhe/Südstadt: Unfallflucht mit Festnahme eines 21-Jährigen offenbar geklärt – Richter erlässt Haftbefehl wegen versuchten Totschlags

30.01.2013 - 17:34 No comments

Ein Richter des Amtsgerichts Karlsruhe hat am Mittwochnachmittag dem Antrag der Staatsanwaltschaft entsprochen und gegen einen 21 Jahre alten Mann aus Ettlingen Haftbefehl wegen versuchten Totschlags erlassen.

Der inzwischen in eine Justizvollzugsanstalt eingelieferte junge Mann steht im dringenden Verdacht, in den frühen Morgenstunden des 12. Januar 2013, einem Samstag, am Karlsruher Mendelssohnplatz mit dem Pkw eines gleichaltrigen Bekannten auf eine Gruppe von drei Fußgängern absichtlich zugefahren zu sein. Dabei ein 22 Jahre alter Mann von dem Fahrzeug erfasst und derart verletzt worden, daß er in ein Krankenhaus eingeliefert werden musste.

Hiervon unbeeindruckt gab der Lenker des Unfallwagens Gas und fuhr mit wesentlich überhöhter Geschwindigkeit in Richtung Westen davon. Um von einem ihm zunächst folgenden Zeugen nicht erkannt zu werden, schaltete der Fahrer unterwegs das Licht aus und verminderte an den in der Kriegsstraße installierten Geschwindigkeitsüberwachungsanlagen jeweils das Tempo.

Richtigerweise gab der Zeuge aus Sicherheitsgründen die Verfolgung schließlich auf, doch konnte er der Polizei das Kennzeichen des Fluchtwagens mitteilen. Im Rahmen der zunächst von der Unfallfluchtermittlungsgruppe geführten Recherchen kam zutage, daß mit dem Pkw wenig später an der Sophien- und Gabelsbergerstraße ein weiterer Unfall verursacht und das beschädigte Auto schließlich in der Eisenlohrstraße abgestellt worden war.

Während der verletzte Fußgänger großes Glück hatte und das Krankenhaus am Tag nach seiner Einlieferung wieder verlassen konnte, gestalteten sich die Ermittlungen nach dem Verursacher überaus schwierig und aufwendig. So gab der erst nach Tagen erreichte 21 Jahre alte Fahrzeughalter gegenüber den Polizeibeamten an, der Wagen sei ihm bereits vor dem Geschehen am Mendelssohnplatz gestohlen worden.

Die aufgrund des augenscheinlich vorsätzlichen Tatgeschehens mit den weiteren Ermittlungen betraute Kriminalpolizei konnte diese Version aber letztlich entkräften und den Kreis der Ermittlungen immer enger ziehen.

So gelang es der eigens eingerichteten vierköpfigen Ermittlungsgruppe unter Federführung des Dezernates für Kapitalverbrechen, mit Hilfe von Überwachungsbildern nachzuweisen, daß der Fahrzeughalter noch unmittelbar vor der Tat auf dem Beifahrersitz seines angeblich gestohlenen Wagens saß.

Weitere Ermittlungen führten schließlich auf die Spur des mit dem Halter befreundeten 21-jährigen Ettlingers. Nachdem die Beamten am Mittwochmorgen bei dem Verdächtigen einen richterlichen Durchsuchungsbeschluss vollzogen und dabei auf Beweismaterial gestoßen waren, räumte der nicht im Besitz einer Fahrerlaubnis befindliche junge Mann schließlich ein, das Tatfahrzeug zur infrage kommenden unter Alkholeinwirkung gelenkt zu haben.

Weitere kriminalpolizeiliche Ermittlungen dauern derzeit noch an. So wird sich auch der 21 Jahre alte Fahrzeughalter unter anderem wegen Zulassens zum Fahren ohne Fahrerlaubnis und unterlassener Hilfeleistung verantworten müssen.

[Update 11.10.2012] Soltau/Heidekreis: Tod im Stau nach schwerem LKW-Unfall auf der A 7 – Todesursache ist kein Tötungsdelikt

11.10.2012 - 08:13 No comments

Nach dem Ergebnis der Obduktion steht fest, daß es sich bei dem am 09.10., gegen 23.40 Uhr, mit einer Kopfverletzung auf der Autobahn 7 verstorben aufgefundenen 72jährigen Mannes nicht um ein Gewaltverbrechen handelt. Die Obduktion wurde in den Abendstunden des 10.10. von Rechtsmedizinern des Universitätsklinikums Hamburg im Heidekreisklinikum Soltau vorgenommen.

Das Ergebnis der Untersuchungen spricht für einen plötzlichen Todeseintritt, der aufgrund von massiven Vorerkrankungen des Hannoveraners eingetreten ist. Die Kopfverletzung konnte dem damit verbundenen Sturzgeschehen zugeordnet werden.

Categories: Deutschland, Niedersachsen

Soltau/Heidekreis: Tod im Stau nach schwerem LKW-Unfall auf der A 7 – Polizei ermittelt wegen eines möglichen Tötungsdelikts

10.10.2012 - 09:48 No comments

Im Stau auf der Autobahn 7 kam ein Mann am späten Abend des 09.10. auf bisher ungeklärte Ursache ums Leben. An den Ermittlungen waren in der Nacht rund 50 Polizisten beteiligt. Die Ermittler gehen davon aus, daß die genaue Todesursache bei einer heute stattfindenden Obduktion festgestellt werden wird.

Nach einem schweren Lkw-Unfall, der sich am 09.10., gegen 20.50 Uhr, auf der A 7, zwischen den Anschlussstellen Bispingen und Soltau Ost ereignet hatte, musste die Autobahn in Fahrtrichtung Hannover für Rettungs- und Bergungsarbeiten voll gesperrt werden. Hierdurch bildete sich ein längerer Stau.

Gegen 23.40 Uhr informierten Autofahrer die Polizei, daß in diesem Stau, circa vier Kilometer vor der Unfallstelle, ein Mann mit einer blutenden Kopfverletzung auf dem linken Fahrstreifen neben einem Kleinbus liegt. Als die ersten Polizeibeamten kurz darauf eintrafen, hatte ein im Stau befindlicher Arzt bereits erfolglos Reanimationsversuche bei dem Mann durchgeführt.

Ein wenig später eintreffender Notarzt konnte nur noch den Tod des Mannes feststellen. Aufgrund der wenigen Informationen und der zunächst unklaren Gesamtlage konnten die Ermittler der Polizeiinspektion Heidkreis ein Tötungsdelikt nicht ausschließen.

Neben der Spurensuche und ersten Ermittlungen am Fundort des Mannes richteten die Beamten in Höhe der Lkw-Unfallstelle auf der A 7 in Fahrtrichtung Hannover eine Kontrollstelle ein, nahmen hier die Personalien der Insassen aller Fahrzeuge auf, die zwischen dieser Unfallstelle und dem Fundort des Mannes auf der Autobahn gestanden hatten und befragten die Leute.

Hierdurch konnten die Polizisten einige wichtige Hinweise erlangen. Die weiteren Nachforschungen ergaben, daß es sich bei dem Toten um einen 72jährigen Hannoveraner handelt. Die Ermittlungen dauern an.

Categories: Deutschland, Niedersachsen

Mönchengladbach/Holt/Monschauer Straße: Tödlicher Verkehrsunfall zwischen Auto und Fahrrad – 46jährige Fahrradfahrerin tödlich verletzt – Staatsanwaltschaft wertet Verhalten des Autofahrers als Tötungsdelikt

28.09.2012 - 13:02 No comments

Am Mittag des Donnerstags letzter Woche (20. September 2012), gegen 12:45 Uhr, ereignete sich auf der Monschauer Straße in Mönchengladbach ein außergewöhnlicher Unfall bei dem eine 46jährige Radfahrerin ums Leben kam. Nach bisherigem Stand der Ermittlungen gestützt auf mehrere Zeugenaussagen und aufgrund erster Spurenauswertung am Unfallort hatt sich der Vorfall zunächst wie folgt ereignet:

Eine 46Jährige aus Holt war mit ihrem Fahrrad auf der Immelmannstraße, aus Richtung Reinersstraße kommend, in Richtung Karstraße unterwegs. Die Kreuzung zur Monschauer Straße passierte sie bei Grünlicht für ihre Fahrtrichtung. Der 37jährige Fahrer eines dunklen Pkw Ford Fusion befuhr zu dieser Zeit die Monschauer Straße, aus Richtung Hehner Straße kommend, in Richtung Aachener Straße. Er war nach übereinstimmenden Zeugenaussagen mit sehr deutlich überhöhter Geschwindigkeit unterwegs.

An der Kreuzung zur Immelmannstraße standen in seiner Fahrtrichtung zur Unfallzeit drei Pkw auf dem Geradeausfahrstreifen vor der Rotlicht zeigenden Ampel. Der 37jährige wich mit hoher Geschwindigkeit über den Linksabbiegerstreifen aus und passierte die Kreuzung ungebremst bei Rotlicht. Im Kreuzungsbereich erfasste er die Radfahrerin, die auf der Stelle getötet wurde.

Der Pkw-Fahrer setzte seine Fahrt über den Fahrstreifen des Gegenverkehrs fort. Sein Wagen kam erst kurz vor der Aachener Straße zum Stehen. Der Fahrer des Pkw aus Rheindahlen blieb unverletzt. Er machte jedoch vor Ort einen völlig verwirrten Eindruck. Er wurde daher vom Ordnungsamt in ein Landeskrankenhaus eingewiesen.

Da sich die Unfalltrümmer über den gesamten Kreuzungsbereich Immelmann-/Monschauer Straße bis wenige Meter vor der Aachener Straße verteilt hatten, waren umfangreiche Absperrmaßnahmen erforderlich. Ein Unfallsachverständiger wurde zur Ursachenerforschung hinzugezogen. Die Straße wurde abgesperrt und erst am frühen Abend wieder freigegeben.

Nach einem Zeugenaufruf der ermittelnden Behörden, sowie des großen öffentlichen Interesses und der Medienberichterstattung, meldeten sich eine Vielzahl von Zeugen.

Aufgrund der nun vorliegenden Hinweise gehen die Ermittler davon aus, daß der 37jährige Rheindahlener am vergangenen Donnerstagmittag den Unfall vorsätzlich herbeigeführt hat. Mehrere Zeugen schilderten unabhängig voneinander, daß der studierte Mediziner bereits vor der Tat verwirrte und verklausulierte Aussagen getätigt habe.

Sie gewinnen jetzt in der Rückbetrachtung und in Kenntnis des tragischen Geschehens am Donnerstag eine andere Bedeutung. Es scheint daher sicher, daß er aufgrund seiner äußerst gefährlichen Fahrweise billigend in Kauf nahm, daß dadurch andere unbeteiligte Verkehrsteilnehmer zu Schaden kommen könnten. Letztlich hätten sie dabei, besonders durch die extrem hohe Geschwindigkeit, zu Tode kommen können.

Was ihn schlussendlich zu dieser Verhaltensweise gebracht hat, werden psychiatrische Gutachter ergründen müssen. Da aufgrund des Ermittlungsstandes die Staatsanwaltschaft von einem Tötungsdelikt ausgeht, hat auch bei der Polizei das Kommissariat für Tötungsdelikte die weiteren Ermittlungen übernommen.

Der Kapitaldezernent der Staatsanwaltschaft hat für den 37Jährigen, der allein bei seinen Eltern in Rheindahlen wohnt, einen Unterbringungsbefehl wegen Totschlags beantragt. Der Mediziner, der bereits seit einiger Zeit als IT-Mitarbeiter bei einer großen Versorgungsfirma im Aachener Raum arbeitet , wurde heute Mittag einer Haftrichterin vorgeführt, die einen Unterbringungsbefehl in eine geschlossene forensische Klinik verkündete.

[Update 30.07.2012] Bayreuth: 41-jährige Ehefrau erlitt bei Streit schwere Stichverletzungen durch Ehemann – Täter in psychiatrischem Krankenhaus untergebracht

30.07.2012 - 08:47 No comments

Bei einer Messerattacke am Donnerstagabend erlitt eine 41-jährige Frau schwere Verletzungen. Der 50-jährige Mann wurde zwischenzeitlich in einem psychiatrischen Krankenhaus untergebracht.

Gegen den Tatverdächtigen wurde noch am Freitagnachmittag auf Antrag der Staatsanwaltschaft Bayreuth Unterbringungsbefehl wegen versuchten Totschlags und gefährlicher Körperverletzung erlassen. Der Mann machte beim Richter keine Angaben zur Sache. Die Ermittlungen von Staatsanwaltschaft und Kripo Bayreuth dauern noch an.

Categories: Bayern, Deutschland

Bayreuth: 41-jährige Ehefrau erlitt bei Streit schwere Stichverletzungen durch Ehemann – Flüchtiger Ehemann bei Flucht durch Autounfall ebenfalls schwer verletzt

27.07.2012 - 11:06 No comments

Mit schweren Verletzungen endete am späten Donnerstagabend die Streitigkeit eines Ehepaares in einem Bayreuther Stadtteil. Bei einer Messerattacke erlitt eine 41-jährige Frau schwere Verletzungen. Ihr 50-jähriger Ehemann flüchtete zunächst aus dem Anwesen. Bei der Flucht des Mannes kam es zu einem Zusammenprall mit einem Rettungswagen, wobei auch der Flüchtende schwer verletzt wurde.

Nach ersten Ermittlungen von Staatsanwaltschaft und Kriminalpolizei Bayreuth kam es am späten Abend zu einem lautstarken Streit des Paares, bei dem offensichtlich auch ein Messer im Spiel war. Gegen 23.50 Uhr ging der Notruf von aufmerksamen Nachbarn bei der Polizei ein, die auf die Streitigkeiten im Wohnhaus der Eheleute aufmerksam geworden sind.

Die Polizeibeamten fanden die 41-Jährige mit schweren Schnittverletzungen im Anwesen auf. Der Notarzt transportierte sie in ein Krankenhaus, sie schwebt nicht in Lebensgefahr. Mit einer groß angelegten Fahndung suchten die Polizisten nach ihrem Ehemann, der mit seinem Auto das Weite gesucht hatte. Auch ein Polizeihubschrauber befand sich im Anflug.

Etwa 20 Minuten nach dem Notruf fanden die Beamten das Fahrzeug des Mannes im Straßengraben zwischen Weidenberg und Seulbitz. Allerdings ohne Fahrer, der offensichtlich die weitere Flucht zu Fuß ergriffen hatte. Keinen Kilometer von der Unfallstelle entfernt, kam es anschließend zu einem Zusammenstoß des 50-jährigen Mannes mit einem Rettungswagen im Einsatz. Dabei erlitt der Mann schwere, aber nicht lebensgefährliche Verletzungen.

Wie und warum es zu dem Verkehrsunfall kam, prüft derzeit auf Anordnung der Staatsanwaltschaft ein Sachverständiger zusammen mit der Polizeiinspektion Bayreuth-Land. Für die Unfallaufnahme war die Verbindungsstraße zwischen Weidenberg und Seulbitz bis gegen 4 Uhr gesperrt. Die Bayreuther Kriminalpolizei hat zusammen mit der Staatsanwaltschaft Bayreuth noch in der Nacht die Ermittlungen aufgenommen.

Die Kriminalbeamten erhoffen sich Hinweise auf die möglichen Hintergründe der Tat, sobald das Ehepaar vernehmungsfähig ist.

Categories: Bayern, Deutschland

[Update 03.06.2012] Wiesbaden/Niederwaldstraße: Messerstecherei nach einem Verkehrsunfall – Opfer erlag seinen Verletzungen im Krankenhaus – Zeugen weiterhin gesucht

03.06.2012 - 15:04 No comments

Der 58 Jahre alte, durch die Messerstecherei lebensgefährlich verletzte Mann aus Wiesbaden ist im Verlauf der Nacht zum 03.06.12 aufgrund seiner schweren Verletzungen im Krankenhaus verstorben. Sein Leichnam wurde zwecks Obduktion in die Gerichtsmedizin verbracht. Die 26 Jahre und 27 Jahre alten Angehörigen des 58jährigen befinden sich noch in stationärer Behandlung. Lebensgefahr besteht nicht.

Zeugen, die am 01.06.12, gegen 14.50 Uhr in der Niederwaldstraße den Streit mitverfolgt haben oder andere sachdienlich Hinweise geben können, werden gebeten sich unter der Telefonnummer 0611/3450 mit der Polizei in Wiesbaden in Verbindung zu setzen.