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München/Bundesweit: Finger weg von dubiosen Nebenjobs!

06.05.2010 - 15:09 Moderator No comments

Getarnt als harmloses Stellenangebot versuchen derzeit unbekannte Betrüger, mit Annoncen in Tageszeitungen arglose Bürger als “Finanzagenten” anzuwerben. Darauf eingegangen, würden sich Arbeitssuchende der Gefahr eines Strafverfahrens wegen Geldwäsche aussetzen.

Die Kripo Coburg ermittelt derzeit gegen die Verantwortlichen einer Stellenannonce, die Ende April mehrmals in einer Coburger Tageszeitung erschienen ist. In dieser Anzeige unter der Rubrik Stellenangebote wird ein Nebenjob/Heimarbeit angeboten. Für weitere Infos ist die Emailadresse

kallesch1@hotmail.com

angegeben. Nachdem ein Zeuge sein Interesse an dieser Tätigkeit bei der angegebenen Adresse bekundet hatte, erhielt er eine umständlich geschilderte Beschreibung seiner künftigen Tätigkeit, die sich letztlich darin erschöpft, für eine Person im Ausland auf das eigene Konto Gelder einzusammeln und diese dann per Western Union an die Auftraggeber ins Ausland zu überweisen.

Hierfür wurde dem Interessenten dann eine gewisse Provision versprochen. Der Anzeigenerstatter reagierte völlig richtig und schickte die Beschreibung dieser ominösen Tätigkeit umgehend an die Kriminalpolizei.

Die Kripo warnt eindringlich vor derartigen Nebenjobs. Bei den eingesammelten Beträgen würde es sich nämlich vermutlich um betrügerisch erlangtes Geld handeln und der jeweilige Kontoinhaber wäre somit unbewusst und ungewollt zum Geldwäscher geworden.

[Update 09.04.2010] Ortenaukreis/Kappel-Grafenhausen: Fall Hilß – Haftbefehl gegen Ehefrau aufgehoben

09.04.2010 - 16:28 Moderator No comments

Die Schwurgerichtskammer des Landgerichts Freiburg hat den Haftbefehl gegen Waltraud Gruseck mit Beschluss vom 09.04.2010 aufgehoben. Nach dem derzeitigen Stand der Ermittlungen bestehe kein dringender Tatverdacht, dass die Beschuldigte ihren Mann Hermann Hilß vorsätzlich getötet habe.

Die Todesursache stehe bisher nicht fest. Auch sei nach dem Ergebnis der Ermittlungen durchaus denkbar, dass Hermann Hilß eine Behandlung nach den Grundsätzen der Schulmedizin eigenverantwortlich abgelehnt habe. Aus zahlreichen Schriftstücken, bei denen nach dem derzeitigen Stand der Ermittlungen davon auszugehen sei, dass sie von der Beschuldigten während der Zeit des Zusammenlebens mit Hermann Hilß verfasst worden seien, ginge im übrigen hervor, dass die Beschuldigte ihren Mann aufwändig
gepflegt habe.

Die Art der Leichenbeseitigung und die vielfältige Täuschung von Polizei und Dritten sprächen nicht zwingend dafür, dass die Beschuldigte ein von ihr begangenes Tötungsdelikt habe verdecken wollen. Vielmehr seien andere Motive vorstellbar.

Denkbar sei insbesondere, dass die Beschuldigte lediglich den – von ihr nicht gewollten – Tod ihres Mannes aus finanziellen Gründen und aus Angst vor Vorwürfen Dritter verheimlichen wollte.

[Update 26.03.2010] Ortenaukreis/Kappel-Grafenhausen: Fall Hilß – Hermann Hilß ist tot/Ehefrau hat Mann verbrannt

26.03.2010 - 10:50 Moderator No comments

Rund fünf Monate nach der Vermisstenanzeige, wochenlangen intensiven Ermittlungen der Staatsanwaltschaft und der Kriminalpolizei und nach dem Fund von menschlichen Knochen in der Elz hat seine Frau ihr bisheriges Schweigen teilweise aufgegeben. In einer kurzen schriftlichen Erklärung bestätigte sie nun, dass Hermann Hilß gestorben sei. Sie bestätigte auf Vorhalt, die Leiche zunächst mit Beton übergossen und später wieder herausgeholt und verbrannt zu haben.

Dies sei ihr nicht vollständig gelungen. Asche und Knochenreste habe sie deshalb vor dem Haus auf die Elz verstreut. Ihren Angaben zufolge habe sie damit einem Wunsch des Verstorbenen entsprochen.

Trotz dieser Angaben sind die Ermittlungen aber bei weitem nicht abgeschlossen. So gilt es, die Erklärungen der Frau durch weitere Sachbeweise zu überprüfen. Insbesondere werden weitere Leichenteile gesucht. Auch die DNA-Untersuchungen sind noch nicht abgeschlossen. Und es sind noch weitere Vernehmungen zu führen.

Nach wie vor keine Angaben macht die Beschuldigte zum Sterbevorgang selbst. Die Ermittler überprüfen deshalb weiter, welchen Beitrag die Frau zum Tod von Hermann Hilß geleistet hat. Und auch das Motiv für ihr Tun ist trotz ihrer Aussage immer noch verschwommen. Die 54-Jährige befindet sich weiterhin in Untersuchungshaft.

[Update 25.03.2010-2] Ortenaukreis/Kappel-Grafenhausen: Fall Hilß – Knochenteile gefunden

25.03.2010 - 15:25 Moderator No comments

Auf der Suche nach Spuren von Hermann Hilß (70) hat die Kriminalpolizei am Donnerstag im Bereich der Häuser von Hermann Hilß nochmals die Elz abgesucht. Dabei wurden von Kripo und Gerichtsmediziner unmittelbar vor dem Haus zahlreiche Knochteile menschlichen Ursprungs gefunden. Ob sie tatsächlich von dem Vermissten stammen, müssen erst die weiteren Untersuchungen ergeben.

Hintergrund der jüngsten Aktion war ein Fund vom vergangenen Donnerstag. Da hatten Taucher der Wasserschutzpolizei in der Elz zunächst einen Knochenrest gefunden, der wohl tierischer Herkunft ist. Es wurden in unmittelbarer Nähe des Hauses des Vermissten damals aber auch größere und kleinere Mauerbruchstücke aus der Elz geholt, die nach Einschätzung der Ermittler aus dem Haus von Hermann Hilß stammen. Nicht auszuschließen, dass der Mann zuvor tot hinter einer Mauer gelegen hatte.

Mit einem Sieb waschen Kriminaltechniker den Grund aus

Zusammen mit diesem Material war ein zweites Knochenstück aus dem Fluss geborgen worden, das nach Auskunft der Rechtsmediziner eindeutig menschlichen Ursprungs ist. Deshalb wurde in Absprache mit den Behörden und den Nutzern der Elz ab Mittwochabend der Hauptstrom des Wassers bei Riegel in den Leopoldskanal abgeleitet. Über Nacht sank der Wasserspiegel, so dass ab dem frühen Morgen eine Suche auch ohne´Tauchgerät möglich wurde.

Spurentafeln in der Elz markieren Fundstellen

Bereits am Dienstag dieser Woche hatten Gerichtsmediziner und ein Sachverständiger einen Kachelofen im Haus des Vermissten genau unter die Lupe genommen und Teile davon zu Untersuchungszwecken ausgebaut. Hintergrund dieser Aktion war unter anderem, dass Nachbarn Ende 2009 schwarzen Rauch gesehen und gleichzeitig über einen üblen Geruch wahrgenommen hatten. Aber auch, dass der Knochen, den man gefunden hatte, Spuren von Feuer auf wies.

Neben der Suche in der Elz laufen natürlich weitere Maßnahmen. So durchsuchten Kräfte der Bereitschaftspolizei unterhalb der jetzigen Fundstellen die Elz und unterstützten zudem die Ermittlungsgruppe, die zur gleichen Zeit in der Nähe ein Haus der Ehefrau näher in Augenschein nahm.

Die Frau befindet sich bekanntlich seit zwei Wochen in Untersuchungshaft. Die Justiz wirft ihr Totschlag durch Unterlassen, Mittelbare Falschbeurkundung und Betrug vor. Die 54-Jährige hatte bekanntlich in der Vergangenheit nicht nur mit einem Doppelgänger einen Notar und eine Anwältin getäuscht. Vielmehr ließ sie alle Suchmaßnahmen der Polizei ins Leere laufen und versuchte das tatsächliche Geschehen zu verschleiern.

Bekannten bat sie immer wieder um die unterschiedlichste Hilfsdienste. So ließ sie sich zu den unterschiedlichsten Plätzen fahren, schickte die Leute aber auch zum Einkaufen oder bat sie um andere Unterstützung. Auf diesem Weg besorgte sie sich auch Baugerät und Baumaterial, mit dem möglicherweise Spuren im Haus beseitigt werden sollten. Teilweise sollten die Bekannten aber auch Gegenstände aus dem Besitz von Hermann Hilß aufbewahren.

Sie beraten das Ergebnis: Der Lahrer Kripochef Johannes Singler, Oberstaatsanwalt Michael Mächtel, Leitender Polizeidirektor Reinhard Renter, Ermittlungsgruppenleiter Bernd Kaiser, EG-Mitglied Andreas Siedler und Bürgermeister Jochen Paleit (v.l.)

So wissen die Ermittler, dass sie in Freiburg auf einem Parkplatz einem Mann eine Säge übergeben hat. Da diese Säge möglicherweise bei den Ermittlungen von Bedeutung sein kann und dieser Mann bislang noch nicht identifiziert werden konnte, bitten ihn die Ermittlungsbehörden, sich als Zeuge unter Telefon 07821/2770 bei der Kripo in Lahr zu melden.

[Update 25.03.2010-1] Ortenaukreis/Kappel-Grafenhausen: Fall Hilß – Weitere Ungereimtheiten

25.03.2010 - 10:03 Moderator No comments

Die Ermittlungsgruppe “Elz” suchte mit Kräften der Wasserschutzpolizei in der Elz in Kappel-Grafenhausen nach Spuren von Hermann Hilß (70). Dieser war Ende Oktober von einem besorgten Mitbewohner als vermisst gemeldet worden. Seither fehlt jede Spur von ihm.

Staatsanwaltschaft und Polizei gehen zwischenzeitlich davon aus, dass Hermann Hilß nicht mehr lebt. Seine Ehefrau (54) befindet sich unter anderem wegen Verdachts des Totschlags in Untersuchungshaft.

Verdächtige Ehefrau: Waltraud Gruseck

Die Ehefrau hatte nach einer Vermisstenanzeige Dritter alle Versuche der Polizei, mit ihrem Mann in Kontakt zu kommen, verhindert. Ein über eine Rechtsanwältin, bei der angeblich Herr Hilß und seine Ehefrau erschienen waren, für den 7. Dezember vereinbartes Treffen mit der Polizei ließ die Ehefrau platzen.

Nach und nach ergaben sich immer mehr Ungereimtheiten im Verhalten der Ehefrau. Ende Januar richtete die Polizeidirektion Offenburg deshalb bei der Kriminalpolizei in Lahr eine zehnköpfige Ermittlungsgruppe ein, die seither nicht nur über 250 Spuren verfolgt, sondern auch mehr als 7.600 Datensätze ausgewertet hat.

Dabei stieß man auch auf eine Maskenbildnerin, die im September 2009 von der Ehefrau und einem Fremden Besuch bekommen hatte. Diesen Mann richtete sie auftragsgemäß so her, dass er wie Hermann Hilß aussah.

Nach und nach stieß die Kriminalpolizei auf drei weitere Männer, die von der Ehefrau gefragt worden waren, ob sie sich für Hermann Hilß ausgeben würden. Doch diese hatten allesamt abgelehnt. Mitte März war es den Ermittlungsbehörden gelungen, das Double zu identifizieren. Der Mann gab inzwischen zu, jene Person gewesen zu sein, die bei der Maskenbildnerin war und am selben Vormittag noch als Hermann Hilß bei einem Notar auftrat.

Dort leistete er als Hermann Hilß auch Unterschriften, durch die die Ehefrau sich mit umfänglichen Vollmachten ausstatten ließ. Er gab ferner zu, Anfang Dezember nochmals als “Hermann Hilß” bei einer Rechtsanwältin gewesen zu sein, die dann ein Treffen mit der Polizei arrangieren sollte, das letztlich aber nicht zu Stande kam.

Die Ehefrau wurde daraufhin festgenommen. Das Amtsgericht erließ auf Antrag der Staatsanwaltschaft Haftbefehl wegen Totschlags durch Unterlassen, Betrug und mittelbarer Falschbeurkundung. Sie befindet sich seither in Untersuchungshaft. Der Mann, der als Double aufgetreten war, befindet sich auf feien Fuß. Gegen ihn wird gesondert ermittelt.

Bei den Ermittlungen stellte sich auch heraus, dass die Frau bei ihren Bekannten ganz offensichtlich verschiedene Namen benutzte. Ferner bediente sie sich regelmäßig verschiedener Personen, von denen sie sich zu unterschiedlichen Orten fahren oder von denen sie unterschiedlichste Aufträge, die mit dem Tatgeschehen oder der Spurenbeseitigung in Zusammenhang stehen können, erledigen ließ.

Bei Durchsuchungen hat die Polizei auch eine verdächtige Mauer eingerissen, ohne dabei aber eine direkte Spur zu Hermann Hilß zu finden. Durch die Ermittlungen bekannt wurde auch, dass die Frau Gegenstände aus dem Besitz des Vermissten, beispielsweise einen alten Koffer, dessen Inhalt Bezüge zu dem Vermissten aufweisen, an Dritte zur Aufbewahrung gab.

Vor diesem Hintergrund ist es für die weiteren Ermittlungen bedeutsam zu erfahren:

  • Wer kennt diese Frau (siehe Foto), gegebenenfalls unter welchem Namen? Nach Erkenntnissen der Ermittlungsbehörden trat sie als Waltraud Gruseck ebenso auf wie als “Kreszentia Labouche” oder “Anna”, möglicherweise unter weiteren Alias-Personalien.
  • Wer hat für diese Frau in der Vergangenheit Fahrten unternommen, Besorgungen gemacht oder ihr Baumaterial, Werkzeuge oder Geräte zur Verfügung gestellt?
  • Wer wurde von ihr um solche Gefälligkeiten gebeten?
  • Wer hat von ihr irgendwelche Sachen zur Aufbewahrung erhalten?

Hinweise bitte an die Kripo Lahr unter Telefon 07821/2770. Zudem ist unter der Rufnummer 0781/216666 ein vertrauliches Telefon geschaltet, bei dem man seine Mitteilung auf Band sprechen kann.

[Update 19.03.2010] Ortenaukreis/Kappel-Grafenhausen: Fall Hilß – Verdächtige Ehefrau betrieb bis 2003 Massagestudio in Freiburg

19.03.2010 - 14:26 Moderator No comments

Staatsanwaltschaft und Polizei überprüfen im Fall des vermissten Hermann Hilß aus Kappel-Grafenhausen auch Kontakte von dessen Ehefrau in Freiburg. Hermann Hilß war von einem Bekannten Ende Oktober vermisst gemeldet worden. Die Ermittler gehen davon aus, dass er nicht mehr lebt. Seine Frau Waltraud Gruseck befindet sich derzeit wegen des dringenden Tatverdachts des Totschlags durch Unterlassen, der mittelbaren Falschbeurkundung und anderem in Untersuchungshaft.


Verdächtige: Waltraud Gruseck

Bis 2003 betrieb Waltraud Gruseck rund 15 Jahre lang in Freiburg ein Massagestudio. Aus dieser Zeit hat sie zahlreiche Bekannte, mit denen sie sich teilweise auch in jüngster Zeit noch traf. Waltraud Gruseck legte sich gelegentlich auch Aliasnamen zu. So bezeichnete sie sich auch als “Kreszentia Labouche” oder “Anna”.

Frau Gruseck ließ sich bis zuletzt von Bekannten regelmäßig zu den unterschiedlichsten Orten fahren. So auch nach Freiburg, wo sie teilweise ihre Einkäufe erledigte. Sie ließ sich von ihnen auch die verschiedene Aufträge erledigen und teilweise Baumaterial, Werkzeuge oder Geräte beschaffen.

Ferner bat sie Bekannte auch darum, Gegenstände aus ihrem Besitz und mit Bezug zu Hermann Hilß vorübergehend bei sich aufzubewahren.

Vor diesem Hintergrund stellen sich für die Ermittler weitere Fragen:

  • Wer kennt die Frau auf dem Bild und unter welchem Namen ist sie aufgetreten?
  • Wer hatte Kontakte zu ihr, hat Fahrten übernommen, hat für sie eingekauft oder Materialien zur Verfügung gestellt?
  • Oder wer sollte für sie irgendwelche Sachen aufbewahren?

Hinweise an die Kripo Lahr unter Telefon 07821/2770.

Zudem ist unter der Rufnummer 0781/216666 ein vertrauliches Telefon geschaltet, bei dem man seine Mitteilung auf Band sprechen kann.

Ortenaukreis/Kappel-Grafenhausen: Fall Hilß – Haftbefehl gegen Ehefrau erlassen

15.03.2010 - 07:15 Moderator No comments

Nicht erst seit jetzt gehen Staatsanwaltschaft und Polizei davon aus, dass Hermann Hilß nicht mehr lebt und seine Ehefrau an seinem Tod mitverantwortlich ist. Mit einer aufwendigen Verschleierungstaktik hatte sie seit Wochen das Fehlen ihres Mannes zu verdecken versucht.

So suchte sie beispielsweise nach Leuten, die bestätigen sollten, sie hätten ihn jüngst noch gesehen. Und seit Mittwoch steht fest: es war überhaupt nicht Hermann Hilß selbst, der Ende September mit der Ehefrau bei einem Notar und ein paar Wochen später auch in einem Rechtsanwaltsbüro erschienen war, sondern ein Fremder, der ihn nur “spielte”. Gegen die 55-Jährige wurde daraufhin am Donnerstag Haftbefehl erlassen.

Hermann Hilß, ein 70 Jahre alter Rentner, Rheinfischer und Taubergießenfahrer, war Ende Oktober von einem Bekannten vermisst gemeldet worden. Seit Wochen habe er ihn nicht mehr gesehen. Als die Beamten auf der Suche nach ihm nicht locker ließen, meldete sich am 2. Dezember eine Anwältin aus Freiburg und erklärte, das Ehepaar Hilß sei gerade bei ihr.

Man wolle wissen, warum die Polizei Hermann Hilß suche. Als Ergebnis war für den 7. Dezember ein Treffen mit ihm bei der Ettenheimer Polizei vereinbart worden. Doch dieses platzte, weil er nach Angaben seiner Frau angeblich kurzfristig eine Reise angetreten habe.

Bei den weiteren Ermittlungen, die ob der unklaren Umstände die Kripo übernahm, stieg das Spurenaufkommen stetig an. Die Umstände um das Verschwinden erschienen immer ominöser. Ende Januar wurde bei der Kripo in Lahr eine zehnköpfige Ermittlungsgruppe mit dem Namen “ELZ” eingerichtet. Diese hat zwischenzeitlich nicht nur 250 Spuren verfolgt, sondern auch über 7.000 Kontaktdaten ausgewertet. Zu den Spuren zählte auch ein Notartermin in Freiburg. Dort hatte Hermann Hilß Vollmachten auf seine Frau übertragen.

Bei den Recherchen über die Kontakte stieß die Ermittlungsgruppe auch auf eine Maskenbildnerin. Dort war tatsächlich unmittelbar vor dem Notartermin die Frau mit einem Mann erschienen und hatte ihn nach einem Foto von Hermann Hilß herrichten lassen. Auf der Suche nach diesem Unbekannten stieß die Kripo auf mehrere Männer, die von der Frau gebeten worden waren, doch als Hermann Hilß bei dem Notar aufzutreten. Sie alle hatten abgelehnt.

Am Mittwoch hatte man dann aber noch Erfolg. Ein Mann, den man Tage zuvor schon als Zeuge gehört hatte, gab jetzt zu, Hermann Hilß gedoubelt zu haben. Und zwar nicht nur beim Notar, sondern auch bei dem Auftritt im Rechtsanwaltsbüro. Von der Frau war aber weder hierzu, noch zu dem tatsächlichen Verbleib ihres Mannes etwas zu erfahren – sie beriet sich mit ihren Anwalt und machte dann von ihrem Aussageverweigerungsrecht Gebrauch.

Die Staatsanwaltschaft hat wegen Totschlags (durch Unterlassen), Betrug und mittelbarer Falschbeurkundung einen Haftbefehl beantragt. Die Frau wird am Donnerstagnachmittag dem Haftrichter beim Amtsgericht Freiburg vorgeführt. Derweil durchsuchte die Kripo erneut das Haus des Vermissten. Die Auswertung der dort sichergestellten Unterlagen und Materialien wird noch einige Zeit in Anspruch nehmen. Eine direkte Spur zu Hermann Hilß tat sich bisher aber noch nicht auf.

Auch die Absuche eines mit Brombeerhecken, Schilf und Gebüsch bewachsenen Feldes westlich von Kappel am vergangenen Freitag hatte keine neuen Erkenntnisse gebracht. Deshalb hofft man weiterhin auf die Mithilfe der Bürger, die sich unter Telefon 07821/2770 bei der Kripo in Lahr melden können.

Zudem ist unter der Rufnummer 0781/216666 ein vertrauliches Telefon geschaltet, bei dem man seine Mitteilung auf Band sprechen kann.

Heilbronn/Sontheim: 16- und 18-Jähriger in Haft

15.03.2010 - 06:57 Moderator No comments

Weil er bereits in Schlägereien in einem Haus in Heilbronn-Sontheim verwickelt gewesen sein soll, war ein 18-Jähriger dort kein gern gesehener Gast. Als der junge Mann am Abend des 8. März trotzdem mit einem VW-Polo langsam an dem Haus vorbei fuhr, wurde er bemerkt. Die alarmierte Heilbronner Polizei konnte den PKW stoppen.

Bei der Kontrolle stellten die Beamten fest, dass das Fahrzeug in der Nacht zum Freitag, 5. März, im Heilbronner Industriegebiet gestohlen worden war. Die angebrachten Kennzeichen waren in Backnang entwendet worden. Die Ermittlungen der Kriminalpolizei ergaben, dass der 18-Jährige auch für andere Straftaten im Raum Heilbronn und im Rems-Murr-Kreis in Frage kommt.

Der junge Mann gestand inzwischen den Diebstahl des PKW und der Kennzeichen, eine schwere Brandstiftung, zwei erhebliche Körperverletzungsdelikte und mehrere Tankbetrügereien. Er wurde dem Haftrichter vorgeführt, der auf Antrag der Staatsanwaltschaft Heilbronn Haftbefehl erließ.

Außerdem wurde Haftbefehl gegen einen 16-Jährigen erlassen, bei dem es sich um einen mutmaßlichen Mittäter handelt. Der Jugendliche soll beim PKW-Diebstahl und Tankbetrügereien dabei gewesen sein. Die Taten räumte er allerdings nicht ein. Während der Ältere bislang strafrechtlich noch nicht in Erscheinung getreten war, ist der 16-Jährige wegen mehrerer anderer Delikte schon einige Zeit polizeibekannt.

Beide wurden in eine Haftanstalt eingewiesen.

Herford: Zwei rabiate Disco-Besucherinnen treten auf Mann ein

22.02.2010 - 13:22 Moderator No comments

Üblicherweise sind bei Gewaltdelikten die männlichen Jugendlichen ganz vorn. Am Wochenende waren die zwei Täter weiblichen Geschlechts. Zwei 21 und 22-Jährige aus dem Kreis Gütersloh hatten in einer Diskothek in der Wittekindstraße dafür gesorgt, dass sie eine Verwarnung vom Sicherheitspersonal bekamen.

Dies hielt sie nicht davon ab, nachfolgend eine Angestellte der Diskothek zunächst zu beleidigen und letztlich sogar zu schlagen. Ein männlicher Angestellter, der zu Hilfe eilen wollte, wurde von einer der Damen mit einem spitzen Stiefel getreten und zwar dorthin, wo es Männer in aller Regel nicht gern haben. Beide jungen Frauen standen merklich unter Alkoholeinwirkung. Sie stritten die Taten ab.

Auch ihre Getränkekosten konnten sie nicht bezahlen. Die Ermittlungen wegen Beleidigung, Körperverletzung und Betrug wurden eingeleitet.

Österreich/Schweiz/Deutschland: Warnung vor Betrug/Computerbetrug

08.02.2010 - 17:15 Moderator No comments

Hinweis der Redaktion: Diese Warnmeldung erhielten wir von der Polizei in Niederösterreich. Sie gilt allerdings ohne weiteres für den gesamten deutschsprachigen Raum weshalb wir ihn hier veröffentlichen. Die Betrüger versuchen auch per eMail und anderen Wegen mit ihren möglichen Opfern in Kontakt zu treten! Der Text ist fast immer mit vergleichbarem Inhalt.

Aufgrund des vermehrten Auftretens von Telefaxschreiben, welche von einer Frau Sandra Talbot (Absender “Darrigan & Associates”) versendet werden, möchten wir Sie über diese besondere Form des versuchten Betruges informieren.

Derartige Briefe, Faxe und E-Mails wurden in letzter Zeit an willkürlich ausgewählte Adressaten verschickt. Die Verfasserin gibt vor aus Menchester zu stammen und als Beraterin für eine verstorbene Person, welche den gleichen Namen trägt wie der Empfänger, zu agieren. Dem Empfänger dieses Schreibens werden dabei hohe Geldbeträge im Zuge einer Erbschaft in Aussicht gestellt, wenn dieser zustimmt, dass Sandra Talbot ihn als Nachfolger/Verwandten des Verstorbenen einer Bank repräsentieren kann.

In weiterer Folge sagt die Beraterin zu, alle notwendigen Dokumente für eine Transaktion zu besorgen und schlägt vor das Geld zwischen einer Hilfsorganisation, ihrer Person und dem Empfänger aufzuteilen. Dafür wird von dem Empfänger verlangt, dass dieser die Beraterin unter einer Telefonnummer, Telefaxnummer bzw. via E-Mail kontaktiert.

Etwaiges Misstrauen wird geschickt aufgegriffen und in eine frohe Erwartungshaltung verkehrt. Am Ende ist jedoch immer eines sicher: Die versprochenen Millionen werden nicht gezahlt.

Wir raten Ihnen daher:

  • Antworten Sie nie auf derartige Schreiben und nehmen Sie keinerlei Kontakte auf.
  • Geben Sie unter keinen Umständen Daten wie etwa Bankverbindungen, Kontonummern, Passwörter oder dergleichen bekannt.
  • Reisen Sie nicht zum Abschluss derartiger “Geschäfte” ins Ausland. Es besteht ein hohes Risiko – sogar für Ihre persönliche Sicherheit.
  • Im Zweifel oder im Falle von bereits geleisteten Zahlungen, wenden Sie sich bitte an Ihre örtliche Polizeidienststelle.