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Posts Tagged ‘Kriminalpolizei’

[Update 07.09.2010] Köln/Kerpen-Buir: Noch nicht identifizierter Toter aufgefunden – Mann wurde erschossen

07.09.2010 - 17:04 JvdR No comments

Der bis jetzt noch nicht identifizierte Tote, der am 30. August in einem Waldgebiet bei Kerpen-Buir aufgefunden wurde, ist laut Obduktionsbericht erschossen worden.

Mittlerweile liegt der Mordkommission “Buir” das ballistische Gutachten zur Tatwaffe vor. Demnach ist der Unbekannte nicht mit der gleichen Waffe getötet worden wie die beiden Mordopfer in Süddeutschland.

Die Ermittlungen dauern an.

Trier/Zell/Barl: Ehepaar tot in der Wohnung gefunden

07.09.2010 - 16:33 JvdR No comments

Eine 54-jährige Frau und ihr 47 Jahre alter Ehemann wurden am Dienstag, 7. September, in ihrem Haus im Zeller Ortsteil Barl tot aufgefunden. Eine Zeugin hatte das Ehepaar am Vormittag leblos in der gemeinsamen Wohnung gefunden.

Beide Leichen wiesen Schussverletzungen auf.

Nach dem derzeitigen Ermittlungsstand gibt es keine Hinweise, die auf eine Beteiligung weiterer Personen schließen lassen. Die Beamten gehen derzeit von einem so genannten erweiterten Suizid aus. Nach Sachlage hat der Mann die Frau mit einem Revolver erschossen und sich dann selbst durch einen Schuss getötet.

Die Beamten fanden eine Waffe am Tatort.

Der 47-Jährige hatte eine Waffenbesitzkarte, auf der mehrere Waffen eingetragen sind. Die Staatsanwaltschaft Koblenz wird die Obduktion der Leichen beantragen. Weitere Angaben, insbesondere zum Motiv, können derzeit nicht gemacht werden. Die Ermittlungen der Kriminalpolizei dauern an.

Berlin/Lichtenberg: Tötungsdelikt in Lichtenberg – Mordkommission sucht Zeugen

07.09.2010 - 11:39 Moderator No comments

Mit der Veröffentlichung eines Lichtbildes vom Opfer sucht die Polizei Zeugen zu einem Tötungsdelikt. In der Nacht vom 13. zum 14. Februar 2009 (Valentinstag) kam es vor dem Lokal “Melancholie” im Weißenseer Weg 1 in Lichtenberg zu einer körperlichen Auseinandersetzung zwischen dem 23-jährigen russischstämmigen Ronald Heidlin und zwei als Armenier beschriebenen männlichen Personen.

Foto des Opfers Ronald Heidlin

Das Opfer erhielt zunächst einen Faustschlag gegen den Kopf, worauf es zu Boden ging. Am Boden folgte dann ein Fußtritt gegen den Kopf. Ronald Heidlin verstarb am 16. Februar 2009 an den Folgen der Verletzungen.

Einer der beiden Tatverdächtigen wird wie folgt beschrieben:

  • ca. 25 – 26 Jahre alt
  • ca. 1 Meter 70 groß
  • schlanke, sportliche Figur
  • schwarze Haare, hinten kurz geschnitten und ausrasiert
  • oben ca. 10 cm langes lockiges Haar
  • lange Narbe im Gesicht- bzw. Augen-/Nasenbereich
  • lange Nase
  • dunkle Augen

Die Mordkommission fragt:

  • Wer hat die Tat beobachtet?
  • Wer kann Angaben zu den Tatverdächtigen machen?
  • Wer kann Angaben zu Personen machen, auf die die o. g. Beschreibung zutrifft?

Fahndungsplakat (Berlin/Lichtenberg) – Tötungsdelikt in Lichtenberg

Für Hinweise, die zur Ermittlung und Festnahme der Täter führen, hat die Staatsanwaltschaft Berlin eine Belohnung von bis zu 5.000 Euro ausgesetzt.

Hinweise nimmt die 4. Mordkommission in der Keithstraße 30 in 10787 Berlin unter der Telefonnummer (030) 4664- 911 401 oder jede andere Polizeidienststelle entgegen.

[Update 07.09.2010] Mönchengladbach/Viersen/Grefrath: Starke Polizeikräfte suchen nach Mirco – Erste Spur in diesem Fall – Soko sucht verdächtigen PKW

07.09.2010 - 09:12 JvdR No comments

Am Sonntagabend (5. September 2010) erhielten die Ermittler der Soko “Mirco” einen vielversprechenden Hinweis. Ein Grefrather teilte den Fahndern mit, dass er am Freitagabend unmittelbar am späteren Fundort des Fahrrades einen verdächtigen Pkw gesehen habe. Die Uhrzeit seiner Beobachtung deckt sich mit den Zeitangaben, von denen die Kripo derzeit ausgeht: 21:20 – 21:30 Uhr. Der Aussage zufolge hat ein Pkw-Kombi an dieser Stelle eingeparkt. Der Wagen ist dann einen längeren Zeitraum dort stehen geblieben.

Ein zweiter Zeuge bestätigte noch am Abend diese Angaben. Er berichtete von einem dunklen Pkw-Kombi, der noch kurz vor 22:00 Uhr an der Fundstelle stand.

Die besagte Stelle liegt an der Mülhausener Straße an der linken Straßenseite, kurz hinter dem Ortsende von Grefrath in Richtung Mülhausen-Oedt. Der Pkw am Feldrand könnte in den Abendstunden weiteren Zeugen aufgefallen sein, da dort normalerweise niemand parken würde.

Die Suchmaßnahmen der Hundertschaften wurden am Sonntag mit hereinbrechender Dämmerung abgebrochen. Sie wurde gestern fortgesetzt.

Auch am dritten Tag der umfangreiche Suche nach dem 10-jährigen Mirco aus Grefrath fanden die Ermittler bis in die Abendstunden zu keine neuen Ergebnissen. Die 45-köpfige Sonderkommission ermittelt fieberhaft weiter. Sie setzt große Hoffnungen auf Hinweise die zu weiterführenden Angaben zum verdächtigen dunklen Pkw führen.

Der Wagen war am Freitagabend in der Zeit zwischen 21:20 und 22:00 Uhr unabhängig voneinander von zwei verschiedenen Zeugen am Fundort des Fahrrades in Grefrath im Feld an der Mülhausener Straße am Feldrand parkend beobachtet worden.

Insgesamt gingen bei der Ermittlungskommission schon weit über 100 Hinweise ein.

Auch gestern suchten über 300 Polizeibeamte Wiesen, Felder und Waldgebiete rund um Grefrath ab. Bis jetzt ohne durchschlagenden Erfolg. Die Suche war besonders in den Bereich Wachtendonk-Vorst ausgedehnt worden, da dort Spürhunde die Spur von Mirco verloren hatten.

Die Suche soll weiter ausgedehnt werden. Es ist geplant, mit rund 1000 Beamten einen weiter gezogenen Kreis zu durchsuchen. Die Maßnahmen werden dabei auch das südliche Kreisgebiet Kleve betreffen.

Miltenberg/Erlenbach: Frau mit Schusswaffe bedroht – 51-Jähriger in Gewahrsam

06.09.2010 - 19:12 JvdR No comments

Am Sonntagabend haben Beamte der Polizeiinspektion Obernburg einen 51-Jährigen in Gewahrsam genommen. Seine Freundin hatte die Ordnungshüter zur Hilfe gerufen, nachdem sie von dem Mann mit einer Schusswaffe bedroht worden war. Bei der Durchsuchung der Wohnung des 51-Jährigen fielen den Einsatzkräften zudem noch zahlreiche illegale Waffen in die Hände.

Kurz nach 20.00 Uhr hatte die Frau die Polizei zu der Wohnung nach Erlenbach-Nord gerufen. In einem Zimmer eingeschlossen, harrte die Bedrohte bis zum Eintreffen der Beamten aus. Diese verschafften sich mit einem Nachschlüssel Zutritt zu den Räumlichkeiten und konnten so den Mann auf seinem Bett liegend überrumpeln und widerstandslos festnehmen. Die vermutliche Tatwaffe, ein geladener Gasrevolver, wurde im Nachttisch gefunden und sichergestellt.

In der Folge musste der 51-Jährige mit zur Dienststelle. Dort stellte sich heraus, dass er mit einem Wert von 2,2 Promille zudem deutlich unter Alkoholeinfluss stand. Er verbrachte schließlich die Nacht in einer Haftzelle.

Bei der näheren Inspizierung der Wohnung fielen den Beamten noch sieben Bajonette und Jagdmesser, mehrere echt aussehende Gas- und Soft-Air-Pistolen, ein Vorderladergewehr, ein Unterhebelrepetiergewehr und zwei Maschinenpistolen UZI und AK 47 in die Hände. Die Maschinenwaffen waren ursprünglich scharfe Militärwaffen.

Sie sind jedoch, allerdings wohl nicht den Richtlinien entsprechend, von ihrem Besitzer “unbrauchbar” gemacht worden. Jetzt überprüft ein Gutachter inwieweit gegen den 51-Jährigen neben Bedrohung auch wegen eines Verstoßes gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz ermittelt werden muss. In jedem Fall wird der 51-Jährige seine “Sammlung” jedoch nicht mehr zu Gesicht bekommen.

[Update 06.09.2010] Rosenheim: Zwei Tote in Wohnhaus aufgefunden – Umfangreiche Fahndung im Gange

06.09.2010 - 18:14 JvdR No comments

Nach wie vor läuft die intensive Fahndung nach dem Tatverdächtigen Franz Müller mit Schwerpunkt im weiteren Tatortumfeld. Für die Soko Hochgern ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass sich der Gesuchte noch in diesem Bereich aufhält.

Am Freitag, 03.09.10, ging gegen 17 Uhr ein sehr konkreter Hinweis aus der Bevölkerung ein, dass der Gesuchte kurz zuvor am Mangfalldamm im Bereich Oberwöhr gesehen worden sei. Daraufhin wurden dort für Fahndungsmaßnahmen insgesamt etwa 200 Einsatzkräfte zusammengezogen.

Alle einigermaßen gut einsehbare Flächen, Wiesen und Felder wurden mit Luftunterstützung durch einen Polizeihubschrauber sofort abgesucht.

Bis zur Absuche des relevanten Waldstückes brach die Nacht an. Der umstellte Bereich wurde schließlich von Kräften eines Spezialeinsatzkommandos und insgesamt 13 Polizeidiensthunden durchkämmt. Um zur Unterstützung wenigstens einen Teil des Geländes etwas beleuchten zu können, wurden von Bereitschaftspolizei, Feuerwehr und THW Beleuchtungsmasten betrieben.

Erst weit nach Mitternacht wurde die Suche abgeschlossen. Die um 17 Uhr gesehene verdächtige Person konnte jedoch nicht gefunden werden.

Bei der Soko Hochgern gingen zwischenzeitlich über 100 Hinweise verschiedenster Art ein. Viele Bürger teilen auch Örtlichkeiten mit, an denen man sich grundsätzlich gut verstecken könnte, angefangen von leerstehenden Gebäuden bis hin zu schwer zugänglichen Orten in der Natur. Im Rahmen der Fahndung wurde z.B. ein kleines “Waldlager” gefunden.

Die Spurensicherung der Kripo stellte jedoch fest, dass dieses schon längere Zeit “unbewohnt” ist. Es dürfte sich um einen verlassenen Obdachlosenunterschlupf handeln.

Im Laufe des Samstags, 04.09.10, wurden die Fahndungsplakate erneuert und ausgetauscht. Von Fachleuten des Landeskriminalamtes waren dafür Bilder mit dem möglichen zwischenzeitlichen Aussehen des Tatverdächtigen angefertigt worden. Auch wurden 3.000 Flugblätter an die Bevölkerung verteilt.

Zur Gewässerabsuche nach möglichen tatrelevanten Gegenständen, wurde die Tauchergruppe der Bereitschaftspolizei eingesetzt. Die Spezialisten suchten Mangfall und Kanal nach Gegenständen ab, die der Täter auf der Flucht “versenkt” haben könnte. Jedoch vorerst ohne Erfolg.

Eine große Anzahl von Einsatzkräften von Soko, Bereitschaftspolizei und anderer Polizeidienststellen ist weiter im Stadtbereich Rosenheim im Einsatz, um sofort auf neue Hinweise zu einem möglichen Aufenthaltsort des Gesuchten reagieren zu können. Parallel zum aktuellen Fahndungsgeschehen laufen auch die umfangreichen Ermittlungen der Soko mit großer Vehemenz weiter.

Seit Tatbegehung durchgehend bis zu 20-Stundentage sind dabei keine Ausnahme. Auch die Beamten am Einsatz beteiligter anderer Dienststellen und angeforderte Bereitschaftspolizeieinheiten sind unermüdlich im Einsatz und arbeiten hochmotiviert die auflaufenden Arbeitsaufträge ab.

[Update 06.09.2010] Giessen/Wettenberg-Wißmar: Tötungsdelikt mit Messer – Radfahrerin meldete sich

06.09.2010 - 17:27 Moderator No comments

Nach einem Presseaufruf Ende vergangener Woche meldete sich am Samstag, 04.09.2010, eine 58-jährige Wißmarerin, die den flüchtigen Tatverdächtigen gesehen hatte. Die Radfahrerin wurde von der Kripo vernommen. Bis dahin war auch unklar, ob es sich um zwei verschiedene Radfahrerinnen gehandelt hatte oder, wie nun bestätigt, um eine.

Damit schließt sich ein weiteres Glied der Kette der Beobachtungen nach der Tat bis zur Festnahme des Tatverdächtigen. Wie berichtet, wurde am Dienstag, 24.08.2010, ein 62-Jähriger aus Wettenberg bei einer Messerattacke getötet. Ein Tatverdächtiger konnte wenige Minuten nach der Tat noch in der Nähe von der Polizei festgenommen werden, nicht zuletzt durch Hinweise von Personen.

Ein Handwerker hatte den Tatverdächtigen flüchten sehen, die Polizei verständigt und ihn zu Fuß verfolgt. Dabei war er auch unterwegs einer Radfahrerin begegnet und hatte sie gefragt, ob sie einen von ihm beschriebenen Mann gesehen habe. Die Radfahrerin hatte ihm daraufhin erklärt, dass sie einen solchen in Richtung Edeka habe laufen sehen.

Dann war sie ebenfalls mit dem Fahrrad in Richtung Edeka gefahren, hatte dort den Mann aber wohl nicht mehr angetroffen. Zu dieser Zeit waren bereits Polizeifahrzeuge in dem Bereich. Eine Streifenwagenbesatzung wurde im Bereich Edeka von einer Frau mit Fahrrad angesprochen, die fragte, ob sie eine schwarze Person suchen würde und gab den Beamten die Fluchtrichtung an.

Kurze Zeit später konnte der Flüchtige festgenommen werden.

Diepholz/Stuhr/Heiligenrode: Mann bei Ehestreit mit Messer verletzt

06.09.2010 - 15:48 JvdR No comments

Am Sonntagabend gegen 18:00 Uhr kam es in Stuhr im Ortsteil Heiligenrode zu einer Auseinandersetzung zwischen Eheleuten, infolgedessen der 29-jährige Ehemann durch einen Messerstich verletzt wurde.

Nach Angaben der 23-jährigen Frau kam es zu einem Streit, bei dem ihr Mann auf sie eingeschlagen habe. Die Frau wusste sich nicht anders zu helfen und stach in Notwehrabsicht mit einem Küchenmesser auf ihren Mann ein. Hierbei zog sich der Mann schwere, jedoch keine lebensgefährlichen Verletzungen zu und musste mit einem Rettungshubschrauber in ein Klinikum nach Bremen geflogen werden.

Die Frau wurde von der Polizei vorläufig festgenommen. Auf Veranlassung der Staatsanwaltschaft Verden wurde sie am heutigen Nachmittag wieder auf freien Fuß gesetzt.

Berlin/Schöneberg: Geschlagen, mit Messer zugestochen und beraubt

06.09.2010 - 14:22 Moderator No comments

Der Besuch einer Bar in Schöneberg endete vergangene Nacht für einen Berlinbesucher in Schöneberg mit schmerzhaften Schlag- und Stichverletzungen. Ein 41-jähriger Tourist aus Dänemark hatte gegen 1 Uhr 20 zwischen Kleist- und Courbièrestraße zwei Personen hinter sich bemerkt, die ihn plötzlich angriffen.

Die beiden Angreifer schlugen dem Mann auf den Hinterkopf und stachen zweimal mit einer Stichwaffe in Richtung seines Oberkörpers. Der 41-Jährige erlitt oberflächliche Schnittverletzungen und trug ein Hämatom am Hinterkopf davon.

Die Unbekannten erbeuteten die Bauchtasche des Überfallenen mit dessen Bargeld und persönlichen Dokumenten.

Alarmierte Polizeibeamte des Abschnitts 41 fanden den verletzten Mann im Eingangsbereich eines bereits geschlossenen Lokals in der Courbièrestraße, von wo angeforderte Rettungskräfte ihn zur ambulanten Behandlung in eine Klinik brachten.

Die Ermittlungen wegen schweren gemeinschaftlichen Raubes hat ein Fachkommissariat der Direktion 4 übernommen.

Frankfurt/Sossenheim: Räuber überfielen Tankstelle

06.09.2010 - 12:38 JvdR No comments

Zwei maskierte Räuber überfielen am gestrigen Sonntag, um 05.25 Uhr, eine Tankstelle in der Westerbachstraße in Frankfurt-Sossenheim. Die beiden mit dunklen Paintball Gesichtschutzmasken maskierten Räuber bedrohten den 23-jährigen Angestellten der Tankstelle mit Pistolen und forderten die Herausgabe der Einnahmen.

Während einer der Täter in die geöffnete Kasse griff und das Bargeld herausnahm, bediente sich der zweite Täter an der Zigarettenauslage. Das Raubgut in Höhe von 1.400 EUR sowie in unbekannter Anzahl Zigaretten verstauten die Täter in kleinen dunklen Reisetaschen. Sie flohen in unbekannte Richtung. Die sofortigen Fahndungsmaßnahmen der Polizei führten bislang nicht zu Tätern.

Beide Täter sollen etwa 20 Jahre alt, 185 cm groß und von schlanker Gestalt gewesen sein. Einer der Täter war dunkelblond mit Bürstenschnitt und mit auffälligen Handschuhen mit farbigen Protektoren bekleidet.

Sein Mittäter hatte eine dunkelbraune Kurzhaarfrisur und war mit einem schwarzen Lederblouson und hellen Turnschuhen bekleidet.

Zeugen des Vorfalls oder Personen, die zur Tat oder den Tätern Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit der Polizei in Verbindung zu setzen. Das 17. Polizeirevier ist unter Telefon 069-75511700 oder der Kriminaldauerdienst unter Telefon 069-75553111 zu erreichen.

[Update 06.09.2010] Kelberg/Höchstberg: 20-Jährige tot aufgefunden – Staatsanwalt erhebt Anklage wegen Mordes

06.09.2010 - 11:04 Moderator No comments

Die Staatsanwaltschaft Trier hat gegen einen 26 Jahre alten deutschen Staatsangehörigen aus der Verbandgemeinde Kelberg Anklage wegen Mordes zum Landgericht in Trier erhoben. Nach dem Ergebnis der von der Kriminaldirektion Trier geführten Ermittlungen hält sie den Angeschuldigten für hinreichend verdächtig, am 03. Juni 2010 in Höchstberg seine ehemalige Lebensgefährtin heimtückisch getötet zu haben.

Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass der Beschuldigte am Abend des Tattages den Entschluss fasste, seine 20 Jahre alte frühere Freundin zu töten, weil sich diese von ihm getrennt hatte. Er versetzte daher der ahnungslosen jungen Frau in dem gemeinsam bewohnten Anwesen mehrere mit Wucht geführte Hammerschläge gegen den Kopf, die tödliche Verletzungen verursachten.

Anschließend floh er vom Tatort.

Er konnte bereits einen Tag später im Westerwaldkreis festgenommen werden.

Der Angeschuldigte hatte zunächst eingeräumt, seine frühere Freundin mit dem Hammer geschlagen zu haben. Zwischenzeitlich gibt er wechselnde Einlassungen zum Tatgeschehen ab. Der Angeschuldigte befindet sich nach wie vor in Untersuchungshaft. Ein Termin zur Hauptverhandlung steht noch nicht fest.

Hintergrund:

§ 211 Strafgesetzbuch (Mord) lautet wie folgt:

I. Der Mörder wird mit lebenslanger Freiheitsstrafe bestraft.
II. Mörder ist wer aus Mordlust, zur Befriedigung des Geschlechtstriebs, aus Habgier oder sonst niedrigen Beweggründen, heimtückisch oder grausam oder mit gemeingefährlichen Mitteln oder um eine andere Straftat zu ermöglichen oder zu verdecken, einen Menschen tötet.

Hamburg/Schanzenviertel: Schanzenviertelfest 2010 – Resumee der Polizei

05.09.2010 - 17:25 Moderator No comments

Gestern fand in Hamburg das Schanzenviertelfest statt. Ab 05:30 Uhr begann der Aufbau von Verkaufsständen im Bereich Altonaer Straße, Schulterblatt, Susannenstraße, Bartelsstraße, Max-Brauer-Allee und Rosenhofstraße. Insgesamt waren ca. 550 Stände aufgebaut, und es hielten sich am Tage in der Spitze bis zu 8.500 Besucher zeitgleich im Veranstaltungsraum auf.

Gegen 12:00 Uhr formierte sich in der Susannenstraße ein Aufzug mit etwa 60 Teilnehmern zum Tenor “Freier Wohnraum”, der von einer Musikkapelle begleitet wurde. Der Aufzug ging über die Straßen Schulterblatt, Schanzenstraße in die Bartelsstraße. Die Teilnehmer des Aufzuges wurden durch Polizeibeamte angesprochen. Der Aufzug war auf ca. 80 Teilnehmer angewachsen. Ein Leiter gab sich nicht zu erkennen. Nach der Ansprache durch die Polizei löste sich der Aufzug auf.

Um 19:30 Uhr hielten sich bis zu 9.000 Besucher im Schanzenviertel auf. Im Florapark befanden sich rund 350 Personen, davon 50 Angehörige des linken Spektrums. Vor der Flora standen ca. 180 Personen, auf dem Vordach weitere zehn des linken Spektrums. Um 20:45 Uhr waren im Schulterblatt, im Bereich der dortigen Bühne zur Altonaer Straße etwa 1.500 Personen des linken Spektrums und im Florapark 350 – 400 zum Teil aktionistisch orientierte junge Leute, viele davon stark alkoholisiert.

In der Rosenhofstraße/Susannenstraße ist ein kleines Feuer entfacht worden. Auf dem dort angrenzenden Gebäude befanden sich Personen auf dem Dach, die Knallkörper in die Menge warfen. Im Verlauf des Abends stieg die Anzahl der vermummten Personen deutlich an. Vor der Flora wurde gegen 20:55 Uhr angekündigt, dass die Bühne abgebaut wird. Daraufhin erfolgte ein Böllerwurf.

Im Viertel wurden nun vereinzelt pyrotechnische Gegenstände gezündet. Im Florapark war ein größeres und ein kleineres Feuer angefacht worden. Im Umfeld der Flora bis zum S-Bahnhof Sternschanze befanden sich zu dieser Zeit ca. 3.000 Personen, davon etwa 700 aus dem linken Spektrum und 300 gewaltorientierte junge Menschen. Einige von ihnen hatten körperliche Auseinandersetzungen untereinander. Im Florapark, am dortigen Klettergerüst, vermummte sich eine Gruppe junger Menschen, die eine aufgeheizte aggressive Grundstimmung erkennen ließ.

Um 21:42 Uhr zog eine Gruppe von 75 gewaltgeneigten jungen Menschen aus dem Florapark über die Lippmannstraße in Richtung Juliusstraße. Sie skandierten Parolen. Aus der Gruppe heraus wurden Flaschen gegen Häuser in der Lippmannstraße geworfen. An verschiedenen Örtlichkeiten im Bereich des Viertels erkannten die Einsatzkräfte immer wieder kleinere und größere Gruppen, die sich vermummten sowie Störer, die Steine und andere Wurfgegenstände aufnahmen oder bereitlegten.

Andere warfen Mülleimer und Müllcontainer um. Im Schulterblatt 24 war ein weiterer Container in Brand gesetzt worden. 60 Personen standen um das Feuer und warfen zusätzlich Gegenstände hinein, sodass das Feuer ein Höhe von 2,50 m erreichte. Die Gruppe wuchs zügig auf 250 Personen an. Zeugen stellten weitere Feuer von Müllcontainern Höhe Schulterblatt 65, Sternstraße 39 sowie 51 und Budapester Straße 13 fest. Die Feuerwehr löschte diese Kleinbrände. Das Feuer im Schulterblatt 24 löschten Anwohner. Später wurde es wieder entfacht.

Im Viertel, insbesondere in den Bereichen Lippmannstraße und Neuer Pferdemarkt zündeten mehrfach pyrotechnische Gegenstände. Um 22:35 Uhr sammelten sich im Neuen Pferdemarkt 350 gewaltgeneigte Menschen. 40 nahmen aus dem Straßenpflaster Steine auf. Aus der Gruppe heraus flogen Flaschen.

Zeitgleich hielten sich 350 teils vermummte Personen, davon 150 aus dem linken Spektrum auf der Nebenfahrbahn Schulterblatt auf und warfen mit Böllern. Um 22:50 Uhr wurden aus dieser Gruppe auf dem Neuen Pferdemarkt vermehrt pyrotechnische Gegenstände und Flaschen auf Einsatzkräfte geworfen. Daraufhin begann die Räumung in Richtung Schulterblatt. Wasserwerfer wurden zur Unterstützung vorgezogen.

Während der Räumung wurden die Einsatzkräfte massiv mit Flaschen, Steinen und Böllern beworfen. Es folgte der Wasserwerfereinsatz.

Im Viertel zogen Störer an mehreren Stellen Gegenstände auf die Fahrbahn. Vor der Flora sammelten sich bis zu 1.500 Personen. Nebelkörper wurden vor dem Gebäude gezündet. Zudem wurden Molotowcocktails geworfen, drei davon gegen eine Sparkassen-Filiale im Schulterblatt. Eine mit Steinen und Flaschen bewaffnete ca. 500 Personen starke Gruppe flüchtete aus dem Florapark in Richtung Eifflerstraße. Polizeibeamte räumten im Anschluss das Parkgelände.

Zwei Personen gingen auf die Gleise der Schulterblattbrücke. Beamte der Bundespolizei nahmen die beiden in Gewahrsam. Eine Passant erlitt durch einen Flaschenwurf ein Kopfplatzwunde. Eine andere Person klagte über Reizungen der Augen, vermutlich durch die gezündeten Nebelkörper.

Gegen 23:15 Uhr nahmen Einsatzkräfte in der Rosenfeldstraße eine Frau und im Bereich Altonaer Straße/Schulterblatt einen Mann nach Flaschenwurf vorläufig fest. In der Susannenstraße Höhe Piazza nahmen Polizeibeamte eine Frau ebenfalls nach Flaschenwurf vorläufig fest. Gegen 23:20 Uhr hatten die Einsatzkräfte der Polizei die Straße Schulterblatt bis zur Eifflerstraße geräumt.

Störergruppen agierten im Anschluss im Bereich Schanzenstraße, Eimsbüttler Straße, Oelkersallee und Sternbrücke. 300 Personen sammelten sich in der Schanzenstraße in Höhe der Brücke. Aus der Gruppe heraus wurde mit Flaschen und Steinen geworfen. Einsatzkräfte räumten die Straße mit Wasserwerfer-Unterstützung in Richtung Kleiner Schäferkamp. Um 23:53 Uhr erkannten Einsatzkräfte zwei Täter nach versuchter Brandstiftung und Steinwurf wieder und nahmen diese vorläufig fest.

Um 00:00 Uhr erfolgte eine Festnahme nach Landfriedensbruch, um 00:05 Uhr eine nach Sachbeschädigung in der Stresemannstraße / Juliusstraße und um 00:07 Uhr eine vorläufige Festnahme nach Flaschenwurf in der Altonaer Straße/Lippmannstraße. Insbesondere in der Einmündung Schulterblatt/Altonaer Straße agierten immer wieder Störer, dies hatte unter anderem Wasserwerfereinsätze zur Folge.

Parallel mussten Polizeibeamte die Susannenstraße vom Schulterblatt aus in Richtung Schanzenstraße räumen.

Gegen 00:15 Uhr nahmen Einsatzkräfte in der Altonaer Straße zwei Personen vorläufig fest, die mit Flaschen geworfen hatten. Zwei weitere vorläufige Festnahmen folgten um 00:18 Uhr in der Max-Brauer-Allee. In der Weidenallee leistete eine Frau Widerstand gegen Polizeibeamte und wurde ebenfalls festgenommen. In der Eimsbüttler Straße/Nagelsallee wurden die Scheiben eines Discountmarktes eingeworfen. In der Sternstraße / Ludwigstraße wurde ein Fahrzeug in Brand gesetzt.

Gegenstände wurden auf Fahrbahnen gezogen, und es erfolgten Flaschen-, Stein- und Böllerwürfe insbesondere auf die Einsatzkräfte der Polizei. Drei Beamte einer Polizeieinheit wurden durch Flaschenwürfe an der Schulter bzw. durch Angriff gegen die Hand leicht verletzt, versahen ihren Dienst aber sofort weiter. Gegen 00:30 Uhr nahmen Polizeibeamte an der Sternbrücke eine Person vorläufig fest, die Grillanzünder dabei hatte.

Gegen 00:45 Uhr zog sich eine Person in der Max-Brauer-Allee in Höhe der Tankstelle durch einen Flaschenwurf eine Kopfplatzwunde zu. Um 00:43 Uhr nahmen Einsatzkräfte erneut eine Person wegen Landfriedensbruchs fest, zwei weitere folgten um 00:48 Uhr wegen Flaschenwurfs im Bereich Schanzenstraße/Schulterblatt, die nächste um 00:51 Uhr Lippmannstraße wegen Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte und Amandastraße nach Flaschenwurf.

Um 00:53 Uhr griffen in der Holstenstraße/Scheplerstraße 15 bis 20 Personen Polizeibeamte an. Sie beschädigten ein Einsatzfahrzeug der Polizei, die Beamten blieben unverletzt. Ein Einsatzfahrzeug der Feuerwehr hatte durch einen Flaschenwurf eine beschädigte Frontscheibe. An einem Modeladen in der Schanzenstraße/Schulterblatt warfen Störer eine Scheibe ein. Um 01:03 Uhr befanden sich noch ca. 200 Störer im Bereich Neuer Pferdemarkt, weitere 450 im Bereich Sternschanze/Altonaer Straße/Kleiner Schäferkamp.

Einsatzkräfte nahmen um 01:05 Uhr in der Altonaer Straße eine Frau nach Flaschenwurf vorläufig fest, eine weitere Person wurde nach dem Zünden eines pyrotechnischen Gegenstandes in Gewahrsam genommen. Um 01:06 Uhr zogen Störer beim Bahnhof Schlump Gegenstände, darunter auch Verkehrszeichen, auf die Fahrbahn. 200 Gewaltgeneigte sammelten sich im Kleinen Schäferkamp, es folgten massive Flaschen- und Steinwürfe auf die Einsatzkräfte der Polizei. In dem Bereich brannte ein Müllcontainer, wiederholt wurden Gegenstände auf die Fahrbahn gezogen sowie angezündet und geparkte Fahrzeuge teils durch Feuer beschädigt. In der Felix-Dahn-Straße/Moorkamp zündeten 20 Störer ein Fahrzeug und Briefkästen an.

Einsatzkräfte gingen gegen die Gruppen vor und konnten um 01:43 Uhr in der Schäferkampsallee/Hohe Weide drei Personen (18, 19, 28) nach Verdacht der Brandstiftung vorläufig festnehmen. Ihnen wird vorgeworfen, im Moorkamp einen Pkw Mercedes Benz in Brand gesetzt zu haben. Der Pkw brannte komplett aus. Zudem hatten sie versucht, einen BMW und einen VW Lupo in Brand zu setzen. Polizeibeamte konnten dies verhindern. An einem abgestellten Roller entstand ein Brandschaden.

Die beiden 18 und 28 Jahre alten Tatverdächtigen wurden einem Haftrichter vorgeführt. Der 19-Jährige wurde nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen entlassen, da keine Haftgründe vorlagen. Um 01:47 Uhr erfolgte eine weitere Festnahme Schanzenstraße/Kampstraße nach Flaschenwurf. Am Neuen Pferdemarkt hielten sich zu diesem Zeitpunkt bis zu 150 gewaltbereite Personen auf. Um 02:14 Uhr erfolgten im Bereich Susannenstraße/Schanzenstraße zwei vorläufige Festnahmen nach Körperverletzung und zwei weitere auf dem Heiligengeistfeld nach Beleidigung.

Gegen 02:20 Uhr hielten sich noch etwa 350 Personen, überwiegend Partygänger, im Bereich des Schanzenviertels auf. Gegen 02:50 Uhr nahmen Polizeibeamte in der Bartelsstraße vier Personen nach Verdacht der Brandstiftung vorläufig fest.#

Insgesamt wurden 42 Personen vorläufig festgenommen. Drei Personen wurden in Gewahrsam genommen. Keine der fest- oder in Gewahrsam genommenen Personen wohnt im Schanzenviertel. Es wurden vier Platzverweise und 23 Aufenthaltsverbote erteilt. Elf Polizeibeamte sowie drei Privatpersonen wurden leicht verletzt.

Es waren rund 2.300 Polizeibeamte im Einsatz.