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Archive for the ‘Deutschland’ Category

[Update 04.06.2012] Mosbach/Limbach (Krumbach): 46-jährige Frau Opfer eines Tötungsdeliktes – Tötungsdelikt Sabine Jauch bei Fernsehsendung “Aktenzeichen XY… ungelöst”

04.06.2012 - 11:07 No comments

Weitere Ermittlungsansätze im Mordfall Sabine Jauch, die am 24.12.12 tot in ihrer Wohnung in Limbach-Krumbach aufgefunden worden war, erhoffen sich die Ermittler der Sonderkommission Mühlwiese durch einen Beitrag in der Fernsehsendung “Aktenzeichen XY… ungelöst” des ZDF am Mittwoch, 06. Juni 2012, 20.15 Uhr. Trotz umfangreicher Ermittlungen und einer ausgesetzten Belohnung in Höhe von 25.000 Euro*hat sich bisher immer noch keine heiße Spur ergeben. Unklar ist auch nach wie vor das Motiv des Täters.

Sabine Jauch war am 23.12.2011 gegen 15.10 Uhr letztmals in Mosbach lebend gesehen worden. Beim derzeitigen Stand der Ermittlungen wird davon ausgegangen, dass sie anschließend vermutlich nicht auf direktem Weg nach Hause gefahren ist sondern mit ihrem Pkw, einem orangefarbenen Suzuki SX 4, mit dem amtlichen Kennzeichen MOS-SJ 65, einen Umweg über Seckach bzw. Nachbargemeinden gemacht und ihren Mörder möglicherweise mit nach Hause gebracht hat.

Gesichert ist inzwischen, daß Sabine Jauch noch am 23.12.12 in ihrer Wohnung getötet worden ist. Ihr Auto, das von ihrem Mörder nach der Tat zunächst mitgenommen worden sein dürfte, konnte am 26.12.12 gegen 12.00 Uhr auf dem Parkplatz Bleichwiese in Mosbach aufgefunden werden. Trotz zahlreicher Suchaktionen konnte die Tatwaffe, bei der es sich um eine ca. 40 cm hohe Eisenskulptur in Form eines Kranichs handeln könnte und Sabine Jauch in ihrem Besitz hatte, nicht aufgefunden werden.

Sowohl die Figur als auch eine ca. 55 x 40 cm große, rote Lederhandtasche in der sich eine Geldbörse mit Ausweis, ein schwarzes Nokia-Handy 6280 sowie eine silberfarbene Digitalkamera mit der Aufschrift “Traveller DC 8300″ befunden haben, dürften vom  Täter mitgenommen worden sein.

Hinweise im Zusammenhang mit dem Tötungsdelikt Sabine Jauch, die unter Umständen auch vertraulich behandelt werden können, nimmt die Sonderkommission Mühlwiese unter der Telefonnummer 06261 15685 oder jede andere Polizeidienststelle entgegen.

Berlin/Kreuzberg: Mann zerstückelte seine Ehefrau – Tatverdächtiger nach Tötungsdelikt festgenommen

04.06.2012 - 09:50 No comments

Polizeibeamte haben in der vergangenen Nacht einen Mann in Kreuzberg festgenommen, der im dringenden Tatverdacht steht, seine Ehefrau getötet zu haben. Mieter des Wohnhauses in der Köthener Straße alarmierten gegen 1 Uhr 15 die Polizei wegen des Verdachts der häuslichen Gewalt in einer Wohnung.

Beim Betreten der Wohnung entdeckten die Beamten die teilweise zerstückelte 30-jährige Mieterin und nahmen den 32-jährigen Ehemann nach Widerstandshandlungen fest.Vermutlich mußten die Kinder des Beschuldigten die Tat mitansehen.

Die ebenfalls zum Tatzeitpunkt in der Wohnung anwesenden sechs Kinder wurden dem Kindernotdienst übergeben. Die 5. Mordkommission des Landeskriminalamtes hat die Ermittlungen zu den Hintergründen der Tat übernommen.

Categories: Berlin, Deutschland

Rahden/Minden-Lübbecke: Streit bei Feierlichkeit endete in gefährlicher Körperverletzung durch Messerstich

03.06.2012 - 17:44 No comments

Gefährliche Körperverletzung durch Messerstich am Sonntag, 03.06.2012, um 02:45 Uhr in Rahden-Wehe Zur angegebenen Tatzeit kam es während einer Feierlichkeit in einer Gaststätte in Rahden-Wehe zu einer gefährlichen Körperverletzung, wobei ein 47-jähriger Mann durch einen Messerstich in den Bauch verletzt worden ist.

Der Verletzte wurde zur ärztlichen Versorgung ins Krankenhaus eingeliefert. Der 37-jährige Tatverdächtige wurde nach erfolgter Vernehmung entlassen. Die Tathintergründe sind derzeit noch nicht bekannt, die Ermittlungen dauern an.

[Update 03.06.2012] Schwenningen/Oberbaldingen: 62-Jähriger schießt 30-Jährigen nieder – Täter nach Schussabgabe in Haft

03.06.2012 - 16:00 No comments

Gegen den 62-jährigen Schützen, der am Samstagmorgen in Schwenningen einen 30-jährigen mit mehreren Schüssen niedergestreckte und schwer verletzte, erließ das Amtsgericht Villingen am Sonntagmorgen auf Antrag der Staatsanwaltschaft Konstanz Haftbefehl wegen versuchtem Totschlag. Der bei Tatausführung deutlich alkoholisierte Mann hatte bei seiner Festnahme durch einen Polizeihund Verletzungen an Kopf und Brust erlitten. Er wurde nach der Eröffnung des Haftbefehls in das Justizvollzugskrankenhaus Hohenasperg eingeliefert.

Auch das Opfer befindet sich immer in stationärer ärztliche Behandlung. Nach derzeitigem Ermittlungsstand dürfte das Motiv der Tat in der persönlichen Lebenssituation des Täters zu suchen sein. Während die Schüsse auf den 30-Jährigen aus einer kleinkalibrigen Handfeuerwaffe abgegeben wurden, beschoss der Täter bei seiner Festnahme den auf ihn zustürmenden Polizeihund mit einem Revolver, Kaliber 38.

Die Kriminalermittler fanden im derzeit immer noch beschlagnahmten Wohnhaus bislang eine Handgranate, eine Kriegs-, sieben Kurz-, vier Langwaffen. Diese, so wie mehrere tausend Schuss der dazugehörigen Munition stellten die Beamten sicher. Welche der sichergestellten Waffen und Munitionsteile der Inhaftierte legal oder illegal besaß wird, wie auch die Frage zu deren Herkunft, Gegenstand der weiteren Ermittlungen sein.

[Update 03.06.2012] Wiesbaden/Niederwaldstraße: Messerstecherei nach einem Verkehrsunfall – Opfer erlag seinen Verletzungen im Krankenhaus – Zeugen weiterhin gesucht

03.06.2012 - 15:04 No comments

Der 58 Jahre alte, durch die Messerstecherei lebensgefährlich verletzte Mann aus Wiesbaden ist im Verlauf der Nacht zum 03.06.12 aufgrund seiner schweren Verletzungen im Krankenhaus verstorben. Sein Leichnam wurde zwecks Obduktion in die Gerichtsmedizin verbracht. Die 26 Jahre und 27 Jahre alten Angehörigen des 58jährigen befinden sich noch in stationärer Behandlung. Lebensgefahr besteht nicht.

Zeugen, die am 01.06.12, gegen 14.50 Uhr in der Niederwaldstraße den Streit mitverfolgt haben oder andere sachdienlich Hinweise geben können, werden gebeten sich unter der Telefonnummer 0611/3450 mit der Polizei in Wiesbaden in Verbindung zu setzen.

Berlin/Mitte: Größere Gruppe Rocker des Gremium MC kontrolliert

03.06.2012 - 13:56 No comments

Gestern Nachmittag wurde in Mitte eine große Gruppe Rocker angehalten und überprüft. Die 84 Personen, die durch ihre “Kutten“”als Angehörige des “Gremium MC” zu erkennen waren, wurden gegen 16 Uhr 40 von Polizisten im Bereich der Liebknechtbrücke am Marx Engels Forum angehalten. Den Einsatzkräften lagen konkrete Erkenntnisse vor, daß die Gruppe zum Brandenburger Tor fahren wollte, um dort Fotoaufnahmen von sich zu machen.

Das Angebot, ein Gruppenfoto ohne Kutten“ zu machen, lehnten die Personen ab. Nach den durchgeführten Einzelüberprüfungen erhielten alle Anwesenden einen qualifizierten Platzverweis für einen bestimmten Bereich der City Ost, dem sie freiwillig nachkamen. Bei den Personenkontrollen wurden mehrere Messer sichergestellt.

Gegen 23 Uhr 30 wurde der Berliner Polizei bekannt, daß sich vier Fahrzeuge von dem Clubhaus des “BMC DelEste” in Hennigsdorf in Richtung Berlin in Bewegung gesetzt hatten. Die Autos mit insgesamt 14 Insassen wurden kurz vor 24 Uhr in der Provinzstraße Ecke Gesellschaftsstraße angehalten und überprüft.

Bei den Personenkontrollen wurden diverse Messer, ein Teleskopschlagstock und zwei Reizstoffsprühgeräte sichergestellt. Nach Abschluss der Überprüfungen begaben sich die Personen in das in der Nähe gelegene  Clubhaus “BMC Eastgate”.

Categories: Berlin, Deutschland

Berlin/Konradshöhe: Massenschlägerei auf Fahrgastschiff

03.06.2012 - 13:19 No comments

Rund 80 Personen lieferten sich in der vergangenen Nacht in Konradshöhe eine handfeste Auseinandersetzung auf einem Fahrgastschiff. Der mit etwa 160 Gästen besetzte Dampfer hatte gegen 0 Uhr 45 an der Bootsanlegestelle nahe der Friederikestraße angelegt, um einen über Kreislaufprobleme klagenden Passagier ärztlich untersuchen zu lassen. Noch bevor das Schiff anlegte soll es aus bisher nicht bekannten Gründen zu Auseinandersetzungen und Sachbeschädigungen an Bord gekommen sein.

Beim Festmachen des Dampfers entwickelte sich unter den offenbar stark alkoholisierten Gästen erneut ein Handgemenge, das in eine Massenschlägerei ausartete. Ein Mann wurde dabei durch ein Fenster des Fahrgastraumes gedrückt und fiel ins Wasser. Eine in der Nähe befindliche Besatzung eines Rettungsboots des DLRG zog ihn an Bord. Er wurde durch angeforderte Rettungskräfte in ein Krankenhaus gebracht. Insgesamt wurden neun Personen leicht verletzt und ambulant behandelt.

Den übrigen Gästen wurde eine Weiterfahrt mit dem Schiff untersagt.

Die eingesetzten Polizeibeamten fertigten mehrere Strafanzeigen wegen Körperverletzung und Sachbeschädigung. Im Rahmen der Ermittlungen kam es darüber hinaus zu volksverhetzenden Äußerungen eines 21-Jährigen. Der Mann wurde vorübergehend festgenommen und nach Blutentnahme und erkennungsdienstlicher Behandlung entlassen. Eine Atemalkoholmessung bei ihm hatte einen Wert von 2, 13 Promille ergeben.

Categories: Berlin, Deutschland

Solothurn/Biberist: Todesfall in der Strafanstalt Schöngrün – Untersuchung eingeleitet

03.06.2012 - 11:16 No comments

In der Strafanstalt Schöngrün wurde heute Morgen ein Insasse tot aufgefunden. Die Todesursache ist noch unklar.

Am Sonntagmorgen, 3. Juni 2012, kurz nach 6.30 Uhr haben Angestellte der Strafanstalt Schöngrün beim Öffnen der Zelle einen Insassen leblos aufgefunden. Die alarmierte Rettungssanität konnte nur noch den Tod des 38-jährigen Mannes feststellen. Zur Klärung der genauen Todesursache haben die Strafverfolgungsbehörden eine Untersuchung eingeleitet.

Categories: Deutschland

Aschaffenburg/Würzburger Straße: Pfefferspray in Diskothek versprüht – Bislang 25 Verletzte – 29-Jähriger vorläufig festgenommen – Polizei sucht Geschädigte

03.06.2012 - 09:27 No comments

In einer Diskothek hat am frühen Sonntagmorgen ein Gast Reizgas versprüht. Dadurch erlitten 25 Personen Atemwegsreizungen, wobei diese Zahl noch ansteigen könnte. Ein 29-Jähriger, der mit dem Pfefferspray hantiert hatte, wurde vom Sicherheitspersonal bis zum Eintreffen der Polizei festgehalten. Der Beschuldigte stand erheblich unter Alkoholeinfluss. Gegen ihn wird jetzt wegen gefährlicher Körperverletzung ermittelt.

In der Diskothek in der Würzburger Straße hatten sich gegen 04.45 Uhr noch ca. 50 Personen aufgehalten. Nach den bislang vorliegenden Erkenntnissen sprühte der Beschuldigte ohne erkennbaren Grund mit seinem Pfefferspray, was dazu führte, daß alle Gäste aus dem Tanzlokal rannten. Auch der 29-Jährige aus Aschaffenburg ging ins Freie und hatte dabei noch das Pfefferspray in der Hand. Als ihn das Sicherheitspersonal aufhalten wollte, rannte er noch ein Stück die Würzburger Straße hinunter, wo er dann letztendlich gestellt wurde.

Der Tatverdächtige wurde dann einer Streifenbesatzung der Polizeiinspektion Aschaffenburg übergeben, die den Mann zur Dienststelle brachte. Das Pfefferspray wurde sichergestellt. Daß der 29-Jährige reichlich dem Alkohol zugesprochen hatte, bestätigte dann ein Alkotest mit einem Ergebnis von knapp über 2,5 Promille. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Aschaffenburg wurde eine Blutentnahme durchgeführt. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen kam der Mann wieder auf freien Fuß.

Der Aschaffenburger Polizei sind bislang 25 Personen bekannt, die durch den Pfeffersprayeinsatz Verletzungen in Form von Atemwegsreizungen davontrugen. Es spricht einiges dafür, daß die Zahl der Verletzten noch höher ausfällt.

Betroffene, die bislang noch nicht bekannt sind, werden gebeten, sich mit der Polizeiinspektion Aschaffenburg, Telefon 06021/857-2230 in Verbindung zu setzen.

Categories: Bayern, Deutschland

Berlin/Lichterfelde: Mann bei Streit um Geld schwer verletzt

03.06.2012 - 07:32 No comments

Vorgestern Abend (Freitag, 1. Juni 2012) eskalierte ein Streit in einem Wohnheim in Lichterfelde. Zwei 64 und 49 Jahre alte Männer hatten sich in einem Zimmer der Unterkunft in der Wupperstraße offenbar um Geld gestritten. Der Auseinandersetzung verschärfte sich, und es kam zu einem Messerangriff, bei dem der 64-Jährige den Jüngeren schwer verletzte.

Durch Zeugen alarmierte Polizeibeamte nahmen den Angreifer fest. Der 49-Jährige kam mit mehreren Schnittverletzungen an den Händen, am Kopf und am Hals zur stationären Behandlung in eine Klinik. Die Kriminalpolizei der Direktion 4 übernahm die weitere Bearbeitung wegen gefährlicher Körperverletzung.

Categories: Berlin, Deutschland

Hamburg/Stadtgebiet: Tausende Menschen demonstrierten gegen Aufzug Rechtsextremer in Hamburg – Viele gewalttätige Übergriffe auf Polizeibeamte

03.06.2012 - 01:11 No comments

Zeit: 02.06.2012, ab 09:00 Uhr
Ort: Hamburger Stadtgebiet

Für den gestrigen Tag (Samstag, 2. Juni 2012) hatten Rechtsextremisten in Hamburg einen Aufzug angemeldet. Zahlreiche Hamburger Organisationen hatten daraufhin zu Gegendemonstrationen aufgerufen. Am 01.06.2011 meldete eine Einzelperson aus dem rechten Spektrum unter dem Tenor “Tag der deutschen Zukunft – Unser Signal gegen Überfremdung!” einen Aufzug durch die Hamburger Innenstadt an.

Mit Entscheidung des Verwaltungsgerichts Hamburg vom 23.05.2012 wurde dem Veranstalter in der Zeit von 12.00 bis 17.30 Uhr ein Aufzug mit folgendem, festgelegten Marschweg im Bereich Hamburg-Wandsbek gewährt: Kreuzungsbereich Pappelallee / Hammer Straße / Bärenallee – Hammer Straße – Brauhausstraße – Eilbeker Weg (Zwischenkundgebung Ecke Von-Essen-Straße) – Wagnerstraße – Eilenau – Eilbektal – Friedrichsberger Straße – Eilbeker Weg – Brauhausstraße – Hammer Straße – Kreuzungsbereich Pappelallee / Hammer Straße / Bärenallee (Schlusskundgebung).

Als Reaktion auf diesen rechtsextremistischen Aufzug bildete sich in Hamburg ein breites Bündnis unterschiedlicher Organisationen, um mit eigenen Versammlungen und Aufzügen dagegen zu protestieren. Eine der Hauptveranstaltungen fand in der Zeit von 08.00 Uhr bis 18.00 Uhr auf dem Rathausmarkt statt. Unter der Schirmherrschaft des Ersten Bürgermeisters Olaf Scholz demonstrierten in der Spitze über 10.000 Menschen friedlich unter dem Tenor “Hamburg setzt ein Zeichen für Toleranz und Vielfalt – gegen Rechtsextremismus!”

Darüber hinaus fanden im Bereich Hamburg-Wandsbek drei Gegendemonstrationen statt:

  1. Versammlung des “Hamburger Bündnis gegen Rechts” und der “Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten” am Wandsbeker Marktplatz – Tenor: “Keinen Fußbreit den Nazis, Nazis verhindern”
  2. Versammlung des “Hamburger Bündnis gegen Rechts” in der Richardstraße / Eilbeker Weg / Wandsbeker Chaussee – Tenor: “Den Naziaufmarsch stoppen – Internationale Solidarität statt völkischer Wahn!”
  3. Versammlung des Antifaschistischen Bündnis “Kein Tag der deutschen Zukunft”, Wagnerstraße / Gluckstraße, – Tenor “Kein Aufmarsch Tag der deutschen Zukunft in Wandsbek oder anderswo!”

Einsatzverlauf

Bereits in der Nacht zuvor wurden zwei Personen mit Molotowcocktails im Hammer Steindamm vorläufig festgenommen. An der Einmündung Brauhausstieg / Brauhausstraße konnte eine weitere Person wegen einer politisch motivierten Sachbeschädigung vorläufig festgenommen werden. Am frühen Morgen brannten auf dem Parkplatz eines Hotels in der Lemsahler Landstraße insgesamt elf Einsatzfahrzeuge auswärtiger Polizeikräfte aus Nordrhein-Westfalen.

Dadurch wurde auch die Einsatzausrüstung von 50 Beamten vernichtet. Derzeit ist von Brandstiftung auszugehen. Die Beamten wurden noch am frühen Morgen mit Fahrzeugen und Schutzausrüstungen der Hamburger Polizei wieder einsatzfähig ausgestattet. An den drei genannten Gegendemonstrationen in Hamburg-Wandsbek nahmen ab 09:00 Uhr insgesamt ca. 3500 Teilnehmer überwiegend aus dem linksextremistischen Spektrum teil.

Davon haben ca. 1000 Teilnehmer an der Versammlung des Antifaschistischen Bündnis “Kein Tag der deutschen Zukunft” in der Wagnerstraße teilgenommen. Der Anmelder beendete seine Versammlung bereits um 10:50 Uhr. Ca. 700 Teilnehmer dieser beendeten Versammlung bildeten einen neuen nicht angemeldeten Aufzug, aus dem es heraus zu Flaschen- und Böllerwürfen auf Polizeibeamte kam.

Die ca. 700 Personen wurden in Gewahrsam genommen und im Verlauf des Einsatzes vor Ort wieder entlassen. Im Umfeld der Gegendemonstrationen im Bereich Wandsbek kam es vermehrt zu Ausschreitungen. Beamte wurden massiv mit Steinen, Flaschen und Feuerwerkskörpern beworfen. Nach Wasserwerfer- und Pfeffersprayeinsätzen entfernten sich die Störer kurzfristig in die umliegenden Straßenzüge und griffen erneut massiv die Einsatzkräfte der Polizei an. Es wurden Barrikaden und Mülleimer auf die Fahrbahn gezogen und angezündet.

Ein Einsatzwagen der Polizei wurde mit Pyrotechnik beworfen und in Brand gesetzt. Störer zündeten darüber hinaus mehrere Fahrzeuge an. Auf der ursprünglich geplanten Marschstrecke der Rechtsextremisten mussten mehrere Sitzblockaden aufgelöst werden. Trotzdem war dort das Störeraufkommen so erheblich, daß mit dem Anmelder ein neuer Marschweg kooperiert werden musste. Der Aufzug der Rechten setzte sich gegen 15:20 Uhr mit ca. 700 Teilnehmern in Bewegung.

Die neue Marschstrecke sollte über Hammer Straße – Pappelallee – Hasselbrookstraße – Riesserstraße – Sievekingsallee – Hammer Steindamm – Pappelallee – Hammer Straße führen. Diese Strecke musste jedoch aufgrund weiterer Blockaden über den Peterkampsweg – Marienthaler Straße verkürzt werden. Eine Zwischenkundgebung konnte aus dem gleichen Grund nicht stattfinden. Die Versammlung wurde um 17:30 Uhr nach einer Abschlusskundgebung am S-Bahnhof Hasselbrook beendet.

Mit einer S-Bahn verließen die Teilnehmer den Versammlungsort. Nach jetzigem Stand wurden 63 Personen in Gewahrsam und 17 Personen festgenommen. 38 Polizeibeamte wurden im Einsatz verletzt. Die Polizei war mit rund 4.400 Beamten im Dienst, davon 2.400 aus anderen Bundesländern.

Categories: Deutschland, Hamburg

Schwenningen/Oberbaldingen: 62-Jähriger schießt 30-Jährigen nieder – Sondereinsatzkommande nahm schwer bewaffneten Mann fest

02.06.2012 - 18:13 No comments

Nachdem am frühen Samstagmorgen ein 62-jähriger Mann in Schwenningen den 30-jährigen Sohn seiner Lebensgefährtin mit zwei Schüssen niedergestreckt und schwer verletzt hat, konnten Beamten des Sondereinsatzkommandos den geflüchteten und schwer bewaffneten Täter am Morgen in seiner in Wohnung in Oberbaldingen überwältigen. Beim Zugriff gab der 62-Jährige mehrere Schüsse aus einer scharfen Waffe auf einen Polizeihund ab ohne diesen jedoch zu treffen.

Angefangen hatte alles in der Wohnung der Lebensgefährtin des 62-Jährigen. Kurz vor 04.00 Uhr erhielt die Polizei einen Notruf, daß der Mann in Schwenningen in der Dauchinger Straße auf den Sohn der Wohnungsinhaberin geschossen und diesen verletzt habe. Noch bevor die Einsatzkräfte vor Ort eintrafen, flüchtete der Täter mit seinem Geschäftsfahrzeug. Der blutüberströmte 30-Jährige wurde mit mehreren Schussverletzungen ins Krankenhaus gebracht.

Er befindet sich nach einer Notoperation außer Lebensgefahr. Im Zuge der Fahndung wurde das gesuchte Fahrzeug gegen 05.00 Uhr in der Dorfbachstraße in Oberbaldingen in unmittelbarer Nähe der Wohnung des Täters festgestellt. Die Beamten gingen mit äußerster Vorsicht vor, forderten zusätzliche Kräfte aus den Nachbarrevieren und dem Landkreis Tuttlingen an und umstellten das Gelände weiträumig.

Zum einen hatte der Geflüchtete noch immer die Tatwaffe bei sich und zum anderen verfügte er ersten Erkenntnissen zufolge als Sportschütze legal über mehrere scharfe Waffen. Beamte des Sondereinsatzkommandos (SEK) rückten an und bereiteten die Festnahme vor. Hierbei stellten sie fest, daß der 62-Jährige im Eingangsbereich der Haustüre und im Treppenhaus eine große Menge Benzin verschüttet hat. Ein Polizeihund wurde vorgeschickt. Als der auf Zugriffe trainierte Vierbeiner über die Treppe den Flur im ersten Obergeschoss erreichte gab der Mann mehrere Schüsse aus einer scharfen Waffe auf das Tier ab.

Der Hund wurde nicht getroffen, packte zu, überwältigte den Bewaffneten und machte ihn solange handlungsunfähig bis dieser durch die Spezialkräfte festgesetzt und festgenommen werden konnte. Polizeikräfte wurden bei dem Einsatz nicht verletzt. Der Täter hingegen musste in ärztliche Behandlung. Der Polizeihund hatte ihm beim Zugriff erheblich zugesetzt und verletzt.

Bevor die Wohnung zur Spurensicherung betreten werden konnte musste diese aufgrund der Benzindämpfe durch die Freiwillige Feuerwehr belüftet werden. Nicht schlecht staunten die Beamten, als sie die Wohnung betraten. Offensichtlich war der Mann zu allem bereit und nicht gewillt sich festnehmen zu lassen. Hatte er sich doch neben einer Handgranate zwei weitere Kurzwaffen bereit gelegt. Und nicht nur das.

Über zehn 11-KG Gasflaschen und über 300 Liter Diesel und Benzin in kleineren Gebinden standen bereit. Zur Sicherung der Granaten rückten Spezialisten des Landeskriminalamtes an. In der Wohnung fanden die Ermittler der Kriminalpolizei ein reichhaltiges Waffenarsenal, darunter ein Sturmgewehr AK 47 der Marke Kalaschnikow.

Jetzt gilt es zum einen die Umstände aufzudecken, die zum Schusswechsel in Schwenningen geführt haben und zum anderen zu klären, über welche Waffen der 62-Jährige legal verfügt hat. Gegen ihn beantragen die Kriminalermittler im Moment über Staatsanwaltschaft Konstanz Haftbefehl beim Amtsgericht Villingen.