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Leipzig/Groitzsch: Doppelmord in Kleinstadt bei Leipzig

30.08.2010 - 21:40 Moderator No comments

Die Sonderkommission “Schrott” in einer Stärke von 72 Ermittlern hat ihre Tätigkeit aufgenommen. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt gibt es sechs Hinweise, die über das Infotelefon (0800 6647 653) an die Soko übermittelt wurden. Diese Hinweise werden von den Kriminalisten überprüft.

Die Obduktion der beiden Opfer wurde am Sonntag durchgeführt. Im Ergebnis des vorläufigen Obduktionsberichtes sind beide Opfer an ihren Schussverletzungen verstorben.

Der 19-jährige Mann lag tot in einer Lagerhalle. Der 23 Jährige wurde am Bahnübergang neben seinem PKW Ford  schwer verletzt aufgefunden.

In der Lagerhalle und am PKW wird die Tatortarbeit weitergeführt. Es kann noch nicht gesagt werden, wann diese Arbeiten abgeschlossen sind. Die Ermittler haben bisher keine Hinweise auf einen konkreten Tatverdächtigen. Es gibt auch noch keine gesicherten Erkenntnisse für ein mögliches Motiv der Tat.

Die Mitarbeiter der Sonderkommission suchen weitere Zeugen und Hinweisgeber. Diese können das kostenfreie Infotelefon (08006647653) nutzen oder sich bei jeder anderen Polizeidienststelle melden.

[Update 16.06.2010] Leipzig/Innenstadt: Geiselnahme in einem Kaufhaus – Richter hat Haftbefehl erlassen

16.06.2010 - 17:34 JvdR No comments

Der Ermittlungsrichter bei dem Amtsgericht Leipzig hat am heutigen Tag gegen den 41-jährigen Oliver Q. einen Haftbefehl wegen des dringenden Tatverdachts der Geiselnahme in 19 Fällen und des unerlaubten Besitzes einer Schusswaffe erlassen. Der Vollzug der Untersuchungshaft wurde angeordnet und der Beschuldigte in eine Justizvollzugsanstalt eingeliefert.

Der Beschuldigte hat am gestrigen Tag in einer ersten Beschuldigtenvernehmung die gegen ihn erhobenen Tatvorwürfe gestanden. Motiv seines Handelns soll eine angeblich fehlerhafte ärztliche Behandlung gewesen sein. Dies habe er öffentlich machen wollen, da weder die behandelnden Ärzte noch andere Institutionen seine Aussagen dazu ernst nehmen würden. Die Angaben des Beschuldigten hierzu werden im Rahmen der Ermittlungen überprüft.

Bei der Geiselnahme wurde keine der Geiseln verletzt. Nach den bisherigen Erkenntnissen hatte der Geiselnehmer zu Beginn mindestens 19 Personen in seiner Gewalt. Hiervon wurden im weiteren Verlauf immer wieder einzelne Personen durch den Geiselnehmer entlassen, so dass zum Schluss noch elf Personen in seiner Gewalt waren.

Die durch den Beschuldigten bei der Tat verwendete Schusswaffe war eine Pistole, die mit 9 Patronen Kal. 9 mm geladen war. Der Beschuldigte verfügt über keinerlei waffenrechtliche Erlaubnis, die ihn zum Besitz oder Führen dieser Schusswaffe berechtigt.

Die Ermittlungen dauern an.

Leipzig/Innenstadt: Geiselnahme in einem Kaufhaus

16.06.2010 - 14:12 JvdR No comments

In einem Kaufhaus in der Petersstraße in der Leipziger City kam es gestern Mittag zu einer Geiselnahme. Eine Verkäuferin meldete sich um 12:27 Uhr bei der Polizei und teilte mit, dass ein bewaffneter Täter das erste Obergeschoss betreten, Kunden und das Personal mit einer Waffe bedroht und anschließend als Geiseln genommen hatte.

Der Täter hatte insgesamt elf Personen (neun Frauen und zwei Männer) in seiner Gewalt. Durch die Polizeidirektion Leipzig wurden sofort umfangreiche Absperrmaßnahmen durchgeführt. Außerdem wurden umliegende Geschäfte geräumt und teilweise geschlossen. Während der Geiselnahme wurde versucht, Kontakt mit dem Täter aufzunehmen, was auch gelang.

In der Zwischenzeit konnten mehrere Verkäuferinnen und Kunden, die sich im Erdgeschoss eingeschlossen hatten, aus dem Kaufhaus flüchten. Sie wurden sofort von Polizisten in Empfang genommen, ärztlich versorgt und psychologisch betreut.

Um 15:42 Uhr dann die befreiende Meldung: Der Geiselnehmer konnte zum Aufgeben bewegt werden. Der 41-jährige Leipziger wurde von Beamten des Spezialeinsatzkommandos festgenommen. Er hatte eine scharfe Waffe bei sich. Das genaue Motiv seiner Tat ist noch nicht bekannt.

Die Staatsanwaltschaft Leipzig hat die Ermittlungen wegen des dringenden Tatverdachts der Geiselnahme aufgenommen.

Es ist vorgesehen, einen Antrag auf Erlass eines Haftbefehls zu stellen. Der Tatverdächtige ist wegen unerlaubten Waffenbesitzes vorbestraft.

[Update 09.04.2010] Leipzig: 61-jähriger Mann getötet – Ermittlungsstand unverändert

09.04.2010 - 16:11 Moderator No comments

Auch heute liegt der endgültige schriftliche Obduktionsbericht der Rechtsmedizin der Staatsanwaltschaft Leipzig noch nicht vor. Wie bereits gestern berichtet, wurde im Zuge der weiteren Ermittlungen der Kriminalpolizei der 45-jährige Hinweisgeber vorläufig festgenommen, da der dringende Tatverdacht des Mordes vorliegt.

Der Mann wurde dem Haftrichter vorgeführt und in Untersuchungshaft genommen. Aussagen zum Tatvorwurf macht er keine. Deshalb gibt es seitens der Polizei aus ermittlungstaktischen Gründen auch gegenwärtig keine weiteren Informationen zu Einzelheiten der begangenen Straftat.

Leipzig: 61-jähriger Mann getötet

08.04.2010 - 17:28 Moderator No comments

Am gestrigen Mittwoch, dem 07.04.2010 gegen 12.00 Uhr wurde das zuständige Polizeirevier von einem 45-Jährigen telefonisch informiert, dass er in einer Wohnung der Gerberstraße den toten Wohnungsmieter (61) aufgefunden habe.

Dieser Hinweis bestätigte sich, als die hinzu gerufenen Beamten vor Ort eintrafen. Die ersten Ermittlungen ergaben, dass der 61-jährige Mann Opfer einer Straftat wurde. Die Kriminalpolizei nahm daraufhin die Ermittlungshandlungen auf, die gegenwärtig auch noch andauern.

Die Staatsanwaltschaft Leipzig hat die Obduktion der Leiche angeordnet. Das endgültige Ergebnis steht noch aus. Im Zuge der bisher geführten Ermittlungen wurde eine männliche Person vorläufig festgenommen, die heute dem Haftrichter vorgeführt werden wird.

[Update 31.03.2010] Grimma/Halle/Eilenburg: Mordfall Corinna – Lebenslange Haft für den Mörder

31.03.2010 - 14:19 Moderator No comments

Am heutigen Mittwoch sprach das Landgericht Leipzig den Angeklagten Lutz Peter S. des Mordes, des sexuellen Missbrauchs, der sexuellen Nötigung und der versuchten Vergewaltigung schuldig und verurteilte ihn zu lebenslanger Haft.

Darüber hinaus wurde die besondere Schwere der Schuld festgestellt, womit eine vorzeitige Haftentlassung nach 15 Jahren Haft ausgeschlossen wird.

Der Täter war vor Gericht geständig.

Leipzig: Schwere Körperverletzung – Zwei 17-Jährige nach Schlägerei festgenommen

08.02.2010 - 17:46 Moderator No comments

Mit schweren inneren Verletzungen ist am Sonntagmorgen (07.02.2010, 01.25 Uhr) ein 21-Jähriger auf die Intensivstation eines Leipziger Krankenhauses verbracht worden. Ersten Erkenntnissen zufolge war der junge Mann zuvor mit zwei Bekannten (m; 17) in einer Wohnung am Schönauer Ring in Streit geraten.

Daraufhin schlugen und traten die beiden 17-Jährigen auf den Kontrahenten ein und schmissen ihn aus der Wohnung. Vom Übergriff schwer gezeichnet, schleppte sich der junge Mann vors Haus und alarmierte die Polizei, die ihn sofort in ein Krankenhaus einliefern ließ. Dort musste er aufgrund seiner Verletzungen notoperiert werden, schwebt aber nicht mehr in Lebensgefahr.

Umfangreiche Ermittlungen führten am Sonntagnachmittag zur Festnahme der beiden Tatverdächtigen. Gegen die bereits mehrfach polizeilich in Erscheinung getretenen Jugendlichen wird nun wegen schwerer Körperverletzung ermittelt.

Leipzig/Gohlis: Brutaler Räuber gesucht

02.02.2010 - 15:36 Moderator No comments

Es passierte gestern früh in der Cöthner Straße/Saßstraße in Leipzig-Gohlis: Mit einem Gürtel um den Hals wurde eine 34-jährige Leipzigerin von einem Unbekannten erpresst. Die junge Frau befand sich gegen 5.00 Uhr auf dem Weg zur Arbeit, als ein Mann von hinten an
sein Opfer herantrat, es mit einem Gürtel würgte und dabei Geld verlangte.

Die total geschockte Frau übergab 20 Euro. Der Räuber ließ daraufhin los und flüchtete wahrscheinlich in Richtung Lindenthaler Straße oder Reginenstraße. Die Geschädigte erstattete anschließend im Revier Nord Anzeige wegen räuberischer Erpressung. Sie wurde bei dem Überfall verletzt und musste ärztlich versorgt werden.

Die Polizei bittet Bürger, die während der Tatzeit Beobachtungen gemacht haben und Hinweise zum Täter geben können, sich an die Leipziger Kripo in der Dimitroffstr. 1, Telefon (0341) 96 64 66 66 zu wenden.

Leipzig: Bilanz der Silvesternacht 2009 – Polizei zieht insgesamt positives Resümee der Silvesternacht

02.01.2010 - 12:49 Moderator No comments

Die Silvesternacht am Connewitzer Kreuz in Leipzig verlief weitestgehend friedlich. Die getroffenen Vorkehrungen durch die Stadt Leipzig und die Polizei erwiesen sich als richtige Maßnahmen. Nach Einschätzung der Polizei hielten sich bei einer Fluktuation in der Silvesternacht am Connewitzer Kreuz bis zu 3000 Personen, überwiegend friedlich feiernde Menschen, dort auf.

Das Verhalten der Feiernden war silvestertypisch und es kam zunächst zu keinerlei Vorkommnissen. Bei der Nachsicherung durch Polizeibeamte am Kreuz wurden fünf  männlichen Personen in Gewahrsam genommen. Einem (22 Jahre) wird eine Beleidigung gegenüber einem Polizeibeamten (22 Jahre) vorgeworfen, den anderen vier (3x 22,21) versuchte gefährliche Körperverletzung gegenüber Polizeibeamten.

In anderen Stadtteilen in Leipzig kam es aber zu Sachbeschädigungen und Körperverletzungen. Herausragend dabei ist zu benennen, dass gegen 23.55 Uhr  bekannt wurde, dass aus einer größeren Personengruppe im Bereich der Huttenstraße/Dieskaustraße in OT Leipzig-Großzschocher Scheiben der dortigen Sparkasse eingeschlagen wurden.

Ein 21-jähriger Tatverdächtiger aus Bad Lauchstädt konnte noch im Objekt durch Polizeikräfte gestellt werden. Unmittelbar nach Mitternacht wurde weiterhin bekannt, dass fünf Jugendliche mehrere Scheiben einer Haltestelle an der Märchenwiese beschädigten.
Außerdem musste die Polizei bei mehreren Körperverletzungen mit teilweiser Beteiligung von mehr als zehn Personen im Stadtgebiet eingreifen. Hier waren Leichtverletzte zu beklagen.

In der Leipziger Straße in Böhlitz-Ehrenberg schoben mehrere Jugendliche einen Wertstoffbehälter auf die Straße und entzündeten diesen. Durch sofortiges Eingreifen der Feuerwehr konnte eine Ausbreitung des Brandes verhindert werden. Seitens der Leipziger Verkehrsbetriebe wurden erfreulicherweise ebenfalls keine nennenswerten Vorkommnisse und Beschädigungen im Zusammenhang mit den Silvesterfeierlichkeiten am und um das Connewitzer Kreuz bekannt.

Die Leipziger Feuerwehr zog ebenfalls ein positives Resümee. Von 18.00 Uhr bis 03.00 Uhr gab es insgesamt 42 Einsätze, davon 20 Containerbrände. Großeinsätze blieben bis in die frühen Morgenstunden des neuen Jahres aus.

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Borna/Kitzscher: Mann schoss mit Armbrust auf seine Ehefrau

02.10.2009 - 15:00 Moderator No comments

Am 29.09.2009, gegen 18.10 Uhr, ereignete sich in Braußwig ein tragischer Vorfall zwischen einem Ehepaar. Ein 51-Jähriger schoss mit einer Armbrust auf seine Ehefrau (53), die dabei zum Glück nur leicht verletzt wurde.

Sie konnte aus dem Haus fliehen und um Hilfe rufen. Der Mann wurde noch im Haus von der Polizei angetroffen und vorläufig festgenommen. Seine Frau konnte nach ambulanter Behandlung im Krankenhaus wieder entlassen werden. Die Ermittlungen zur Tat sind noch nicht abgeschlossen.

Vermutlich handelte der Mann jedoch aufgrund von persönlichen Problemen. Am heutigen Tag wird er einem Haftrichter vorgeführt, der über den Erlass eines Haftbefehls entscheidet.

[Update 03.08.2009] Grimma/Halle/Eilenburg: Mordfall Corinna: Dank der Polizeidirektion Westsachsen

03.08.2009 - 17:22 Moderator 2 comments

Am 01. August 2009 wurde der 39-jährige Eilenburger Lutz Peter Sch. unter dem dringenden Tatverdacht vorläufig festgenommen, die 9-jährige Corinna S. aus Eilenburg vergewaltigt und ermordet zu haben. Das Mädchen wurde am Abend des 28.07.2009 als vermisst gemeldet und nach einer groß angelegten Suchaktion der Polizei am folgenden Tag im Eilenburger Mühlgraben leblos aufgefunden.

Gegen den mutmaßlichen Täter wurde am 02.08.2009 Haftbefehl wegen des sexuellen Missbrauchs von Kindern mit Todesfolge, Vergewaltigung mit Todesfolge sowie Mordes erlassen und der Vollzug der Untersuchungshaft angeordnet.

Das Geschehene kann leider nicht rückgängig gemacht werden. Dennoch war es der sächsischen Polizei mit Hilfe der Unterstützung von zivilen Kräften und vor allem der Bevölkerung möglich, dieses unfassbare Verbrechen schnell aufzuklären und damit den Täter der Rechtsprechung zuzuführen.

Die Polizeidirektion Westsachsen möchte sich aus diesem Grund offiziell bei allen in den Ermittlungen zum “Mordfall Corinna” Unterstützenden bedanken. Neben den eigenen Beamten erfolgten Such- sowie Ermittlungsmaßnahmen durch Beamte mehrerer Polizeidienststellen des Freistaates Sachsen.

Mittlerweile haben sich über 180 Bürger telefonisch, per Email oder direkt bei den Ermittlern der Soko Corinna sowie anderer Polizeidienststellen gemeldet. Unter der Vielzahl an Hinweisen konnte die Polizei vier Informationen herausfiltern, die maßgeblich zum Ermittlungserfolg beitrugen. Die Suche nach der zunächst vermissten Neunjährigen wurde durch die Freiwillige Feuerwehr Eilenburg mit Booten sowie dem DRK aus Leipzig, Grimma sowie Halle mit Suchhunden unterstützt.

Neben den Diensthunden der sächsischen Polizei kamen auch externe Hundeführer mit Sachverstand für “Man Trailing” mit ihren Hunden aus Nordrhein-Westfalen zum Einsatz.

Auch dem Sächsischen Staatsbetrieb Informatik Dienste, dem Landratsamt Nordsachsen, insbesondere dem Landrat Herrn Czupalla sowie der Stadt Eilenburg wird für die gute Zusammenarbeit während des gesamten Zeitraumes gedankt.

Das Landratsamt stellte für über 30 Ermittler Arbeitsräume zur Verfügung, ohne die eine Unterbringung der Soko in Eilenburg nicht möglich gewesen wäre. Der Staatsbetrieb Sächsische Informatik Dienste stattete die Ermittler umgehend mit zusätzlicher Technik aus.

Der Stadt Eilenburg und Ihrem Oberbürgermeister Wacker dankt die Polizeidirektion Westsachsen insbesondere für die aktive Unterstützung bzw. Vorbereitung und Durchführung einer Pressekonferenz in würdigem Rahmen im Bürgerhaus der Stadt Eilenburg.

[Update-2 02.08.2009] Grimma/Halle/Eilenburg: Mordfall Corinna: Ermittlungen im Fall “Corinna” – Haftbefehl gegen mutmaßlichen Mörder von Corinna S. erlassen

02.08.2009 - 22:18 Moderator No comments

Am gestrigen Tag wurde ein 39-jähriger Eilenburger unter dem dringenden Tatverdacht vorläufig festgenommen, die 9-jährige Corinna S. aus Eilenburg vergewaltigt und ermordet zu haben. Der Ermittlungsrichter des Amtsgerichts Leipzig erließ am heutigen Tag auf Antrag der Staatsanwaltschaft Leipzig gegen den Mann einen Haftbefehl wegen des sexuellen Missbrauchs von Kindern mit Todesfolge, Vergewaltigung mit Todesfolge sowie Mord und ordnete den Vollzug der Untersuchungshaft an.

Im Rahmen einer gemeinsamen Pressekonferenz der Staatsanwaltschaft Leipzig und der Polizeidirektion Westsachsen wurde in Anwesenheit von Landespolizeipräsident Merbitz, dem Leiter der Polizeidirektion Westsachsen, Leitender Kriminaldirektor Georgie und dem Leiter der Staatsanwaltschaft Leipzig, Leitender Oberstaatsanwalt Strobl, und im Beisein der die Familie von Corinna vertretenden Rechtsanwältin Frau Tust in Eilenburg heute über das Ergebnis der bisherigen Ermittlungen informiert.

Danach gingen seit dem Verschwinden der neunjährigen Corinna S. am 28.07.2009 bisher insgesamt 164 Hinweise aus der Bevölkerung ein. Aufgrund von vier Hinweisen begründete sich am gestrigen Tag der Anfangsverdacht gegen einen 39-jährigen Eilenburger. Durch die Staatsanwaltschaft Leipzig wurden aufgrund der weiteren Ermittlungen der Soko gestern die erforderlichen richterlichen Durchsuchungs- und Beschlagnahmebeschlüsse erwirkt und am Abend die vorläufige Festnahme des Tatverdächtigen angeordnet. Der Tatverdächtige wurde am 01.08.2009 gegen 23.00 Uhr vorläufig festgenommen. In seiner Vernehmung ließ er sich umfassend zur Tat ein und gestand die Tötung des Kindes Corinna.

Bei dem Beschuldigten handelt es sich um den 39-jährigen Lutz Peter Sch. aus Eilenburg. Er ist polizeibekannt und wegen diverser Straftaten u.a. wegen Verkehrsdelikten und wegen Brandstiftung vorbestraft. Der Beschuldigte ist jedoch bisher weder wegen Sexualstraftaten noch Gewaltdelikten in Erscheinung getreten. Der Beschuldigte wurde zuletzt am 01.07.2008 nach Verbüßung einer Freiheitsstrafe aus der Strafhaft entlassen.

Die Arbeit der Soko Corinna wird mit Hochdruck fortgeführt. Die Aussagen des Täters müssen nun durch objektive Beweise untermauert werden. Die Auswertung der gerichtsmedizinischen Untersuchungen sowie die kriminalistische Tatortarbeit dauern noch an. Wann diese abgeschlossen sein werden, ist offen.

Einzelheiten zum Tatort sowie dem mutmaßlichen Tathergang können zum jetzigen Zeitpunkt mit Verweis auf die laufenden Ermittlungen nicht mitgeteilt werden.

An dieser Stelle bedanken sich Polizei und Staatanwaltschaft auch nochmals bei der Bevölkerung für ihre Mithilfe. Die   Hinweise trugen maßgeblich zum Ermittlungserfolg bei.

Rechtsanwältin Tust bat im Rahmen der Pressekonferenz die Medienvertreter nachdrücklich, die Familie von Corinna in Ruhe zu lassen, sie nicht zu bedrängen und ihnen ausreichend Zeit zur Trauer einzuräumen. Diesem Wunsch schließen sich die Ermittlungsbehörden ausdrücklich an.