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Posts Tagged ‘Drogen’

Heilbronn/Graz: Führendes Mitglied der “Hell Angels” im Gefängnis

03.09.2010 - 16:12 JvdR No comments

Der seit dem 19.06.2010 flüchtige und mit europäischem Haftbefehl gesuchte 48-Jährige, der am 24.08.2010 in Graz/Österreich festgenommen werden konnte, wurde am Freitag an der österreichischen Grenze den deutschen Behörden übergeben und durch Beamte eines Spezialeinsatzkommandos der Polizei zur Vorführung zum Amtsgericht Heilbronn gebracht.

Nach der Eröffnung des Haftbefehls am Freitagnachmittag wurde der 48-jährige mutmaßliche Rauschgifthändler in eine Justizvollzugsanstalt eingeliefert.

Salzburg/Werfenweng: Messerstecherei wegen Drogen

29.08.2010 - 20:50 JvdR No comments

Am 28.08.2010 gegen Mitternacht kam es in einer Wohnung in Werfenweng zwischen zwei Kontrahenten zu einem heftigen Streit. Ein 24-jähriger Suchmittelabhängiger Mann aus Bischofshofen wollte von einem ebenfalls im Drogenmilieu bekannten 21-jährigen Mann aus Werfenweng Suchtmittel. Dabei kam es zu einem Handgemenge.

Eine ebenfalls anwesende 21-jährige Frau aus Salzburg ging vorerst mit Faustschlägen gegen den Mann aus Bischofshofen vor, um ihren Freund zu befreien. Nachdem sie es nicht schaffte, holte sie aus der Küche ein Messer und stach mehrmals auf den Bischofshofener ein. Der erlitt dabei am rechten Unterarm und im Bauchbereich mehrere Stichverletzungen und wurde dabei schwer verletzt. Er wurde vom roten Kreuz ins Krankenhaus Schwarzach gebracht.

Die junge Frau verantwortete sich in Notwehr gehandelt zu haben. Sämtliche handelnde Personen sind einschlägig im Suchtgiftmilieu bekannt.

Der Staatsanwalt der Staatsanwaltschaft Salzburg ordnete Anzeige auf freiem Fuß an.

Celle/Hambühren: Streitigkeiten enden mit Messerstich

19.08.2010 - 21:43 HA No comments

Am gestrigen Nachmittag mussten die Beamten der Celler Polizei einen äußerst kuriosen Fall aufnehmen. Eigentlich sollte ein Verkehrsunfall im Bereich der Heese- / Ecke Bredenstraße aufgenommen werden. Hier sollte es schon zu einem Menschenauflauf gekommen sein und Personen würden aufeinander einschlagen.

Nach ersten Recherchen begann das Ereignis aber schon mit einer Fahrt von Wietze nach Celle und endete mit einem Messerstich. Ein Mann aus Hambühren holte am Nachmittag seine wesentlich jüngere Freundin aus Wietze ab. Offensichtlich missfiel dies den anderen Familienangehörigen der junge Dame.

Sie verfolgten die beiden auf der Fahrt nach Celle. Nach einem kurzen Zwischenstopp mit wilden Beschimpfungen ging die Fahrt in Richtung Heese weiter. An der nachfolgenden Kreuzung musste er hinter einem Auto warten. Aus diesem Fahrzeug sprang ein junger Mann heraus, kam zum Auto des 59-jährigen und schlug durch das geöffnete Fenster auf ihn ein.

Eine auf der gegenüberliegenden Straßenseite befindliche Personengruppe griff in den Fall ein. Man zog den 26-jährigen Angreifer von seinem Opfer fort. Als er dann kurze Zeit später den eigentlicher Angreifer entdeckte, blutete dieser am Oberarm. Ein zu diesem Zeitpunkt noch unbekannter Mann hatte den Angreifer einen leichten oberflächigen Messerstich versetzt.

Noch am Abend konnte der Täter aber ermittelt werden. Dabei handelt es sich um einen 29-jährigen Celler. Bei diesem wurde später noch eine geringe Menge Betäubungsmittel in Form von Marihuana entdeckt. Warum er auf den 26-jährigen eingestochen hatte, müssen nun die weiteren polizeilichen Ermittlungen zeigen.

Insgesamt wurden drei Ermittlungsverfahren wegen Körperverletzung bzw. gefährlicher Körperverletzung und ein Verfahren wegen des Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz eingeleitet.

Zürich: Street Parade und Nachfolgeveranstaltungen – Bilanz der Stadtpolizei Zürich

16.08.2010 - 19:35 JvdR 1 comment

Der späte Abend und die Nacht im Rahmen der diesjährigen Street Parade verliefen ohne gravierende Zwischenfälle. Trotzdem waren die Einsatzkräfte mit mehreren tätlichen Auseinandersetzungen konfrontiert und es mussten diverse Einsätze geleistet werden. Die Stadtpolizei wurde am Abend und in der verregneten Nacht zu einzelnen Streitereien und Schlägereien, oder zu Personen gerufen, die wegen übermässigen Alkohol- und / oder Drogenkonsums Hilfe benötigten.

Die Auseinandersetzungen verliefen grösstenteils glimpflich und ohne schwerwiegende Verletzungsfolgen. Einige Male unterstützten die Polizeikräfte Sanitätsposten bei der Behandlung von renitenten Patienten. Die Stadtpolizei verhaftete im Verlauf des Samstages und in der darauf folgenden Nacht insgesamt 23 Personen im Alter zwischen 17 und 37 Jahren. Gründe für die Festnahmen waren: Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz, Körperverletzung, Taschendiebstahl und Widerhandlung gegen das Ausländergesetz.

Acht Männer und zwei Frauen wurden der Staatsanwaltschaft zugeführt, drei Männer aus Gambia, Guinea und dem Tschad müssen mit fremdenpolizeilichen Massnahmen rechnen, die restlichen Personen wurden nach erfolgten Befragungen wieder entlassen. Die Festgenommenen stammen aus Frankreich, Deutschland, Italien, Algerien, Somalia, Jamaika, der Türkei und der Schweiz.

Bereits am Nachmittag wurden bei Auseinandersetzungen zwei Männer am Kopf verletzt: Kurz nach 14.00 Uhr wurde ein 31-jähriger Deutscher am Utoquai beim Opernhaus von einer unbekannten Täterschaft niedergeschlagen und erheblich verletzt. Er musste mit verschieden Kopfverletzungen hospitalisiert werden. Bei einer weiteren Auseinadersetzung kurz nach 16.00 Uhr gerieten am Utoquai zwei Gruppen junger Männer aneinander. Dabei wurde ein 19-jähriger Schweizer durch einen Faustschlag verletzt und musste mit Kopfverletzungen ins Spital gebracht werden.

Der junge Mann konnte jedoch bereits wieder entlassen werden.

Die Polizei sucht in beiden Fällen Zeugen.

Die verschiedenen Fahndungsdienste machten folgende Sicherstellungen:

  • rund 25 Gramm Kokain
  • 40 Gramm Marihuana
  • 30 Gramm Speed
  • 400 Gramm GHB/GBL
  • 30 Dosen Ecstasy
  • rund 700 noch unbestimmte Tabletten, die als Ecstasy verkauft wurden

Im Weiteren stellten die Fahnder rund 4’400 Franken und 1’500 Euro sicher. Aus der Bevölkerung gingen bis heute Morgen nur vereinzelte Lärmklagen ein, die im direkten Zusammenhang mit der Street Parade standen. Ebenfalls erfreulich ist die Bilanz der Detektive der Abteilung Bewilligungen, die nur etwa ein halbes Dutzend Verzeigungen aussprechen mussten weil Verkaufsstände die vorgegebenen Auflagen nicht einhielten oder die nötigen Bewilligungen nicht vorhanden waren.

Verschiedene Diebe nützten die grossen Menschenansammlungen aus. Bis am Sonntagvormittag gingen rund zehn Anzeigen wegen Diebstählen von Portemonnaies, Rucksäcken und weiteren Gegenständen ein.

Hagen: Verurteiltem Geiselnehmer bekommt die Freiheit nicht

15.07.2010 - 19:32 JvdR No comments

Keine zwei Wochen, nachdem ein 21-jähriger Hagener vom hiesigen Landgericht wegen Beteiligung an einer Geiselnahme und weiterer Straftaten im Drogenmilieu zu einer dreieinhalbjährigen Haftstrafe verurteilt wurde, ereilten ihn die Schatten der Vergangenheit. Nach dem Urteil wurde der junge Mann bis zum Haftantritt auf freien Fuß gesetzt.

Zuvor saß er von Ende Januar 2010 bis zur Hauptverhandlung wegen der mit großer Brutalität ausgeführten Geiselnahme und mehrerer Delikte im Rauschgiftbereich gemeinsam mit seinen Mittätern in Untersuchungshaft. Am Dienstag wurde er in den Nachmittagsstunden durch Beamte des Hagener Rauschgiftkommissariates im Bereich Kabel angetroffen. Diesmal war er als “Bodyguard” bei einem Rauschgifttransport eingesetzt.

Transportiert wurden mehrere Portionspackungen im Auftrag eines ebenfalls einschlägig bekannten 29-jährigen Hageners durch einen 26-jährigen Mann aus Wehringhausen. Der 21-Jährige begleitete den Transporteur, um sicherzustellen, dass die Drogen beim potentiellen Empfänger und der illegale Erlös beim Auftrageber ankommen.

Allein das Begehen dieser Straftat nach der noch “frischen Verurteilung” beschleunigte die Rückkehr des 21jährigen hinter schwedische Gardinen erheblich. Womit er allerdings nicht gerechnet hatte, waren die erfolgreichen Ermittlungen der Kriminalpolizei während der Zeit seiner Untersuchungshaft. Den Kripobeamten gelang es, einen Raubüberfall aus dem Jahr 2007 aufzuklären. Seinerzeit zwang der skrupellose Mann gemeinsam mit einem Mittäter, der schon seit geraumer Zeit in Haft sitzt, kurz vor Mitternacht auf offener Straße eine völlig ahnungslose 40-jährige Frau unter Vorhalt einer Schusswaffe zur Herausgabe ihrer Wertsachen.

Durch Aussagen und Zusammenfügen von Spuren konnte der Ganove der Tat überführt werden. Er wurde am Mittwoch einer Richterin vorgeführt, die erließ einen Haftbefehl gegen ihn, der direkt vollstreckt wurde. Somit kehrte der 21-Jährige bei bestem Sommerwetter schneller in das Gefängnis zurück
als er sich wohl ausgemalt hatte.

Die beiden Mittäter aus dem aktuellen Rauschgiftgeschäft wurden nach Durchführung weiterer Maßnahmen in Absprache mit der Staatsanwaltschaft entlassen.

Eschwege: Vergewaltigung – 31-jähriger Täter festgenommen

01.07.2010 - 14:23 JvdR No comments

Eine 18-jährige Frau aus Eschwege wurde in der Nacht von Sonntag auf Montag (27./28.06.10) zwischen 02.00 Uhr und 03.00 Uhr von einem ihr unbekannten Täter vergewaltigt. Die Tat geschah in der Eisenbahnstraße in Höhe der Kleingartenanlage in Eschwege. Der Täter näherte sich der 18-jährigen Frau von hinten, griff ihr mit einer Hand um den Hals und hielt ihr mit der anderen Hand Mund und Nase zu.

Er drohte ihr, sie “kalt” zu machen, falls sie schreien würde. Danach warf er die junge Frau zu Boden und vergewaltigte sie mehrfach. Die 18-jährige erlitt durch die Tat mehrere Verletzungen am ganzen Körper. Nach der Vergewaltigung verschwand der Mann in Richtung Eschweger Innenstadt.

Am darauf folgenden Tag erstattete die Geschädigte Anzeige bei der Eschweger Polizei. Aufgrund der Täterbeschreibung und umfangreicher polizeilicher Ermittlungen fiel der Tatverdacht auf einen 31-jährigen Mann aus Eschwege. Der Tatverdächtige, der bereits mehrfach polizeilich in Erscheinung getreten ist, ist zudem als drogen- und alkoholabhängig, bekannt.

Da er an seiner Wohnanschrift nicht angetroffen werden konnte, fahndete die Polizei intensiv nach dem Mann, der am 29.06.10 von der Polizei im Bereich des Werratalsees festgenommen werden konnte.

Bei seiner anschließenden Vernehmung gestand er gestern die Tat. Er wurde danach auf Antrag der Staatsanwaltschaft Kassel dem zuständigen Haftrichter vorgeführt, durch den ein Untersuchungshaftbefehl erlassen wurde. Der Beschuldigte steht außerdem im Verdacht, am 09.06.10, gegen 17.45 Uhr eine junge Frau am Werratalsee mit einer abgebrochenen Flasche bedroht zu haben.

Da der 31-jährige Mann sich aufgrund seiner Alkohol- und Drogensucht sehr oft in einem aggressiven Zustand befand, kann nicht ausgeschlossen werden, dass er in den letzten Wochen weitere Frauen (sexuell) belästigt hat.

Hinweise darüber erbittet die Polizei Eschwege unter 05651/925-0.

Der Täter ist ca. 180 cm groß, von kräftiger Gestalt und hat blonde, kurzgeschnittene Haare. Auffällig ist eine Tätowierung auf dem rechten Oberarm. Er trug zudem meistens eine Base-Cap.

Frankfurt am Main: Sänger der Gruppe “Böhse Onkelz” am Landgericht Frankfurt angeklagt

01.07.2010 - 11:05 JvdR No comments

Die Staatsanwaltschaft hat gegen den 45-jährigen Sänger (Kevin Russell) der Gruppe Böhse Onkelz im Zusammenhang mit dem Verkehrsunfall am 31.12.2009 Anklage erhoben und zwar wegen der besonderen Bedeutung des Falles vor dem Landgericht. Der 46-jährige Ire ist angeschuldigt, eine fahrlässige Straßenverkehrsgefährdung, eine fahrlässige Körperverletzung und eine Unfallflucht begangen sowie über den Verdächtigen einer Straftat getäuscht zu haben.

Nach den durchgeführten Ermittlungen ist er hinreichend verdächtig, am 31.12.2010 mit einem auf eine andere Person zugelassenen Audi A 8 die Bundesautobahn 66 auf der rechten Fahrspur mit einer Geschwindigkeit von etwa 230 km/h befahren zu haben, obwohl er unter dem Einfluss von Kokain, Methadon, Diazepam stand und deshalb nicht mehr fahrtüchtig war. Infolgedessen berührte er einen vor ihm mit ca. 100 km/h fahrenden PKW an der hinteren linken Seite, wodurch beide Fahrzeuge ins Schleudern gerieten und gegen die Leitplanke prallten.

Dadurch geriet das andere Fahrzeug in Brand und wurde zerstört. Es entstand ein Sachschaden von 5000,- €. Fahrer und Beifahrer erlitten schwere Verletzungen, die längere Krankenhausaufenthalte erforderlich machten. Der Fahrer trug Verbrennungen an mehreren Körperstellen, eine Leberblutung, eine Milzruptur sowie eine Verletzung der linken Niere davon. Dem Beifahrer musste neben erlittenen Verbrennungen eine Hand samt Handgelenk amputiert werden.

Der Angeschuldigte soll kurz auf das brennende Fahrzeug geschaut und dann zu Fuß die Unfallstelle verlassen haben.

Am 1.1.2010 soll er gegenüber einem Polizeibeamten eine andere Person als Unfallfahrer bezeichnet haben, die sich auch selbst mit dem Manager des Angeklagten bei der Polizei als Fahrer ausgegeben hatte. Soweit in der Öffentlichkeit auch die Tatbestände der Tötung durch Unterlassen und der unterlassenen Hilfeleistung erörtert worden waren, so haben die Ermittlungen insoweit ergeben, dass der Angeschuldigte die Unfallstelle erst verlassen hat, als bereits Ersthelfer vor Ort waren.

Daher musste er nicht davon ausgehen, dass er die Unfallopfer in einer hilflosen Lage zurücklassen werde.

Heilbronn/Biberach: Clubhaus der “Hells Angels” durchsucht – führendes Mitglied flüchtig

30.06.2010 - 14:53 Moderator No comments

In Zusammenarbeit mit dem Spezialeinsatzkommando Baden-Württemberg und der Hundeführerstaffel Offenau durchsuchten Beamte der Heilbronner Kriminalpolizei am Dienstagvormittag das Clubheim der Rockergruppe “Hells Angels” in Heilbronn-Biberach. Schon am Samstag, 19.06.2010 waren nach umfangreichen Ermittlungen und Observationen die 37-jährige Ehefrau eines derzeit noch flüchtigen 48-jährigen führenden Mitgliedes der “Hells Angels” und deren 58-jähriger Vater nach einer Drogenbeschaffungsfahrt ins Ausland festgenommen worden.

Konkret ging es um den Kauf und Vertrieb von über einem Kilogramm Kokain, das die Fahnder auf der Autobahn bei der Festnahme des 58-Jährigen sicherstellen konnten.

Ausgangspunkt der Aktion war das Auffinden einer sogenannten “Indoorplantage” Mitte Mai 2010 in Untereisesheim. In einer Halle wurden über 200 fast erntefähige Cannabispflanzen mit einer Größe von bis zu 1,20 m aufgefunden. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft wurde gegen die beiden 38 und 32 Jahre alten Tatverdächtigen durch das Amtsgericht Heilbronn Haftbefehl erlassen.

Die beiden Männer wurden in eine Justizvollzugsanstalt eingeliefert. Einer der mutmaßlichen Betreiber dieser Anlage stammt aus dem Umfeld der Heilbronner “Hells Angels”. Dieser Ermittlungsansatz führte rasch auf die Spur weiterer Drogendelikte. So gelang es, durch verdeckte polizeiliche Maßnahmen und Observationen Erkenntnisse über die am 19.06.2010 stattgefundene Beschaffungsfahrt zu erlangen, wobei der festgenommene 58-Jährige als Kurier tätig war.

Noch während Vater und Tochter im Bereich Heilbronn festgenommen werden konnten, wurde der noch gesuchte 48-Jährige, der sich zu dieser Zeit auf einer Motorradausfahrt befand, vermutlich von anderen Mitgliedern der “Hells Angels” über die laufenden polizeilichen Maßnahmen in Kenntnis gesetzt, so dass er untertauchen konnte und sich derzeit an einem unbekannten Ort aufhält.

Ebenfalls am 19.06.2010 wurden auf Grund vorliegender Durchsuchungsbeschlüsse des Amtsgerichtes Heilbronn drei Wohnungen aus dem Umfeld des derzeit flüchtigen Rockers durchsucht. Neben einer Vielzahl von Beweismitteln im Zusammenhang mit Drogendelikten wurden auch eine niedrige vierstellige Bargeldsumme sowie mehrere illegale scharfe Kurz- und Langwaffen samt dazugehörender Munition sichergestellt.

Am Dienstagvormittag wurden gemäß Beschluss des Amtsgerichtes Heilbronn das Clubheim der “Hells Angels” in Heilbronn-Biberach sowie eine Wohnung und ein Tattoo-Studio in Ansbach durchsucht. Diese Durchsuchungsmaßnahmen standen im Zusammenhang mit den Ermittlungen gegen einen mutmaßlichen Drogenabnehmer des flüchtigen Rockers. Bei ihm handelt es sich um ein in Ansbach wohnhaftes Mitglied des Heilbronner “Hells Angels MC”.

Zur Verhinderung von etwaigen Übergriffen durch andere Mitglieder wurde diese Durchsuchungsaktion durch Kräfte des Spezialeinsatzkommandos Baden-Württemberg abgesichert.

Die Ermittlungen dauern derzeit noch an. Die Fahndung nach dem flüchtigen 48-jährigen, der mutmaßlich als Drahtzieher der Drogenverstöße anzusehen ist, läuft auf Hochtouren.

Hannover/Vahrenwald: 25-Jähriger mit Machete angegriffen

21.06.2010 - 14:04 JvdR No comments

Ein 29 Jahre alter Mann hat gestern gegen 15:40 an der Seydlitzstraße (Vahrenwald) versucht einen 25-jährigen Bekannten bei Streitigkeiten mit einer Machete anzugreifen. Das Opfer blieb bei dem Angriff unverletzt. Polizeibeamte haben den Tatverdächtigen vorläufig festgenommen.

Zwischen dem mutmaßlichen Täter und dem Opfer war es aus bislang unklaren Gründen auf dem Gehweg der Seydlitzstraße zu einem Streit gekommen, in dessen Verlauf beide Männer gegenseitig aufeinander einschlugen. Im weiteren Verlauf nahm der 29-Jährige dann eine mitgeführte Machete und versuchte das 25 Jahre alte Opfer damit zu schlagen.

Der 25-Jährige wurde jedoch nicht getroffen und blieb unverletzt.

Als eine ebenfalls anwesende 26-jährige Zeugin die Polizei alarmierte, flüchtete der Angreifer. Die eingesetzten Beamten konnten den Täter nach ersten Ermittlungen in einer Wohnung an der Dörnbergstraße antreffen und vorläufig festnehmen. Die zuvor weggeworfene Machete fanden die Beamten zusammen mit Betäubungsmitteln verpackt in einer Plastiktüte in einem Hinterhof in der Nähe des Tatortes.

Bei einer anschließenden Durchsuchung der Wohnung des Tatverdächtigen entdeckten die Ermittler insgesamt 75 Gramm (g) Marihuana, 13 g Amphetamine sowie eine Schreckschusspistole. Die Polizei ermittelt gegen den 29-Jährigen wegen versuchter gefährlicher Körperverletzung, Bedrohung und Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz.

Der Tatverdächtige, der bereits mehrfach wegen Rohheits-, Eigentumsdelikten sowie Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz polizeilich in Erscheinung getreten ist, wird heute einem Haftrichter vorgeführt.

Essen: Polizeibeamter unter Verdacht – Staatsanwaltschaft und Polizei Essen ermitteln

02.05.2010 - 14:47 JvdR No comments

Ein Beamter der Essener Polizei steht unter Verdacht, gegen das Betäubungsmittel-Gesetz verstoßen, sowie dienstliche Informationen weitergegeben zu haben. Weiterhin wird der Vorwurf der Strafvereitelung im Amt geprüft.

Nachdem Hinweise auf ein Fehlverhalten des Beamten bei der Essener Polizei eingegangen waren, wurden zusammen mit der Staatsanwaltschaft Essen Ermittlungen gegen den Polizisten aufgenommen. Diese führten am Freitag (30. April) zu Durchsuchungen und zur vorläufigen Festnahme des 39-Jährigen.

Eine mögliche Zusammenarbeit des Polizisten mit der Rockergruppierung “Bandidos” wird derzeit geprüft. Der Beamte wurde von seinen Dienstpflichten entbunden.

Karlsruhe/Waldstadt: Zwei Jugendliche nach schwerem Raub in Haft

27.04.2010 - 22:39 JvdR No comments

450 Euro Bargeld und eine Bankkarte erbeuteten zwei 15-Jährige mit Hilfe weiterer Tatgenossen bereits am Donnerstagabend des 8. April in der Karlsruher Waldstadt. Gegen die Beiden ordnete der zuständige Haftrichter am Wochenende auf Antrag der Karlsruher Staatsanwaltschaft die Untersuchungshaft an.

Gegen zwei weitere Mittäter aus dem engeren Täterkreis sowie weitere mit Teleskopschlagstöcken und Baseballschlägern bewaffneten beteiligten Personen sind die Ermittlungen derzeit im Gange.

Der Sachverhalt war der Polizei erst am Samstag, dem 17. April, bei der Aufnahme eines Wohnungseinbruchs bekannt geworden. Nach ersten Erkenntnissen von Polizei und Staatsanwaltschaft hatte ein 15-jähriger Haupttäter am Tattag den ihm von einem gemeinsamen Heimaufenthalt bekannten 19-jährigen Geschädigten vor die Tür gebeten und die Herausgabe von 100 Gramm Marihuana oder Bargeld in vergleichbarem Wert gefordert.

Als er den Besitz von Drogen verneinte, rief der 15-jährige Täter die aus mindestens 10 Personen bestehende Gruppe Bewaffneter hinzu. Unter massiver Drohung von Schlägen drangen die jungen Männer in die Wohnung ein, in der sich auch die Großmutter des Angesprochenen aufhielt.

Die 78-Jährige wurde festgehalten und in ein Zimmer gedrängt. In der Folge durchsuchten die Tatverdächtigen das Objekt nach Bargeld und entnahmen aus dem Geldbeutel der Seniorin 450 Euro sowie eine Bankkarte, mit der sie später weitere 1000 Euro erlangten. Nach einem erfolglosen Fluchtversuch des 19-jährigen Geschädigten schlugen ihn die Täter noch.

Dabei erlitt er mittelschwere Verletzungen. Als mögliches Tatmotiv stehen frühere Drogengeschäfte von einem der Haupttäter und dem 19-jährigen Geschädigten im Raum.

Hamburg: Bekämpfung der Organisierten Kriminalität – Sicherstellung von Kokain im Wert von rund 40 Millionen Euro und sieben Festnahmen

13.04.2010 - 22:59 JvdR No comments

Zeit: Seit Ende 2009
Orte: 12 Objekte in Hamburg, ein Objekt in Norderstedt, vier Objekte in Lage, eines in Rietberg und ein Objekt in Bad Salzuflen (alle NRW)

Die Hamburger Staatsanwaltschaft und die Abteilung Organisierte Kriminalität (LKA 6) im Hamburger Landeskriminalamt ermitteln gegen sieben Männer im Alter von 27 bis 35 Jahren und weitere Tatverdächtige wegen des Verdachts des Handels mit Kokain. Die Ermittlungen fanden gestern ihren vorläufigen Abschluss mit der Vollstreckung von 19 Durchsuchungsbeschlüssen und der Festnahme von sieben männlichen Beschuldigten im Alter von 29 bis 35 Jahren.

Ursprung für dieses Verfahren waren Ermittlungen gegen eine überregional agierende Tätergruppe, die im November 2009 zu Festnahmen und der Sicherstellung von drei Kilogramm Kokain führten. Aus den in diesem Ermittlungskomplex gewonnen Erkenntnissen ergaben sich Hinweise auf eine weit verzweigte Struktur von Tatverdächtigen, die sich von Hamburg aus im großen Stil am internationalen Handel mit Kokain beteiligte.

Die Fahnder fanden heraus, dass in Paraguay ansässige Drogenhändler aus Sägemehl und Holzkleinteilen Holzbriketts herstellten und diese in Kartons verpackt per Schiff nach Hamburg verschickten. Beigepackt waren diesen Sendungen größere Mengen Kokain, die per Schiff von Asuncion (Paraguay) nach Hamburg gelangten.

Die beauftragten Transportgesellschaften in Paraguay, Hamburg und in Ostwestfalen wussten nichts von diesen Beipacks. Ein 35-jähriger Peruaner wird beschuldigt, diese Lieferungen an einen 31-jährigen Hamburger, der in Palu (Türkei) geboren ist, versandt zu haben. Der 31-Jährige leitete Teile des Kokains weiter in die Niederlande und verkaufte es an weitere Abnehmer in Hamburg. Zwei dieser Abnehmer konnten bereits Ende 2009 in Hamburg festgenommen werden.

In Zusammenarbeit mit der OK-Abteilung der Staatsanwaltschaft Hamburg wurden weitreichende kriminaltaktische Maßnahmen angewandt, um weitere Erkenntnisse zu erlangen. Die Tatbeteiligten wandten hohe Energie auf, um ihre Taten zu tarnen. Sie sandten zwischen November 2009 und März 2010 sechs Container mit 20 Tonnen Holzbriketts nach Hamburg – ohne Beipack von Kokain. Parallel dazu liefen jedoch Vorbereitungen für den Erhalt einer weiteren großen Lieferung.

Hierbei wurden die beiden Haupttatverdächtigen von ihren Mittätern unterstützt. Die Holzbriketts wurden trotz ihres Warenwertes vermutlich überwiegend in den Niederlanden als Müll entsorgt. Sowohl die Fahnder des LKA 63 als auch die Beschuldigten warteten zunehmend elektrisiert auf die Ankunft des siebten Containers, der am 12.04.2010 im Hamburger Hafen von Polizei und Zoll kontrolliert wurde.

31 der insgesamt 32 Paletten waren nicht nur mit Holzbriketts, sondern auch mit ein bis drei Paketen Kokain pro Karton beladen. Das Kokain war sehr professionell verpackt. Die Holzbriketts waren in der Mitte aufgesägt, das Kokain wurde eingebracht und anschließend wurden die Briketts mit Heißkleber verschlossen. Die Fahnder stellten 1.244 Pakete mit unverschnittenem Kokain sicher. Durchgeführte Schnellanalysen ergaben einen sehr hohen Reinheitsgehalt.

Bei dem zugrunde gelegten Kaufpreis von 30.000 Euro pro Kilogramm ergibt das einen Verkaufswert von 39,9 Millionen. Damit handelt es sich um die größte bisher in Deutschland sichergestellte Menge Kokain.

Unmittelbar nach dem Auffinden erfolgte der Aufschlag. Zeitgleich wurden 19 Objekte durchsucht, die Beschuldigten wurden zum Teil an ihren Wohnanschriften vorläufig festgenommen und dem Amtsgericht Hamburg zugeführt, das heute gegen sechs Beschuldigte Haftbefehl erließ.

Die Durchsuchungen führten zur Sicherstellung weiterer Beweismittel und der Beschlagnahme erheblicher Vermögenswerte. Bei einem 28-jährigen Beschuldigten in Hamburg-Hamm wurden insgesamt 450.000 Euro Bargeld gefunden, außerdem wurden drei Daimler Benz sowie
Breitling- und Rolexuhren sichergestellt. Dieser Erfolg konnte nur durch die engagierte und intensive Zusammenarbeit mit der Staatsanwaltschaft Hamburg und des Zollfahndungsamtes erreicht werden.

An dem Einsatz waren mehr als 200 Beamte beteiligt.