Am 01. August 2009 wurde der 39-jährige Eilenburger Lutz Peter Sch. unter dem dringenden Tatverdacht vorläufig festgenommen, die 9-jährige Corinna S. aus Eilenburg vergewaltigt und ermordet zu haben. Das Mädchen wurde am Abend des 28.07.2009 als vermisst gemeldet und nach einer groß angelegten Suchaktion der Polizei am folgenden Tag im Eilenburger Mühlgraben leblos aufgefunden.
Gegen den mutmaßlichen Täter wurde am 02.08.2009 Haftbefehl wegen des sexuellen Missbrauchs von Kindern mit Todesfolge, Vergewaltigung mit Todesfolge sowie Mordes erlassen und der Vollzug der Untersuchungshaft angeordnet.
Das Geschehene kann leider nicht rückgängig gemacht werden. Dennoch war es der sächsischen Polizei mit Hilfe der Unterstützung von zivilen Kräften und vor allem der Bevölkerung möglich, dieses unfassbare Verbrechen schnell aufzuklären und damit den Täter der Rechtsprechung zuzuführen.
Die Polizeidirektion Westsachsen möchte sich aus diesem Grund offiziell bei allen in den Ermittlungen zum “Mordfall Corinna” Unterstützenden bedanken. Neben den eigenen Beamten erfolgten Such- sowie Ermittlungsmaßnahmen durch Beamte mehrerer Polizeidienststellen des Freistaates Sachsen.
Mittlerweile haben sich über 180 Bürger telefonisch, per Email oder direkt bei den Ermittlern der Soko Corinna sowie anderer Polizeidienststellen gemeldet. Unter der Vielzahl an Hinweisen konnte die Polizei vier Informationen herausfiltern, die maßgeblich zum Ermittlungserfolg beitrugen. Die Suche nach der zunächst vermissten Neunjährigen wurde durch die Freiwillige Feuerwehr Eilenburg mit Booten sowie dem DRK aus Leipzig, Grimma sowie Halle mit Suchhunden unterstützt.
Neben den Diensthunden der sächsischen Polizei kamen auch externe Hundeführer mit Sachverstand für “Man Trailing” mit ihren Hunden aus Nordrhein-Westfalen zum Einsatz.
Auch dem Sächsischen Staatsbetrieb Informatik Dienste, dem Landratsamt Nordsachsen, insbesondere dem Landrat Herrn Czupalla sowie der Stadt Eilenburg wird für die gute Zusammenarbeit während des gesamten Zeitraumes gedankt.
Das Landratsamt stellte für über 30 Ermittler Arbeitsräume zur Verfügung, ohne die eine Unterbringung der Soko in Eilenburg nicht möglich gewesen wäre. Der Staatsbetrieb Sächsische Informatik Dienste stattete die Ermittler umgehend mit zusätzlicher Technik aus.
Der Stadt Eilenburg und Ihrem Oberbürgermeister Wacker dankt die Polizeidirektion Westsachsen insbesondere für die aktive Unterstützung bzw. Vorbereitung und Durchführung einer Pressekonferenz in würdigem Rahmen im Bürgerhaus der Stadt Eilenburg.
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