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Archive for February 9th, 2010

Berlin/Wedding: Suizid im Polizeiabschnitt

09.02.2010 - 21:10 Moderator No comments

Ein 49-jähriger Polizeihauptkommissar hat sich heute auf dem Polizeiabschnitt 35 in der Oudenarder Straße in Wedding das Leben genommen. Kollegen hatten ihn vermisst, weil er zu einer Besprechung nicht erschienen war. Zwei Mitarbeiter fanden ihn schließlich kurz vor 14 Uhr tot im Sanitätsraum des Gebäudes.

Er hatte sich mit seiner Dienstwaffe getötet.

[Update 09.02.2010] Regen/Viechtach: Frau erschlägt Ehemann mit Axt – Tathergang nun geklärt

09.02.2010 - 17:37 Moderator 1 comment

Von Montag auf Dienstag liefen die Ermittlungen der zuständigen Kriminalpolizei und Staatsanwaltschaft Deggendorf auf Hochtouren. Die Frau wurde am Nachmittag des Montags mehrere Stunden ausführlich vernommen und legte dabei bei den Kriminalermittlern ein umfassendes Geständnis ab.

Demnach hatte sie sich am frühen Montagvormittag in einem Geschäft in Viechtach eine 70 cm lange Spalt-Axt besorgt und war dann zur gemeinsamen Wohnung zurückgekehrt. Im Schlafzimmer schlug die Frau – so die Ermittlungen – dann mehrmals mit der schneidenden Seite der Axt auf den Kopf des schlafenden Ehemannes ein.

Der 48-Jährige erlitt dabei sofort tödliche Verletzungen. Die am Nachmittag des Dienstag durchgeführte Obduktion des Opfers bestätigte dies, es wurden auch entsprechende Abwehrverletzungen festgestellt.

Nach der Tat hatte die 47-Jährige das Tatwerkzeug in einem Abstellraum in der Wohnung deponiert und um die Mittagszeit telefonisch die Viechtacher Polizei verständigt. Im Hof des Rückgebäudes konnte die Täterin von Einsatzkräften wenig später widerstandslos festgenommen werden. Die Axt konnte noch am Nachmittag des Montag von der Polizei in der Wohnung sichergestellt werden.

Während der Tatausführung befanden sich die Frau und der Mann alleine in der Wohnung. Die vor dem Anwesen bei der Festnahme der Frau angetroffene Tochter und deren Freund haben mit den Geschehnissen nichts zu tun.

Nach eigenen Angaben hatte die Frau die Tatbegehung geplant, als Motiv sehen die Ermittler eine bereits über längere Zeit anhaltende sehr schwierige Lebenssituation mit mehreren Schicksalsschlägen im privaten Bereich; die Frau befand sich seit längerem auch in ärztlicher Behandlung und nahm Medikamente ein.

Staatsanwaltschaft und Kripo sehen als letztlich tatauslösend, dass der Ehemann der 47-Jährigen gegenüber am Vortag äußerte, sich beruflich ins Ausland verändern zu wollen und auch Trennungsabsichten habe.

Am Nachmittag des Dienstag wurde die 47-jährige Frau auf Antrag der Staatsanwaltschaft Deggendorf einem Ermittlungsrichter beim Amtsgericht Deggendorf vorgeführt. Der erließ gegen die Beschuldigte einen Unterbringungsbefehl wegen Mordes.

Die 47-Jährige wurde unmittelbar danach in ein Bezirksklinikum in Niederbayern eingeliefert.

Mödling/Brunn am Gebirge: Verdacht der schweren Erpressung (Schutzgeld)

09.02.2010 - 14:23 Moderator No comments

Am 10.01.2010 erstatteten ein 22-Jähriger aus dem Bezirk Mödling sowie ein 20-Jähriger aus Wien auf der Polizeiinspektion Brunn am Gebirge die Anzeige, dass sie von den beiden 20-jährigen serbischen Staatsangehörigen Arben B. und Thomas V. erpresst werden würden.

Arben B. Thomas V.

Aufgrund des angezeigten Sachverhaltes wurden die weiteren Ermittlungen vom Landeskriminalamt Niederösterreich übernommen.

Der 22-Jährige sagte aus, dass er die beiden Beschuldigten seit seiner Schulzeit kennen würde, aber seit Jahren keinen Kontakt zu ihnen gehabt hätte.

In der Nacht zum 10.01.2010 sollen B. und V. in Begleitung eines weiteren noch unbekannten Mannes in die unversperrte Wohnung des 22-Jährigen in 2331 Vösendorf eingedrungen sein, wo die beiden Opfer bereits geschlafen haben sollen.

Nachdem die beiden geweckt wurden, dürfte sich zwischen den Männer ein freundschaftliches Gespräch entwickelt haben. Wenige Minuten später soll B. gefragt haben, ob der 22-Jährige und der 20-Jährige mit irgendjemand Probleme hätten.

Nachdem dies von den beiden verneint worden sein soll, dürfte B. entgegnet haben, dass er dann wohl dafür sorgen müsse, dass sie Probleme bekommen werden.

Er soll weiters gesagt haben, dass die Beiden keine Angst haben müssten, da er sie mit seinen Leuten beschützen werde, wenn sie ihm pro Monat einen Bargeldbetrag von € 300.- bezahlen würden.

Die beiden Beschuldigten sind weiters verdächtig, nachdem sich die beiden Opfer geweigert haben den geforderten Betrag zu bezahlen, diesen mit Misshandlungen und Gewalttätigkeiten gedroht zu haben.

Die beiden Beschuldigten dürften auch erzählt haben, dass anderen Personen, die sich geweigert haben das Schutzgeld an die beiden Beschuldigten zu bezahlen, Finger abgeschnitten wurden.

Da der 22-Jährige kein Geld in der Wohnung gehabt hat, wird V. beschuldigt ein Playstation-Spiel und eine DVD an sich genommen zu haben.

Den Opfern soll dann mitgeteilt worden sein, dass die erste Rate für die Schutzgeldzahlung am darauffolgenden Samstag von den Leuten von B. abgeholt werden würde und verließen die beiden Beschuldigten in weiterer Folge die Wohnung.

In der folgenden Nacht zum 11.01.2010 wird V. verdächtigt nochmals mit vier unbekannten Personen zur Wohnung des 22-Jährigen gekommen sein. Aufgrund der Tatsache, dass der 22-Jährige aber nicht die Tür geöffnet und die Polizei verständigt hat, flüchteten die Männer.

Durch die Drohungen wurden die beiden Opfer derart verängstigt, dass sie die Wohnung des 22-Jährigen in Folge nie mehr aufsuchten.

In den folgenden Wochen kam es zu keinen weiteren Kontaktaufnahmen seitens von B. und V. mit den beiden Opfern, was eventuell auf den Umstand zurückzuführen ist, dass sich B. wegen einer schweren Körperverletzung seit Monaten in der Justizanstalt Wien-Simmering in Strafhaft befindet und nur selten Haftausgang hatte. B. dürfte die gegenständliche Tat während eines Hafturlaubes begangen zu haben.

Am 30.01.2010 wurden die Beschuldigten von Beamten des LKA NÖ aufgrund einer Anordnung der Staatsanwaltschaft festgenommen und zum Sachverhalt vernommen. Beide gaben an, dass sie sehr wohl zur Tatzeit in der Wohnung des 22-Jährigen gewesen wären, es sich aber nur um einen Freundschaftsbesuch gehandelt habe.

Keineswegs hätten die beiden irgendjemand erpresst oder bedroht. Die mitgenommene DVD und das Playstation-Spiel hätte sich V. nur ausgeborgt.

Die Aussagen der Beschuldigten konnten in der Zwischenzeit durch weitere Zeugenaussagen widerlegt werden.

Am 30.01.2010 wurden B. und V. noch in die Justizanstalten Wien-Simmering und Wiener Neustadt eingeliefert.

Durch die von B. und V. gemachten Angaben gegenüber den beiden Opfern besteht der Verdacht, dass die beiden Beschuldigten noch weitere gleichgelagerte Delikte begangen haben könnten.

Weiters ist bei der Staatsanwaltschaft Wiener Neustadt ein Verfahren gegen beide Beschuldigte wegen einer Vielzahl von Körperverletzungsdelikten (teils auch schwere Tathandlungen) anhängig.

Aufgrund dessen und aufgrund des erhobenen Sachverhaltes wurde von der Staatsanwaltschaft eine Anordnung zur Veröffentlichung der Lichtbilder der beiden Beschuldigten erlassen, um eventuelle weitere Opfer ausforschen zu können.

Hinweise bitte an den Dauerdienst des Landeskriminalamtes für Niederösterreich unter der Telefonnummer +43 (0)59133 30 3333.

[Update 09.02.2010] Frankfurt/Bornheim: Versuchtes Tötungsdelikt – Phantombild veröffentlicht

09.02.2010 - 14:00 Moderator No comments

Am Donnerstag, 28. Januar 2010, gegen 22.00 Uhr klingelte es, an der Tür einer 39-jährigen Frau in der Florstädter Straße. Über die Sprechanlage meldete sich ein Unbekannter der angab, dass der Wagen der Frau verkehrsbehindert geparkt sei. Als die 39-jährige Frau auf die Straße trat, erkannte sie eine Schusswaffe in der Hand des Unbekannten und rannte sofort zurück ins Haus.

Der Täter gab mehrere Schüsse auf die Frau ab, die an den Beinen verletzt wurde. Der Schütze flüchtete nach der Tat. Die Geschädigte gab später an,
den Täter nicht zu kennen. Nach ihren Angaben wurde ein Phantombild gefertigt.

Phantombild des Verdächtigen

Täterbeschreibung

  • 25-35 Jahre alt
  • 165 bis 175 cm groß
  • südländisches Aussehen
  • schwarze Jacke, dunkle Wollmütze

Personen, die diese Person zur Tatzeit in der Florstädter Straße gesehen haben oder Angaben zu deren Identität machen können, werden gebeten, sich mit dem Kriminaldauerdienst unter der Telefonnummer 069-75553111 in Verbindung zu setzen.

Berlin/Niederschöneweide: Mit Machete auf Kontrahenten eingeschlagen

09.02.2010 - 13:16 Moderator No comments

Durch Schläge mit einer Machete wurde gestern Abend ein Mann in Niederschöneweide verletzt. Die Wirtin einer Gaststätte in der Schnellerstraße hatte einem 41-Jährigen wegen eines bestehenden Lokalverbots zunächst den Zutritt verweigert.

Als der unwillkommene Gast gegen 20 Uhr dennoch zurückkehrte und ein 34-Jähriger ihn aufforderte zu gehen, zog der Uneinsichtige eine Machete aus dem Hosenbund und griff ihn damit an. Nachdem der 34-Jährige mehrere Hiebe mit einem Barhocker abwehren konnte, trafen ihn Schläge an den Händen und am Kopf.

Trotz seiner Verletzungen folgte er dem Angreifer und konnte die zwischenzeitlich alarmierten Polizisten zu einem Spätkauf führen, in den der Täter geflüchtet war. Die Beamten nahmen den 41-Jährigen fest und beschlagnahmten die Tatwaffe. Der Verletzte kam zur stationären Behandlung in eine Klinik, verließ diese aber gegen den Rat der Ärzte noch am selben Abend.

Auch der Angreifer musste zwischenzeitlich ärztlich versorgt werden, da er sich selbst Verletzungen zugefügt hatte. Er wurde der Kriminalpolizei überstellt. Die Ermittlungen dauern an.

Lübeck/Travemünde: Polizei findet 75-jährigen Mann tot in Wohnzimmer

09.02.2010 - 13:13 Moderator No comments

Am Montagabend, gegen 21.00 Uhr, kam es in Travemünde in der Lindwurmstraße zu einem Polizeieinsatz. Nachbarn hatten sich Sorgen gemacht, da sie ihren 75-jährigen Nachbarn seit Tagen nicht gesehen hatten. Die Polizei fand kurz darauf im Wohnzimmer den leblosen, 75-jährigen Wohnungsinhaber.

Der Leichnam wurde dem Institut für Rechtsmedizin überführt. Erste Ermittlungen deuten auf ein Tötungsdelikt hin. Die Bezirkskriminalinspektion Lübeck wurde mit der Klärung des Falls beauftragt, dass Kommissariat 1 übernahm die Ermittlungen, Kriminaltechniker sicherten Spuren im Bereich des Fundortes der Leiche.

Bislang ist noch völlig unklar, was sich in dem Haus vor einigen Tagen abgespielt hat. Die kriminaltechnischen Untersuchungen sind noch nicht abgeschlossen.
Die Ermittler versuchen nun, aufgrund der Spurenlage und durch
Befragungen von Nachbarn und Angehörigen, den Sachverhalt zu klären.

Bochum/Langendreer: Bochumer verletzt Stiefsohn (11) mit Messer

09.02.2010 - 12:37 Moderator No comments

Am 03. Februar 2010, gegen 20:40 Uhr, verletzt ein 44-jähriger Mann seinen Stiefsohn (11) mit einem Messer. Was ist passiert? Der Täter bewohnt mit seiner 37-jährigen Lebensgefährtin, ihrem aus vorheriger Beziehung stammenden elfjährigem Sohn und dem gemeinsamen Jungen (2 ) eine Wohnung in Bochum-Langendreer.

Zwischen den Lebenspartnern existiert seit geraumer Zeit ein Streit, sie sind im Begriff sich zu trennen. Am zurückliegenden Mittwochabend beaufsichtigt der Vater die beiden Kinder, die Mutter ist zur Arbeit. Zur Tatzeit telefonieren die beiden, wobei es offensichtlich zu Streitigkeiten kommt. Der zweijährige Sohn schläft bereits, der elfjährige sitzt am Schreibtisch seines Kinderzimmers.

Nachdem das Gespräch beendet ist, geht der Vater unvermittelt ins Zimmer seines Stiefsohnes, schlägt diesem ins Gesicht und verletzt ihn mit einem Messer am Arm. Anschließend flüchtet der Vater aus der gemeinsamen Wohnung. Die hinzu gerufene Mutter benachrichtigt die Polizei. Die Schnittverletzung des Jungen wird im Krankenhaus stationär behandelt.

Mittlerweile ist das Kind aus dem Krankenhaus entlassen worden und befindet sich auf dem Weg der Besserung. Gestern Nachmittag stellt sich der 44-jährige in Begleitung seines Rechtsanwalts bei der Polizei. Die weiteren Ermittlungen der Bochumer Staatsanwaltschaft sowie der Polizei Bochum, gegen den Beschuldigten, der über einen festen Wohnsitz verfügt, dauern an.

Chemnitz/Bernsdorf: 41-Jähriger mit Messer attackiert – Polizei sucht Zeugen für Vorfall in Straßenbahn (Linie 2)

09.02.2010 - 11:18 Moderator No comments

Ein 41-jähriger Mann ist am Montagnachmittag in einer Straßenbahn der Linie 2 von einem Unbekannten mit einem Messe attackiert worden. Das Opfer, ein gebürtiger Algerier, stieg 14.20 Uhr an der Zentralhaltestelle in den hinteren Wagen der Bahn Richtung Bernsdorf ein. Dort befanden sich zwei junge Männer und eine junge Frau. Sie beschimpften den zugestiegenen Fahrgast mit ausländerfeindlichen Äußerungen.

Nach einem Disput stand einer der beiden Männer auf und ging mit einem Messer auf den 41-Jährigen los. Der konnte seinem Gegenüber das Messer aus der Hand und an sich nehmen. Bei der Abwehr wurde der Angegriffene oberflächlich an der Hand verletzt. Der zweite Mann versuchte ihn festzuhalten.

An der Haltestelle Bernsdorfer Straße/Gutenbergstraße verließen Täter und Opfer die Bahn. Der 41-Jährige hatte zwischenzeitlich die Polizei gerufen und konnte das Trio bis zum Campus auf der Reichenhainer Straße verfolgen. Dort verlor er die drei aus den Augen. Eine Tatortbereichsfahndung blieb ohne Erfolg. Der Straßenbahnzug wird nicht videoüberwacht.

Während der Auseinandersetzung forderten mehrere Fahrgäste die zwei Täter auf aufzuhören. Ein Fahrgast rief die Polizei. Die Ermittler der Chemnitzer Kriminalpolizei bitten jene Fahrgäste, die Augenzeugen des Geschehens wurden, sich der Polizei zur Verfügung zu stellen (Tel. 0371 387-2319, PD Chemnitz-Erzgebirge).

Der Täter mit dem Messer wird wie folgt beschrieben

  • Anfang 20
  • ca. 1,75 m groß und schlank,
  • glatzköpfig, blaugraue Augen
  • bekleidet mit roter Jacke
  • trug links einen Ohrring

Mittäter

  • Anfang bis Mitte 20
  • ca. 1,80 m groß und von kräftiger Statur
  • schwarze Haare
  • bekleidet mit schwarzer Jacke und schwarzer Hose

Frau

  • geschätzte 18 bis 20 Jahre
  • schlank
  • helle, lange Haare

Neben den Tatzeugen sucht die Polizei Personen, die Hinweise zur Identität der beiden Männer und der Frau geben können. Wer kennt Personen, auf die die Täterbeschreibung passt? Auch diese Hinweise werden bei der Polizeidirektion Chemnitz-Erzgebirge unter Telefon 0371 387-2319 entgegengenommen.

Bremen/Gröpelingen: Schwere Körperverletzung beim Rauchen einer Wasserpfeife

09.02.2010 - 11:08 Moderator No comments

Beim Rauchen einer Wasserpfeife gerieten gestern Nachmittag zwei Männer im Alter von 21 und 31 Jahren in einen Streit. Unvermittelt schlug der Jüngere seinem Gegenüber die Wasserpfeife ins Gesicht. Mit dem dabei zerborstenen Glaskörper stach er dem Älteren anschließend noch einmal ins Gesicht. Dabei wurde u.a. ein Gesichtsmuskel durchtrennt.

Der bereits erheblich – auch mit Rohheitsdelikten – in Erscheinung getretene 21-Jährige ist als Drogenkonsument bekannt. Der Hintergrund des Streites ist bislang nicht bekannt. Das Opfer wurde mit den erheblichen Gesichtsverletzungen in ein Krankenhaus gebracht. Nach erster Beurteilung wird er dauerhaft sichtbare Narben im Gesicht zurück behalten.

Nachdem der Täter zunächst geflüchtet war, stellte er sich allerdings später der Polizei. Bei seiner ersten Vernehmung ergaben sich konkrete Hinweise auf eine akute Fremd- und Eigengefährdung. Nach einer Blutentnahme zur Feststellung von Alkohol- und Drogenkonsum wurde der Mann einer Psychiatrie zugeführt.

Genf: Mord in der Rue de Carouge – Verdächtiger verhaftet

09.02.2010 - 08:42 Moderator No comments

Am 29. Januar 2010 fand die Feuerwehr in Genf während eines Brandes die Leiche eines Mannes, dessen tödliche Verletzungen nicht durch das Feuer zu erklären waren. Im Rahmen der Ermittlungen durch die Kriminalpolizei wurde ein Tatverdächtiger festgenommen.

Die kriminalpolizeiliche Untersuchung im Umfeld des Toten schließt auch die Nachbarn und Verwandten des Opfers ein. Der Brand wurde vorsätzlich in zwei getrennten Räumen der Wohnung gelegt. Eine Alkoholflasche, deren Inhalt wahrscheinlich als Brandbeschleuniger diente, wurde vor Ort gefunden. Dank des Hauswarts, der von beunruhigten Bewohnern des Hauses wegen des starken Rauches gerufen wurde, wurde die Wohnung nicht vollständig zerstört und das Feuer konnte nicht auf weitere Wohnungen übergreifen.

Die Feuerwehr benachrichtigte die Polizei.

Die Polizei stellte fest, daß der halb verbrannte Körper des Opfers mehrere Spuren von Schnitten, vor allem am Hals, sowie Schnittverletzungen an den Händen, wahrscheinlich entstanden durch die Abwehr des Opfers, aufwies. Insgesamt wurden bei der Obduktion 15 Verletzungen gezählt.

Während der Untersuchungen konnte der Tagesablauf des Opfers rekonstruiert werden und man fand heraus mit wem sich das Opfer kurz vor dem Tat getroffen hatte. Die Spuren führten dann, nach mehreren Zeugenaussagen, zu einem Verdächtigen, wohnhaft in der Schweiz, geboren 1973 in Frankreich. Er wurde an seinem Wohnort in Meyrin am 4. Februar 2010 festgenommen. Er ist geständig.

Die Umstände die zur Tat geführt haben, sind vermutlich finanzielle Probleme begründet im Drogenhandel, was aber die weiteren Untersuchungen genauer klären werden. Die Tatwaffe konnte in einer Wohnung in Acacias sichergestellt werden, wo sich der Täter kurz nach der Tat aufhielt.

Gegen den Besitzer dieser Wohnung wird ebenfalls wegen Drogendelikten ermittelt.