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Archive for the ‘Deutschland’ Category

Hildesheim/Schützenwiese: Saufgelage endet mit Schußabgabe

24.09.2012 - 12:25 No comments

Ein polizeilicher Einsatz wegen eines Schußwaffengebrauchs in Hildesheim, Schützenwiese, ist gestern Morgen, Sonntag, 23.09.2012, 09:00 Uhr, durch SEK-Beamte beendet worden. Dabei sind zwei Männer festgenommen worden. Um 06:17 Uhr ging bei der Einsatzleitstelle der Hildesheimer Polizei ein Notruf ein.

Der Anrufer, ein 26-Jähriger russischer Staatsangehöriger, hatte an einer Tankstelle um Hilfe Hilfe nachgesucht und um die Verständigung der Polizei gebeten. Sein Schwager, ein 40-Jähriger russischer Staatsangehöriger, würde mit einer Schußverletzung am Bein in der Wohnung des Anrufers in Hildesheim, Schützenwiese, liegen. Der Schütze, ein 43-Jähriger jetzt Deutscher Staatsangehöriger, und zwei weitere Männer würden sich noch in der Wohnung aufhalten.

Vor der Schußabgabe sei es zwischen den Männern, die sich untereinander allesamt kennen, zu einem Streit gekommen. Im Rahmen des polizeilichen Soforteinsatzes konnten zwei Verdächtige, dabei der Schütze, bei Verlassen des Hauses durch Hildesheimer Polizeikräfte festgenommen werden.

Zwei weitere Männer, nämlich der Verletzte und ein Tatverdächtiger, wurden durch die inzwischen eingetroffenen SEK-Kräfte schlafend in der Wohnung angetroffen. Das Opfer, ein 40-Jähriger russischer Staatsangehöriger, wurde in ein Krankenhaus gebracht und dort am Bein operiert. Lebensgefahr bestand nicht. Über den Grund des Streites schweigen sich die Betroffenen aus.

Alle Personen, die der Polizei bekannt und hinlänglich in Erscheinung getreten sind, standen unter Alkoholeinwirkung. Gegen den Schützen und eine weitere Person wird die Staatsanwaltschaft Hildesheim wegen gefährlicher Körperverletzung, Verstoß gegen das Waffengesetz und weiterer Delikte heute Nachmittag Haftbefehle beantragen.

Categories: Deutschland, Niedersachsen

Frankfurt/Höchst: Mann versuchte von ihm getrennt lebende Ehefrau mit Messer zu töten – Täter stellte sich und wurde festgenommen

23.09.2012 - 18:08 No comments

Mit lebensbedrohenden Verletzungen wurde heute, gegen 01.00 Uhr, eine 36 Jahre alte Frau nach einer Messerattacke durch ihren Noch-Ehemann in eine Klinik verbracht. Nach Auskunft der behandelnden Ärzte ist die Frau nach einer Notoperation mittlerweile außer Lebensgefahr. Der Täter war flüchtig – nach ihm wurde gefahndet.

Nach den ersten Ermittlungen kam der 39 Jahre alte Ehemann kurz nach Mitternacht zu seiner getrennt lebenden Frau. Was er dort wollte, ist nicht bekannt. Als er beim Betreten der Wohnung bemerkte, daß sich ein weiterer Mann dort aufhält, drängte er seine Frau in das Badezimmer und griff sie mit einem mitgeführten Messer an.

Hierbei versetzte er ihr mehrere Stiche in den Oberkörper. Erst als der andere Mann der Frau zur Hilfe kam, ließ er von ihr ab und flüchtete aus der Wohnung in unbekannter Richtung. Das Kommissariat 11 hat die Ermittlungen wegen des Verdachts des versuchten Totschlags aufgenommen.

Am frühen Nachmittag stellte sich der Flüchtige auf dem 17. Revier und wurde umgehend festgenommen. Er wird schnellstmöglich dem Haftrichter vorgeführt.

Köln/Buchforst: Mann tötete seine getrennt von ihm lebende Ehefrau

23.09.2012 - 09:16 No comments

Gestern Abend (22. September) hat ein Kölner (46) seine getrennt lebende Ehefrau (44) im Stadtteil Buchforst getötet. Nach den bisherigen Erkenntnissen informierte der 46-Jährige gegen 21.50 Uhr selbst über den Notruf die Polizei und machte Angaben zu der Tat in der Wohnung der Frau.

Als die Beamten auf der Wildunger Straße eintrafen, fanden sie die zunächst Schwerverletzte in der Wohnung.

Durch den hinzugerufenen Rettungsdienst wurde die 44-Jährige noch reanimiert und in eine Klinik gebracht. Sie verstarb jedoch an ihren Verletzungen im Krankenhaus. Der Ehemann wurde vor Ort festgenommen. Die Polizei Köln hat eine Mordkommission im Einsatz. Die Ermittlungen dauern an.

Köln/Kalk: Unbekannter flüchtet nach Schussabgabe – ein Toter

22.09.2012 - 06:31 No comments

Gestern Abend (21. September) ist ein Kölner (42) im Stadtteil Kalk erschossen worden. Der bislang unbekannte Täter ist vom Tatort geflüchtet. Nach den bisherigen Erkenntnissen war der 42-Jährige gegen 23 Uhr zu Fuß auf der Johann-Mayer-Straße unterwegs.

Laut Zeugenangaben soll plötzlich ein Mann aus einem dortigen Lokal gekommen sein und umgehend auf den Fußgänger geschossen haben. Der Täter flüchtete in unbekannte Richtung. Der Angeschossene wurde durch hinzugerufene Rettungskräfte vor Ort reanimiert und in eine Klinik gebracht. Hier verstarb er an seinen Verletzungen.

Die Polizei Köln hat eine Mordkommission eingesetzt. Die Ermittlungen dauern weiter an.

Hamburg/Lohbrügge: Bei Streit durch Messerstich verletzt

21.09.2012 - 14:07 No comments

Tatzeit: 20.09.2012, 18:25 Uhr
Tatort: Hamburg-Lohbrügge, Lohbrügger Weg

Am Donnerstagabend ist ein 25-jähriger Deutscher im Verlauf einer Auseinandersetzung durch einen Messerstich lebensgefährlich verletzt worden. Die Mordkommission im Landeskriminalamt hat die Ermittlungen übernommen. Dort kam es in einer Lohbrügger Wohnung zu einem Streit. Der Streit eskalierte in eine Auseinandersetzung, in dessen Verlauf der 25-Jährige eine lebensgefährliche Bauchstichverletzung erlitt. Der Täter flüchtete.

Der Geschädigte ist nach der notärztlichen Versorgung in ein Krankenhaus eingeliefert und operiert worden. Sein Zustand ist inzwischen stabil. Im Zuge der Sofortfahndung wurden zwei Männer (18, 24) vorläufig festgenommen. Sie sind inzwischen mangels Tatverdacht aus dem Polizeigewahrsam entlassen worden. Die Ermittlungen der Mordkommission dauern an.

Categories: Deutschland, Hamburg

[Update 20.09.2012] Celle/Neustadt: Zwei männliche Personen tot aufgefunden – Tatverdächtiger festgenommen – Richter erließ Haftbefehl

20.09.2012 - 19:37 No comments

Wie bereits bereits berichtet, wurden am Dienstagabend (18. September 2012) in einem Wohnhaus in der Celler Neustadt zwei nach wie vor nicht einwandfrei identifizierte männliche Leichen gefunden. Die Obduktion der männlichen Person, die in dem Nachbarraum des Mehrparteienhauses entdeckt wurde, ist abgeschlossen. Bei den beiden Toten handelt es sich um zwei Celler Männer, die dem sozial schwachen Milieu zuzuordnen sind. Die Toten sind 56 bzw. 49 Jahre alt und waren am Auffindeort wohnhaft.

Die Identität ist polizeilich geklärt, muss aber noch durch weitergehende Überprüfungen verifiziert werden. Die Gerichtsmediziner aus Hannover haben bei beiden Verstorbenen festgestellt, daß die ihnen beigebrachten Verletzungen todesursächlich waren. Zur Art und Umfang der Verletzungen können aus ermittlungstaktischen Gründen keinerlei Angaben gemacht werden.

Zwischenzeitlich hat die Celler Polizei einen 48-jährigen Mann aus Celle vorläufig festgenommen, gegen den sich ein Tatverdacht ergeben hat. Diese Person stammt aus dem gleichen Umfeld. Nach bisherigen Ermittlungen ist davon auszugehen, daß sich Opfer und der mutmaßliche Täter gekannt haben dürften. Die Celler Staatsanwaltschaft stellte am heutigen Nachmittag beim zuständigen Amtsgericht in Celle den Antrag auf Erlass eines Untersuchungshaftbefehls gegen den mutmaßlichen Täter. Das Gericht folgte dem Antrag.

Der 48-jährige Celler wurde umgehend nach der Bekanntgabe der richterlichen Entscheidung in eine Justizvollzugsanstalt gebracht. Die Ermittlungen der Sonderkommission gehen aber dennoch weiter. Die Spurensicherung am Auffindeort der Leichen ist weitestgehend abgeschlossen. Nun gilt es die zahlreichen Spuren auszuwerten. Um die weiteren Ermittlungen nicht zu gefährden, werden von der Sonderkommission momentan keine weiteren Hinweise zur Tatbegehung bzw. zu Art und Umfang der tödlichen Verletzungen der beiden Opfer bekanntgegeben.

Categories: Deutschland, Niedersachsen

Mainz/Alzey/Worms: Durchsuchung bei Rockergruppierung Bandidos MC

20.09.2012 - 16:42 No comments

Aufgrund richterlicher Beschlüsse hat die Kriminaldirektion Mainz heute Mittag das Clubhaus der Bandidos MC in Alzey und vier weitere Objekte in Worms, Offstein, und Osthofen durchsucht. Nach Ermittlungen ergab sich gegen insgesamt vier Personen der konkrete Verdacht auf Verstöße gegen das Waffengesetz sowie des Anschließens an eine bewaffnete Gruppe.

Aus polizeitaktischen Gründen sind die Beschlüsse ab 12.00 Uhr vollstreckt worden, um eine Gefährdung Dritter möglichst gering zu halten. Sämtliche Objekte sind zudem durch Kräfte des Spezialeinsatzkommandos gesichert worden. Es kam zur Sicherstellung einer Vielzahl von Waffen und anderen Gegenständen.

Darunter befinden sich ein Gewehr, Munition, Faustfeuerwaffen, ein Vorderlader, Macheten, Baseballschläger, Messer, Elektroschocker, Reizsprühgeräte, Schlagstöcke, Sturmmasken, eine Schutzweste, leere Verpackungen für Munition und Kennzeichen von einem entwendetem PKW. Sieben Personen sind überprüft worden. Es kam zu keinen Festnahmen. Die Ermittlungen dauern an.

Nienburg/Weser: Aufgefundene Wasserleiche ist Opfer eines Mordes – Polizei hofft auf Zeugen

20.09.2012 - 13:06 No comments

Der am vergangenen Samstag, 15.09.12, in der Weser leblos aufgefundene Mann wurde vorsätzlich getötet. “Das haben sowohl die Obduktion des Leichnams als auch die Ermittlungen des Fachkommissariats 1 der Polizei Nienburg ergeben”, erklärt Gabriela Mielke, Polizeipressesprecherin. Im Zusammenhang mit der Tat und dem Verbringen des Opfers in die Weser hofft die Polizei auf Hinweise aus der Bevölkerung und Zeugen.

Am Samstagmittag entdeckte ein Angler nördlich der Weserbrücke der B6, am Weserradweg in Verlängerung des Marschweges, einen menschlichen Körper in der Weser treiben. Durch Kräfte der Nienburger Feuerwehr wurde die leblose Person geborgen. Bei dem Toten handelt es sich um einen 49-jährigen Nienburger. Aufgrund unklarer Verletzungen fand durch die Rechtsmedizin Hamburg die Obduktion des 49-Jährigen statt.

“Festgestellt wurden ein Ertrinkungstod und Verletzungen, die sich nicht ausschließlich aus einem Sturzgeschehen erklären ließen”, so die Pressesprecherin. Ermittlungen im Umfeld des Opfers führten zu konkreten Hinweisen, daß der Ertrunkene getötet wurde. Die polizeilichen Ermittlungen richten sich gegen zwei 44- und 35-jährige Nienburger. Der Ältere legte ein Geständnis ab.

Am Dienstag, 11.09.12, während das Länderspiel Österreich gegen Deutschland im Fernsehen übertragen wurde, soll es in der Wohnung des Opfers zu einem Streit mit den Tatverdächtigen gekommen sein, bei dem der 49-Jährige bewusstlos geschlagen wurde. Anschließend habe das Duo den bewusstlosen Mann in einem Fahrradanhänger quer durch Nienburg bis zum Schiffsanleger hinter dem Industriepark transportiert.

Dort sollen sie den Bewusstlosen samt Fahrradanhänger in die Weser geworfen haben.    Die Staatsanwaltschaft Verden beantragte Haftbefehle wegen Mordes, weil das Opfer getötet worden sein soll, um die vorangegangenen Körperverletzungen zu verdecken. Die Haftbefehle wurden durch den Ermittlungsrichter des Amtsgerichts Verden am 19.09.12 erlassen.

Beide Tatverdächtige wurden in die Justizvollzugsanstalt Oldenburg überstellt.

Die Ermittler des Fachkommissariats 1 hoffen auf Hinweise aus der Bevölkerung. Insbesondere wird nach Zeugen gesucht, die im Bereich des Schiffsanlegers hinter dem Industriepark in Höhe der Firmenzufahrt Chr. Hansen GmbH an der Marschstraße ihre LKW abgestellt hatten. Möglicherweise hat ein Fahrer die Täter mit dem Fahrradanhänger beobachtet. Hinweise nimmt die Polizei Nienburg unter 05021/97780 entgegen.

Categories: Deutschland, Niedersachsen

[Update 18.09.2012] Mühltal/Nieder-Beerbach: Menschlicher Torso in Waldschneise gefunden – Leiche noch nicht identifiziert – Toter trug auffällige Ringe und ist mehrfach tätowiert – Polizei hat Hinweistelefon eingerichtet

19.09.2012 - 13:09 No comments

Die Identität einer am 13. September 2012 aufgefundenen verstümmelten männlichen Leiche steht nach wie vor noch nicht fest. Die Staatsanwaltschaft und die Polizei erhoffen sich jetzt durch die Veröffentlichung von weiteren Ermittlungsergebnissen neue Hinweise zur Identität des Toten.

Tattoos des aufgefundenen männlichen Leichnams (1/2)

Aufgrund des vorläufigen Obduktionsergebnisses gehen die Ermittler derzeit davon aus, daß es sich bei dem Leichnam um einen Mann im Alter von über 30 Jahren handelte. Er dürfte voraussichtlich zwischen 1,60 Meter und 1,70 Meter groß gewesen sein.

Tattoos des aufgefundenen männlichen Leichnams (2/2)

Er hatte eine starke Brustbehaarung und war von kräftiger Statur. Zudem war er beschnitten.

Am rechten Unterbauch hatte der Mann eine 9 cm lange, am rechten Handgelenk eine 3 cm lange Narbe. Weiterhin ergaben die Untersuchungen, daß der Tote einen länger zurückliegenden Herzinfarkt hatte. In beiden Herzkranzschlagadern befand sich ein Stent. Besonders auffällig sind die Tätowierungen des Mannes, drei Ringe an den Fingern (siehe in unserem Vorbericht) und das Fehlen der Fingerkuppe am rechten Mittelfinger.

Hierbei dürfte es sich um eine alte Verletzung handeln. Alle Tätowierungen sind von schlechter Qualität und zum Teil sehr verwaschen. Im Bereich seiner linken Brustseite ist eine Rose tätowiert, am linken Unterarm ein Tiger oder eine Katze, darunter ein Anker oder Pfeil. Im Bereich der linken Schulter befindet sich eine nackte Frau mit Engelsflügeln. Auf dem rechten Unterarm befindet sich ein nicht näher definierbarer Schriftzug oder ein Muster.

Der Ring am rechten Mittelfinger zeigte zwei gegenüberliegende Blumenornamente. Auf dem Ring am linken Ringfinger befanden sich zwei ausgestanzte Delphine. Der Ring am linken kleinen Finger hatte eine kleine leere Vertiefung (wir berichteten).

Zum Auffindezeitpunkt war der Mann mit einer schwarzen Jogginghose und einer schwarzen Unterhose der Marke “Bogie” bekleidet. Staatsanwaltschaft und Polizei gehen derzeit davon aus, daß die Leiche am Abend des 11.09.2012 am Fundort abgelegt wurde. Bei dem Ablageort handelt es sich nicht um den Tatort.

Die Ermittler des Kommissariats 10 der Kriminalpolizei in Darmstadt fragen:

  • Wer kann Hinweise zur Identität des Toten geben?
  • Wer kann Aussagen zu den Tätowierungen treffen?
  • Wer hat am Dienstagabend des 11.September 2012 in der Zeit zwischen 20.00 Uhr und 22.00 Uhr verdächtige Wahrnehmungen im Bereich der Zufahrten zur Burg Frankenstein gemacht?

Die Ermittler haben unter der Rufnummer 06151 / 969 4848 ein Hinweistelefon geschaltet und bitten Hinweisgeber sich umgehend zu melden.

Düsseldorf/Krefeld: Überfall auf Makler am 10. August 2012 in Düsseldorf und Tötungsdelikt an einem Mann aus Krefeld – Zeugenaufruf

19.09.2012 - 12:27 No comments

Am 10.08.2012, gegen 07.35 Uhr, wollte der 53jährige angestellte Makler mit seinem Auto zur Arbeit fahren, das auf der Paulsmühlenstraße geparkt war. Ein maskierter Mann öffnete die Beifahrertüre, setzte sich auf den Beifahrersitz und bedrohte den Geschädigten mit einer Pistole mit Schalldämpfer und forderte ihn auf, ruhig zu bleiben. Zusätzlich zog er noch ein größeres Messer aus der Tasche und hielt es dem Opfer zeitweise an den Hals.

Dann fesselte er den Geschädigten und schob ihn auf den Rücksitz. Zu diesem Zeitpunkt kam die Frau des Opfers an dem PKW vorbei, da sie selbst auf dem Weg zur Arbeit war. Sie sah ihren Mann gefesselt auf dem Rücksitz und lief sofort auf das Auto zu. Als sie die Tür öffnete, stach der maskierte Täter bereits auf ihren Mann ein.

Sie versuchte ihn von ihm wegzuziehen und schrie um Hilfe. Nun wurde auch sie mit dem Messer attackiert und erlitt einen tiefen Stich in die linke Körperseite. Durch die Schreie alarmiert kamen einige Anwohner zum Tatort, woraufhin der Täter flüchtete. Er wurde von einem Zeugen verfolgt und konnte in einer Hauseinfahrt gestellt werden.

Dort wurde er aber mit der Schalldämpferwaffe bedroht, so daß er sich zurückzog. Der Täter flüchtete auf ein angrenzendes Grundstück. Es folgte eine personalintensive Fahndung in der Wohnsiedlung mit Unterstützung eines Polizeihubschraubers und Polizeidiensthunden. Ein Zeuge meldete dann eine verdächtige Person auf seinem Grundstück.

Nach kurzer Verfolgung durch die Polizeikräfte und Abgabe eines Warnschusses konnte der Verdächtige in Tatortnähe, auf der Steinhauerstraße, festgenommen werden. Neben der Schusswaffe, die sich als Gaspistole mit Schalldämpfer herausstellte, führte er u.a. das vermutliche Tatmesser, einen Elektroschocker, Metallhandfessel und spezielle Handschuhe, sog. Quarzsandhandschuhe, mit.

Der Geschädigte erlitt erhebliche Schnittwunden im Gesicht, eine tiefe Stichwunde im Bauchbereich sowie weitere Schnitt- und Stichverletzungen. Seine Frau wurde unterhalb der Achselhöhle getroffen und erlitt dort einen sehr tiefen Einstich. Beide wurden vor Ort notärztlich versorgt und noch am gleichen Tag operiert. Das Ehepaar konnte das Krankenhaus mittlerweile wieder verlassen.

Der festgenommene Tatverdächtige, der keine Ausweispapiere mitführte, gab zunächst an, Andrej Antonov zu heißen. Zur Tat selbst äußerte er, daß das Opfer es verdient habe. Weitere Angaben zum Motiv seiner Tat machte er nicht. Zu seiner Person gab er noch an, bei einem Alexander Ivanov in Krefeld auf der Bückerfeldstraße 6 zu wohnen.

Gegen den Tatverdächtigen wurde am folgenden Tag Haftbefehl erlassen. Bei einem Pressevertreter, der in der Nähe des Tatortes Recherchen betrieb, meldete sich eine Zeugin, die auf einen Pkw Toyota Avensis hinwies. Das Fahrzeug war bereits am Vorabend der Tat in der Nähe des Tatortes abgestellt worden.

Während das Fahrzeug über Nacht weg war, hatte es am Morgen der Tat wieder dort gestanden. Wie sich herausstellte, hatte der Tatverdächtige das Fahrzeug benutzt. Das Fahrzeug mit dem Kennzeichen KR-V 712 ist auf den Alexander Ivanov zugelassen.

Bei der Durchsuchung des Fahrzeuges wurden drei gestohlene Kennzeichenpaare aufgefunden. Im Bereich der Rücksitzbank wurden größere blutverdächtige Anhaftungen festgestellt. Ermittlungen an der Krefelder Adresse Bückerfeldstraße 6 ergaben, daß die Wohnung bereits seit dem 24.07.2012 geräumt war.

In der leerstehenden Wohnung wurden Leichenspürhunde eingesetzt, die an mehreren Stellen ein positives Anzeigeverhalten zeigten. Da der Verdacht bestand, daß der ehemalige Bewohner (Ivanov) von dem Tatverdächtigen getötet worden sein könnte, wurden die weiteren Ermittlungen hierzu durch die Mordkommission Krefeld übernommen.

Der vom Festgenommenen mitgeführte Schlüsselbund konnte einer Wohnung auf der Potsdamer Straße 45 in Düsseldorf zugeordnet werden. In der Wohnung wurden Ausweispapiere sichergestellt, die ihn als den 40 jährigen Alexander Filimonov identifizierten.

Der Mann war 2005 von Russland nach Deutschland gekommen, ist verheiratet, jedoch getrennt lebend. In der Wohnung des Tatverdächtigen wurden persönliche Gegenstände und alle Personaldokumente des Alexander Ivanov aufgefunden. Auch eine EC Karte und Kreditkarten befanden sich darunter.

Ermittlungen ergaben, daß am 29.5.2012 mit der EC Karte des Opfers an einem Kreditinstitut an der Henkelstraße Geld abgehoben wurde. Fotos der Überwachungskamera zeigen Filimonov beim Abheben des Geldes. Zeugen berichteten, daß Filimonov den Pkw Toyota des Opfers bereits seit Mai ständig fuhr. Bei den weiteren Ermittlungen wurde festgestellt, daß Filimonov seit Mai dieses Jahres auch die Mobiltelefone des Opfers benutzte.

Die Untersuchungen des PKW Toyota mit einem Sachverständigen für Blutspuren ergab, daß das Fahrzeug vermutlich nicht Tatort war, jedoch zum Transport benutzt worden sein dürfte. Durch das Labor des LKA wurde festgestellt, daß es sich bei dem Blut im Fahrzeug zweifelsfrei um das Blut des Opfers Alexander Ivanov handelt.

Dieser muss stark blutend im Kofferraum des Fahrzeuges transportiert worden sein, wobei sich im Bereich des Rücksitzes Blut großflächig auf die Verkleidung und Polster verteilte. Inzwischen wurden eine Vielzahl von Zeugen ermittelt und befragt. Es handelt sich sowohl um Bekannte des Ivanov aus Krefeld, wie auch um Familienangehörige in Deutschland und Russland.

Auch mit Freunden des Opfers in Russland und Abchasien wurde Kontakt aufgenommen. Nach dem 24.April 2012 wurde Alexander Ivanov nicht mehr gesehen und niemand konnte Kontakt zu ihm aufnehmen.

Obwohl dies bereits fast fünf Monate zurückliegt, wurden die letzten Ereignisse im Zusammenhang mit Ivanov akribisch rekonstruiert:

  • Am 18.4.2012 wurde Ivanov noch mit seinem Pkw Toyota in Krefeld bei einer Geschwindigkeitsüberschreitung “geblitzt” und ist auf dem Bild als Fahrer zu erkennen. An diesem Tag buchte er in einem Reisebüro am Düsseldorfer Flughafen einen Rückflug von Russland nach Deutschland für den 11.5.2012, den er auch bezahlte aber nicht angetreten hat.
  • Er besorgte sich eine grüne Versicherungskarte für seinen Pkw Volvo, der ebenso auf ihn zugelassen war, um diesen nach Russland zu exportieren. Ivanov, der in letzter Zeit keiner festen Arbeit nachging, brachte mehrfach im Jahr Fahrzeuge nach Russland, die er dort verkaufte.
  • Er verkaufte auch Medikamente, insbesondere Potenzmittel, die er in russischsprachigen Zeitungen und auch über eBay anbot. Wegen Verdachts des Verstoßes gegen das Arzneimittelgesetz erfolgte am 20.4.2012 die Durchsuchung seiner o.g. Wohnung in Krefeld. Ivanov war zu diesem Zeitpunkt nicht anwesend.
  • Bei der Durchsuchung wurde unter anderem sein Computer sichergestellt.
  • Am 21.4.2012 holte Ivanov selbst noch die Schlüssel ab, die nach Auswechseln des Schlosses bei der Polizei hinterlegt waren. Am 24.4. 2012 erschien er bei seinem Rechtsanwalt, um mit ihm den Sachverhalt zu besprechen. Dabei hat er gefragt, ob es möglich sei, daß er am 29.4.2012 für einige Wochen nach Russland reise.
  • Nach den bisherigen Feststellungen ist der Rechtsanwalt der letzte Zeuge, der Alexander Ivanov lebend gesehen hat.
  • Am folgenden Tag, dem 25.04.2012 hatte Ivanov Geburtstag. Bekannt ist, daß Filimonov diesen mit Ivanov feiern wollte. Die geplante Reise nach Russland dürfte Ivanov mit Sicherheit nicht mehr angetreten haben.
  • Freunde des Alexander Ivanov aus Russland, bei denen er sich schon angekündigt hatte, berichteten, daß sie ihn nicht mehr erreichen konnten. Er war dort nicht wie angekündigt erschienen. Soweit überprüfbar, fand ein Grenzübertritt nicht statt. Alle seine Ausweisdokumente befanden sich ja auch in der Wohnung des Tatverdächtigen Filimonov in Düsseldorf.
  • Da Ivanov seine Miete nicht mehr zahlte, wurde seine Wohnung durch den Vermieter zwangsgeräumt. Es wurde festgestellt, daß die Post sich seit Ende Mai im Briefkasten stapelte. Aufgrund der Ermittlungen besteht der Verdacht, daß Alexander Ivanov nach dem 24.4.2012 von Alexander Filimonov getötet wurde.
  • Die Ermittlungen der Mordkommission in Düsseldorf und der Mordkommission Krefeld zu dem Tatverdächtigen ergaben, daß er als hochgradig gewalttätig anzusehen ist. Es besteht der Verdacht einer psychischen Erkrankung.
  • Zum vermutlichen Motiv der Tat an dem Makler aus Düsseldorf konnte ermittelt werden, daß der Geschädigte dem Beschuldigten Filimonov vor einigen Monaten eine Wohnung vermitteln sollte. Aufgrund der großen Nachfrage musste er jedoch eine Absage erteilen.
  • Es folgten zwar Beschwerden von Filimonov, aber keine Drohungen oder tätlichen Angriffe. Es ist jedoch zu vermuten, daß er sich sehr benachteiligt und so gekränkt fühlte, daß er die Tat beging. Auch andere Zeugen berichteten, daß Filimonov häufig äußerst überzogen und aggressiv reagierte. So ist zu vermuten, daß ein nichtiger Anlass auch Grund für die Tötung des Opfers gewesen sein könnte.
  • Am 13.09.2012 wurde auf einem Spazierweg im Eller Schlosspark in Düsseldorf ein teilweise skelettierter Fuß in einer Socke von einem Spaziergänger aufgefunden. Am Wochenende erfolgte durch das Labor des Landeskriminalamtes eine DNA-Untersuchung.
  • Das DNA-Muster des Fußes stimmt mit dem DNA-Muster des Alexander Ivanov überein, der Fuß stammt also von dem Vermissten. Es war zu vermuten, daß der Fuß bei Auffindung noch nicht lange auf dem Weg gelegen hatte und von Tieren dorthin geschleppt worden ist.
  • Ab dem 15.09.2012 erfolgten Suchmaßnahmen mit Leichenspürhunden. Am Morgen des 18.09.2012 wurde in einem Waldstück des Eller Schlossparkes eine teilweise skelettierte männliche Leiche aufgefunden an der ein Fuß fehlt. Die Leiche wurde geborgen und wird durch die Rechtsmedizin untersucht. Anhaltspunkte für ein Gewaltdelikt waren bereits am Auffindeort erkennbar.

Das Opfer besaß neben dem erwähnten Toyota einen PKW, ein Volvo 850 GL T/SE Farbe schwarz, KR-SN 712, Baujahr 1995. Das Fahrzeug konnte bisher nicht gefunden werden. Der Tatverdächtige Filimonov befindet sich in einer Justizvollzugsanstalt und wird durch einen Rechtsanwalt vertreten.

Die Mordkommission Krefeld sucht nun Zeugen, die Angaben zu dem Alexander Ivanov oder dem Alexander Filimonov machen können.

  • Wer kann Hinweise geben, wo sich die beiden Personen nach dem 24.4.2012 aufgehalten haben?
  • Wer hat verdächtige Beobachtungen im Zusammenhang mit der Ablage der Leiche im Eller Schlosspark gemacht. Hierbei wurde der PKW Toyota benutzt.
  • Wer kann Angaben zu dem schwarzen Volvo machen?

Hinweise erbittet die Mordkommission in Krefeldunter der Telefonnummer 02151 634 0.

Celle/Neustadt: Zwei männliche Personen tot aufgefunden

19.09.2012 - 12:27 No comments

Am 18.09.2012 wurde der Celler Polizei gegen 18:24 Uhr mitgeteilt, daß sich in einem Wohnhaus in der Celler Neustadt eine Person mit einer Kopfplatzwunde befinden soll. Nur wenige Minuten nach der Meldung trafen die eingesetzten Polizeibeamten am Ort des Geschehens ein.

Die Beamten fanden eine männliche Person mittleren Alters auf, die nach bisherigen Stand der Dinge aufgrund massiver Kopfverletzungen tödlich verletzt worden sein dürfte. Bei der Tatortaufnahme wurde in einem Nachbarraum ein weiterer männlicher Leichnam entdeckt. Die Identität der beiden Toten steht derzeit noch nicht gesichert fest.

Ob ein Zusammenhang zwischen den beiden tot aufgefundenen Männern besteht, ist derzeit noch ungeklärt. Durch die Polizei Celle wurde eine Sonderkommission eingerichtet. Die Ermittlungen laufen auf Hochtouren. Sobald weitere hinreichend gesicherte Information vorliegen wird nachberichtet.

Categories: Deutschland, Niedersachsen

München/Oktoberfest: Die Münchner Polizei ist bestens vorbereitet auf die 179. Wiesn 2012

19.09.2012 - 10:26 No comments

Dieses Jahr wird das größte Volksfest der Welt am Samstag, 22. September 2012 eröffnen und am Sonntag, 07. Oktober 2012 wieder enden. Auf dem Südteil der Theresienwiese findet parallel vom 22. September 2012 bis zum 30. September 2012 das 125. Bayerische Zentral-Landwirtschaftsfest des Bayerischen Bauernverbandes statt. “Das Oktoberfest ist angesichts der hohen Sicherheitsanforderungen für das Polizeipräsidium München eine besondere Herausforderung”, so Polizeivizepräsident Robert Kopp.

Die Münchner Polizei wird mit rund 300 Beamten auf dem Festgelände und bis zu 200 Beamten im Umkreis der Wiesn für die Sicherheit der Besucher aus aller Welt sorgen. Ein Schwerpunkt der Maßnahmen ist dabei natürlich in der Kriminalitätsbekämpfung zu sehen. Polizeivizepräsident Robert Kopp erklärt hierzu: “Die Sicherheit auf der Wiesn und der Schutz der Besucher hat für uns oberste Priorität”.

Ein wichtiger Bestandteil im Sicherheitsmosaik ist die polizeiliche Videoüberwachung des Festgeländes. Im Jahr 2011 konnte diese Technik bei 128 Einsätzen erfolgreich eingesetzt werden. Dies geschah insbesondere zur Unterbindung von Sicherheitsstörungen und Unterstützung bei der Festnahme von Straftätern.

Nicht zu vernachlässigen ist natürlich auch der wertvolle Beitrag, den die Videokameras im Rahmen der Einsatzkoordination und -steuerung leisten. Den Polizeikräften wird durch die Kameraunterstützung von 15 Videokameras häufig ein schnelleres Eingreifen in den verschiedensten Gefahrensituationen ermöglicht.

In Zusammenarbeit mit dem Kreisverwaltungsreferat wurden auch in diesem Jahr wieder zahlreiche Betretungsverbote erlassen. Dadurch wird potentiellen Straftätern der Zutritt für die gesamte Veranstaltungsdauer untersagt. Zielrichtung ist hier die Unterbindung von Straftaten, um eine maximal friedliche Wiesn zu gewährleisten.

Auch ein frühzeitiges und konsequentes Handeln der Einsatzkräfte vor Ort, in dem z. B. potentielle Randalierer und gewaltbereite Personen in Gewahrsam genommen werden, bevor es zu weiteren Sicherheitsstörungen kommt, ist hierfür ein probates Mittel. “Bei Gewalt zeigen wir kein Verständnis, hier gibt es keine Toleranz”, bekräftigt Polizeivizepräsident Robert Kopp.

Auch für Taschendiebe ist die Wiesn natürlich ein attraktiver Anziehungspunkt. Neben den Einzeltätern muss hier ein besonderes Augenmerk vor allem auf die überregional in ganz Europa auftretenden organisierten Tätergruppierungen gerichtet werden. Dieser Täterkreis geht dabei bestens organisiert und zielgerichtet gegen ahnungslose Wiesnbesucher vor und erbeutet dabei nicht selten hohe Geldbeträge.

Im letzten Jahr war hier ein Zuwachs der Delikte von fast 45 Prozent zu verzeichnen. Polizeivizepräsident Robert Kopp betont: “Eine weitere Zunahme wollen wir mit allen Mitteln verhindern!”

Hier soll vor allem das Fahndungskonzept der Münchner Polizei zum Tragen kommen. Im letzten Jahr gelang damit die Festnahme von 75 Personen. In diesem Jahr wird die Münchner Polizei deshalb wieder von erfahrenen Taschendiebfahndern aus dem In- und Ausland unterstützt.

Diesmal sind Beamte aus Berlin und Hamburg sowie aus Österreich, der Schweiz, Belgien und Ungarn in gemeinsamen Fahndungsteams mit den Münchner Kollegen im Einsatz. Die ausländischen Beamten werden mit den Münchner Kollegen zusammen in gemeinsamen Fahndungsteams unterwegs sein.

Polizeivizepräsident Robert Kopp bittet alle Besucher des Oktoberfestes, die Maßnahmen der Polizei zu unterstützen. Dabei sind vor allem folgende Punkte zu beachten:

  • Tragen Sie Ihre Wertsachen in verschiedenen verschlossenen Innentaschen am Körper
  • Verzichten sie nach Möglichkeit auf Taschen und sonstige Behältnisse oder tragen sie diese gegebenenfalls mit der Verschlussseite auf der Körpervorderseite
  • Verwahren Sie Geld- und Wertsachen, auch Handys, nicht in den Außentaschen
  • Legen Sie Ihre Geldbörse beim Bezahlen nicht aus der Hand
  • Lassen Sie Handtasche/Rucksack auch in Bierzelten nicht aus den Augen
  • “Achten Sie darüber hinaus bitte auch auf herrenlose Taschen und lassen Sie selbst ihre Tasche nicht unbeaufsichtigt stehen!” ergänzt Polizeivizepräsident Robert Kopp noch in diesem Zusammenhang

Aktuell gibt es keinerlei Hinweise bezüglich einer möglichen Bedrohung des Oktoberfestes durch den islamistischen Terrorismus. Dennoch muss das Gebiet der Bundesrepublik Deutschland auch weiterhin einem nahezu weltweiten Gefahrenraum zugerechnet werden.

Während der gesamten Wiesnzeit werden deshalb Selektivkontrollen, insbesondere an den Zugängen zur Wiesn, aber auch im Umfeld des Festgeländes von der Polizei durchgeführt werden.

Der Gefahrenvorsorge dient auch das umfangreiche Sperrenkonzept, das von der Landeshauptstadt München und dem Polizeipräsidium München erarbeitet wurde und dies auch in diesem Jahr fortgeführt wird. Die Sicherheitspoller am Rand der Theresienwiese, sind ein Teil davon.

Dazu wurden von der Stadt München umfangreiche verkehrsrechtliche Anordnungen erlassen, die auch drei sogenannte Sperrringe umfassen.

Ziel des inneren Sperrrings ist es, eine unkontrollierte Zufahrt auf das Festwiesengelände zu verhindern. Dies wird durch technische Sperren und durch den entsprechenden Einsatz von Kontrollposten gewährleistet. Der innere Sperrring beginnt an den Zufahrten auf die Theresienwiese.

Eine Zufahrt ist hier nur mit einer vom Kreisverwaltungsreferat ausgestellten fahrzeugbezogenen Zufahrtserlaubnis sowie einem personenbezogenen Zufahrtskontrollbeleg möglich. Dieser ist nur in Verbindung mit einem gültigen Ausweisdokument gültig.

Der mittlere Sperrring entlang des Bavariarings (südlich ab Poccistraße/Hans-Fischer-Straße und nördlich ab Martin-Greif-Straße/Schwanthalerstraße) und der Theresienhöhe (südlich ab Radlkoferstraße/ Hans-Fischer-Straße und nördlich ab Martin-Greif-Straße/ Schwanthalerstraße) wird ganztägig verkehrsfrei gehalten.

Es darf dort beidseitig nicht geparkt werden. Das Zu- und Abfahren zu den anliegenden Grundstücken in den betroffenen Straßen ist für den Anwohnerverkehr mit entsprechendem Ausweis möglich. Anlieger, die ihre Grundstückszufahrt und einen Stellplatz auf Privatgrund ausschließlich über den Bavariaring oder die Theresienhöhe erreichen, erhalten auf Antrag beim KVR eine Zufahrtserlaubnis für ein Kraftfahrzeug mit Kennzeichenangabe.

Gleiches gilt für Gewerbetreibende, sofern sie auf Privatgrund einen Stellplatz nachweisen können. Die Polizei wird entsprechende Fahrzeugkontrollen durchführen und im Einzelfall vor Ort über die Zufahrt entscheiden.

Der äußere Sperrring verläuft entlang der Lindwurmstraße, Herzog-Heinrich-Straße, Paul-Heyse-Straße, Schwanthalerstraße, Schießstättstraße, Alter-Messe-Platz, Heimeranstraße, Ganghoferstraße, Hans-Fischer-Straße und Poccistraße geben.

Am Beginn der zum Festgelände führenden Straßen werden mittels Beschilderung Durchfahrtssperren eingerichtet, die darauf hinweisen, dass ein Befahren bis zum mittleren Sperrring nur für Anlieger möglich ist. Für Wohnmobile gilt auch dieses Jahr wieder eine unveränderte Wohnmobilsperrzone. Es stehen dafür ausreichend Stellplätze im Bereich der Messe Riem oder auch am Campingplatz Obermenzing zur Verfügung.

Es wird auf der Wiesn und im Umfeld keine Parkmöglichkeiten für den privaten Fahrzeugverkehr geben. Deshalb appelliert Polizeivizepräsident Robert Kopp an alle Besucher: “Kommen Sie doch bitte mit öffentlichen Verkehrsmitteln zum Oktoberfest!”.

Zusätzlich zu den für die ganze Wiesnzeit dort geltenden Park- und Haltverboten wird es am ersten Wiesnwochenende 22. und 23. September im Aufstellungsbereich und entlang des Zugweges für den Wiesneinzug der Brauereien und Festwirte sowie des Trachten- und Schützenzuges in der Münchener Innenstadt Einschränkungen geben. Widerrechtlich parkende Fahrzeug werden konsequent abgeschleppt.

Auch in diesem Jahr wird es seitens der Polizei während des Oktoberfestes wieder verstärkt Alkoholkontrollen geben. Diese Kontrollen finden nicht nur im Stadtgebiet statt, sondern auch in den umliegenden Landkreisen. Polizeivizepräsident Robert Kopp mahnt daher eindringlich: “Fahren Sie weder mit einem Kraftfahrzeug noch mit dem Fahrrad, wenn sie unter Alkoholeinfluss stehen!”

Die alkoholisierten Wiesn-Besucher werden gebeten, mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder mit dem Taxi nach Hause zu fahren. Wenn sie öffentliche Verkehrsmittel benutzen, ist es auch wichtig nicht die restliche Strecke, beispielsweise mit dem am Bahnhof stehenden Pkw, nach Hause zu fahren.

Die traditionelle Unterstützung von uniformierten italienischen Polizeibeamten am zweiten und dritten Wiesnwochenende wird auch dieses Jahr fortgeführt. Dazu sind noch uniformierte Polizeibeamte aus Frankreich mit den Kollegen der Münchner Polizei gemeinsam auf dem Oktoberfest eingesetzt. Ein Dialog mit den jeweiligen Landsleuten ist somit wieder in bewährter Weise möglich.

Eine besondere Herausforderung stellen in diesem Jahr die am 02. und 03. Oktober stattfindenden Zentralen Feierlichkeiten zum Tag der Deutschen Einheit dar. Das durch das Oktoberfest ohnehin schon große Besucheraufkommen dürfte an den beiden Tagen noch zunehmen.

Zur Aufrechterhaltung des Sicherheitsstandards auf der Wiesn und zum Schutz der Besucher wird die polizeiliche Präsenz in der gesamten Innenstadt an diesen Tagen stark erhöht werden. Die Münchner Polizei wünscht allen Besuchern des Oktoberfestes 2012 eine friedliche Wiesn.

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