[Update 15.03.2010] Saarbrücken/Krefeld: Grenzüberschreitende Fahndung nach einem Sexualstraftäter

15.03.2010 - 19:06 Moderator No comments

Bei der Fahndung nach einem Sexualstraftäter, der in Belgien, Deutschland und in den Niederlanden mit Vergewaltigungen und mit der so genannten “Mitleidsmasche” in Erscheinung getreten ist, verfolgen die Ermittler eine erste heiße Spur. Auf Ersuchen der belgischen Strafverfolgungsbehörden wurde am vergangenen Samstag (13.03.2010) in der Eifel ein 46-jähriger Deutscher festgenommen.

Die belgische Polizei hatte im Jahre 2005 gegen den Mann wegen des Verdachtes eines im Raum Eupen begangenen Diebstahlsdeliktes ermittelt. Da die damalige Vorgehensweise einige Parallelen zu den geschilderten Sexualdelikten aufweist, informierte der seinerzeit ermittelnde Beamte seine Eupener Kollegen, die mit den Sexualdelikten betraut sind. Die belgischen Ermittler beschafften sich Fotos des Verdächtigen und führten bei einigen Opfern “Wahllichtbildvorlagen” durch.

Vier Opfer erkannten den Verdächtigen wieder. Die Untersuchungsrichterin beim Gericht Erster Instanz Eupen erwirkte  daraufhin einen “Europäischen Haftbefehl”. Der Verdächtige wurde am vergangenen Samstag an seinem Wohnort in der (deutschen) Eifel
festgenommen. Der 46-jährige Mann ist verheiratet und hat zwei Kinder. Er ist den deutschen Behörden bereits wegen Sexualdelikten
bekannt.

Die Ermittlungen der belgischen Polizei und der Ermittlungskommission des Polizeipräsidiums Krefeld dauern an. Zusätzlich teilt die Staatsanwaltschaft Düsseldorf mit

  • Die Staatsanwaltschaft Düsseldorf ist für die Ermittlungen gegen den auch in der Sendung “Aktenzeichen XY – ungelöst” gezeigten Serienvergewaltiger zuständig.
  • Die GStA Koblenz ist mit der Bearbeitung des Auslieferungsverfahrens befasst.
  • Zurzeit wird durch die Staatsanwaltschaft Düsseldorf geprüft, ob der Verhaftete auch als Beschuldigter für die Serie in Frage kommt.

Vom Ergebnis dieser Prüfung wird es abhängen, ob gegen ihn ein Haftbefehl beantragt werden wird.

Heilbronn/Bad Friedrichshall: Tödlich verletzt nach Auseinandersetzung

15.03.2010 - 19:02 Moderator No comments

Tödliche Verletzungen erlitt am frühen Montagmorgen ein 53-Jähriger in einer Wohnung in Bad Friedrichshall-Plattenwald. Nach dem bisherigen Stand der Ermittlungen gehen die Staatsanwaltschaft und die Kriminalpolizei Heilbronn davon aus, dass der Mann am Abend des Sonntags zusammen mit einem 33 Jahre alten Bekannten offensichtlich in seiner Wohnung war und dort vermutlich zusammen mit dessen Ehefrau alkoholische Getränke konsumierte.

Vermutlich gerieten die beiden Männer aus bislang unbekannten Gründen in einen Streit, in dessen Verlauf der 53-Jährige einen Faustschlag erhielt, umfiel und verletzt auf dem Boden liegen blieb. Nachdem die Polizei und der Rettungsdienst verständigt worden waren, konnte der Notarzt nur noch den Tod des 53-Jährigen feststellen.

Die genaue Todesursache ist bislang unbekannt. Deshalb wird eine Obduktion durchgeführt.

Da sowohl die Ehefrau als auch der 33-jährige mutmaßliche Täter nicht unerheblich unter alkoholischer Beeinflussung standen, was ein Atemalkholtest bei beiden bestätigte, war eine Vernehmung bislang nur bedingt möglich. Ob der 33-jährige Arbeitslose, der noch nicht polizeilich in Erscheinung getreten ist, dem Haftrichter vorgeführt werden soll, wird derzeit geprüft.

Köln/Heumar: Zwei leblose Personen am Baggersee aufgefunden

15.03.2010 - 18:45 Moderator No comments

Heute Morgen (15. März) haben Spaziergänger in Köln-Rath-Heumar Gegenstände an einem Baggersee aufgefunden. Dabei handelte es sich unter anderem um eine Decke, ein Fahrrad und ein Mobiltelefon. Da den Fußgängern dieser Umstand verdächtig vorkam, informierten sie gegen 9.30 Uhr die Polizei.

Die eingesetzten Beamten stellten den “Picknick-Platz” vor Ort an einem Baum fest. Bei der unmittelbaren Suche wurden Taucher der Feuerwehr eingesetzt. In dem See wurden sodann zwei leblose Personen aufgefunden. Nach bisherigen Ermittlungen handelt es sich dabei um einen Mann (33) und seinen neunjährigen Sohn.

Die Mordkommission der Polizei Köln hat die Ermittlungen aufgenommen. Die genauen Umstände des Sachverhalts werden derzeit ermittelt.

Nürnberg/Stadtgraben: Streit endete mit Messerstichen

15.03.2010 - 18:37 Moderator No comments

Bei einer Auseinandersetzung zwischen mehreren Personen am Samstagnachmittag (13.03.2010) im Nürnberger Stadtgraben  wurde ein 16-jähriger Nürnberger durch Messerstiche verletzt. Die Ermittlungen der Polizei dauern an.

Gegen 16.30 Uhr kam es aus bisher ungeklärter Ursache zu einer körperlichen Auseinandersetzung zwischen vier Personen im Stadtgraben zwischen der Königstorpassage und der Frauentormauer.

Nach den ersten Erkenntnissen der Polizeiinspektion Nürnberg-Mitte soll es dabei zu wechselseitigen Körperverletzungsdelikten gekommen sein. Zwei bislang unbekannte jugendliche Täter sollen dabei einen 16-Jährigen geschlagen haben. Auch wurde offenbar Pfefferspray verwendet. Einer der beiden später flüchtig gehenden Unbekannten fügte dem jungen Mann dann mehrere Stich- und Schnittverletzungen im Bereich des Oberschenkels und der Leistengegend zu.

Vor Ort wurde das Opfer durch den Rettungsdienst versorgt und anschließend in ein Krankenhaus eingeliefert. Am Nachmittag konnte der Geschädigte das Krankenhaus wieder verlassen.

Bei den Tatverdächtigen soll es sich um zwei ca. 14 und 16 Jahre alte Männer handeln, die Lackschuhe und blaue Röhrenjeans trugen. Einer der beiden trug eine schwarze hüftlange Jacke, der andere einen schwarzen Stoffmantel mit Hüftgürtel.

Hinweise zu den Personen nimmt die Polizeiinspektion Nürnberg-Mitte unter der Telefonnummer (0911) 2112-0 entgegen.

Heilbronn/Bad Friedrichshall: Tödlich verletzt nach Auseinandersetzung

15.03.2010 - 14:05 Moderator No comments

Tödliche Verletzungen erlitt am frühen Montagmorgen ein 53-Jähriger in einer Wohnung in Bad Friedrichshall-Plattenwald. Nach dem bisherigen Stand der Ermittlungen gehen die Staatsanwaltschaft und die Kriminalpolizei Heilbronn davon aus, dass der Mann am Abend des Sonntags zusammen mit einem 33 Jahre alten Bekannten offensichtlich in seiner Wohnung war und dort vermutlich zusammen mit dessen Ehefrau alkoholische Getränke konsumierte.

Vermutlich gerieten die beiden Männer aus bislang unbekannten Gründen in einen Streit, in dessen Verlauf der 53-Jährige einen Faustschlag erhielt, umfiel und verletzt auf dem Boden liegen blieb. Nachdem die Polizei und der Rettungsdienst verständigt worden waren, konnte der Notarzt nur noch den Tod des 53-Jährigen feststellen.

Die genaue Todesursache ist bislang unbekannt. Deshalb wird eine Obduktion durchgeführt.

Da sowohl die Ehefrau als auch der 33-jährige mutmaßliche Täter nicht unerheblich unter alkoholischer Beeinflussung standen, was ein Atemalkholtest bei beiden bestätigte, war eine Vernehmung bislang nur bedingt möglich. Ob der 33-jährige Arbeitslose, der noch nicht polizeilich in Erscheinung getreten ist, dem Haftrichter vorgeführt werden soll, wird derzeit geprüft.

Offenbach/Mühlheim: Gefährliche Körperverletzung oder Raub – Zeugen gesucht

15.03.2010 - 13:52 Moderator No comments

Gefährliche Körperverletzung oder Raub – die Ermittlungen der Polizei sind eingeleitet, welches Delikt verfolgt wird, ist aber noch nicht endgültig klar; daher sucht die Polizei Zeugen zu dem Vorfall, der sich am Samstag in der Fährenstraße ereignete.

Nach bisherigen Erkenntnissen sei eine Gruppe junger Männer gegen 1.30 Uhr auf zwei Mühlheimer losgegangen, weil diese keine “Papers” für eine selbst gedrehte Zigarette dabei hatten. Mit Schlägen gegen den Kopf traktierte die Gruppe die beiden 41 und 50 Jahre alten Opfer, bis diese mit erheblichen Gesichtsverletzungen am Tatort zusammenbrachen und einem auch noch die Geldbörse abhanden kam – die Täter liefen Richtung Innenstadt davon.

Im Rahmen der Fahndung nahm die Polizei drei Hanauer im Alter von 20 und 21 Jahren fest, die von den Geschädigten sofort als die Schläger erkannt wurden. Die jungen Männer bestritten jedoch die Vorwürfe. Nun hofft die Polizei, dass Zeugen den Vorfall gesehen haben.

Hinweise bitte an die Ermittler unter der Rufnummer 069/8098-1234.

München: Vergewaltigung im Westend

15.03.2010 - 12:13 Moderator No comments

Eine 38-jährige Münchnerin war am frühen Samstag Morgen, 13.03.2010, gegen 01.30 Uhr, auf dem Nachhauseweg und wurde in der Gollierstraße vom späteren Täter angesprochen. Der Mann packte die Frau und schleppte sie mit Gewalt in die Räume einer irakischen Vereinsgaststätte.

Dort sei sie dann in einem Zeitraum von sieben Stunden unter Schlägen des Täters mehrfach vergewaltigt worden.

In einem günstigen Augenblick sei ihr die Flucht gelungen. Dabei konnte die Frau aus den Räumlichkeiten noch ein Schreiben mitnehmen, das Hinweise auf den Täter gab. Sie ging nach Hause, verständigte ihre Mutter, die wiederum die Polizei alarmierte. Eine detaillierte Zeugenvernehmung konnte wegen des schlechten Allgemeinzustandes der Frau noch nicht durchgeführt werden.

Sie erlitt multiple Prellungen im Gesicht und Halsbereich sowie weitere schwerere Verletzungen im Vaginalbereich. Weiterhin wurden Einblutungen im linken Augenlid festgestellt. Die Frau muss stationär in einer Klinik behandelt werden.

Der Täter, es handelt sich bei ihm um einen 58-jährigen Iraner, konnte kurz nach Bekanntwerden der Tat noch am Tatort vorläufig festgenommen werden. Der Staatsanwalt beantragte Haftbefehl, der vom Ermittlungsrichter auch erlassen wurde.

Berlin/Hohenschönhausen: Mann niedergestochen – Tatverdächtiger festgenommen

15.03.2010 - 11:44 Moderator No comments

Bei einer Auseinandersetzung gestern Mittag in Hohenschönhausen wurde ein 24-jähriger Mann durch einen Messerstich verletzt.

Nach den bisherigen Ermittlungen geriet der junge Mann gegen 13 Uhr 30 vor einem Spätkauf in der Zingster Straße in eine Auseinandersetzung mit mehreren Männern asiatischer Herkunft, in dessen Verlauf er einen Messerstich in den Rücken erhielt. Das Opfer wurde durch einen Notarzt versorgt und anschließend stationär in einer Klinik aufgenommen.

Polizeibeamte des Abschnitts 61 nahmen einen Tatverdächtigen im Alter von 15 Jahren in unmittelbarer Tatortnähe fest. Die Hintergründe der Streitigkeiten sind derzeit noch unklar. Das Landeskriminalamt hat die Ermittlungen wegen gefährlicher Körperverletzung übernommen.

Aachen/Innenstadt: Eine Festnahme nach brutaler Straßenraubserie

15.03.2010 - 11:39 Moderator No comments

Acht Straßenraubdelikte und eine gefährliche Körperverletzung mit lebensbedrohlichen Folgen gehen vermutlich auf das Konto von einer Gruppe junger Männer, die sich am zurückliegenden Wochenende überwiegend im Innenstadtgebiet junge Menschen als Opfer
aussuchten.

Angefangen hatte diese Serie am Freitag, den 12 März, gegen 19.00 Uhr auf der Jülicher Straße. Unter Bedrohung mit einem Messer erbeuteten die Täter das Handy von einem Jugendlichen, flüchteten danach zu Fuß und blieben unerkannt. Die nächsten sieben Raubdelikte folgten dann in der Sonntagnacht, am 14.3.2010 zwischen 02.00 Uhr und 04.45 Uhr. Dabei lagen die Tatorte eng zusammen, in der Wespienstraße, am Markt, auf der Jakobstraße, Annastraße, Pontstraße, Kreuzherrenstraße und im Augustinerbach.

Jeweils durch Androhung von Schlägen oder durch Vorhalt eines Messers, aber zum Teil mit einer unterschiedlichen Täteranzahl, zwischen drei und fünf Personen, erbeuteten die Kriminellen die von den Opfern mitgeführten Wertgegenstände.

Eine schwere Gewalttat, bei der möglicherweise nicht die Beute im Vordergrund stand, verübten drei dieser Täter gegen einen 22-jährigen Mann, um 03.00 Uhr, im Bereich der Pontstraße / Kreuzherrenstraße. Durch Schläge, Tritte und einem damit verbundenen Sturz auf den Boden erlitt das Opfer eine lebensbedrohliche Kopfverletzung. Die Ähnlichkeit der abgegebenen Personenbeschreibungen und die Ähnlichkeit in der Tatbegehung begründen die Annahme, dass die vorgenannten Delikte von einer Gruppe begangen wurde, die in unterschiedlicher Personenanzahl, zwischen drei und fünf Beteiligten, agierte.

Demnach handelt es sich bei den Gewalttätern um drei junge Männer mit schwarzer Hautfarbe und zwei junge Männer mit vermutlich südländischer Herkunft. Die von der Polizei unmittelbar nach Kenntnisnahme der Taten eingeleiteten Fahndungsmaßnahmen führten bislang zur Festnahme eines dringend Tatverdächtigen, dessen Vernehmung derzeit im Polizeipräsidium durchgeführt wird.

Die Ermittlungen zur Identifizierung der anderen Tatbeteiligten laufen auf Hochtouren.

Dortmund/Stadewäldchen: Gänsehautbegegnung im Stadewäldchen – Polizei sucht Zeugen

15.03.2010 - 10:51 Moderator No comments

Für Gänsehaut bei einer 32-Jährigen aus Dortmund sorgte am Samstagnachmittag, 13. März 2010, 16.35 Uhr, die Begegnung mit einem Unbekannten in Dortmund im Stadewäldchen an der Hainallee.

Was war geschehen?

Die Dortmunderin ging am Samstagnachmittag in Dortmund durch die Grünanlage “Stadewäldchen”. Hier ließ sie sich für einen Moment auf einer Parkbank nieder um dort zu telefonieren.

Kurz vorher war ihr bereits eine Person aufgefallen, die sich in ihrem rückwärtigen Bereich aufhielt. Da sie zu diesem Zeitpunkt in ihr Telefongespräch vertieft war, nahm sie keine nähere Notiz von den Geschehnissen in ihrem Rücken.

Plötzlich nahm sie jedoch aus ihrem Augenwinkel wahr, wie sich der Unbekannte von hinten näherte und etwas aus dem Rucksack holte. Einen Augenblick später bemerkte sie eine Bewegung hinter sich, drehte sich um, und sah plötzlich einen Mann unmittelbar hinter ihrer Bank stehen. Hierbei, so die 32-Jährige, hielt er einen Hammer in der erhobenen Hand und starrte sie mit weit aufgerissenen Augen an.

Ansonsten habe der Unbekannte nichts gesagt oder agiert. Geschockt schrie sie auf, woraufhin der Unbekannte ohne Regungen dann einfach ruhig weiterging. Die Dortmunderin flüchtete nach dem Erlebnis in nördliche Richtung aus dem Stadewäldchen und schaute sich nicht mehr um. Zuletzt sah sie den Unbekannten jedoch noch an der Landgrafenstraße.

Die Geschädigte beschrieb den unbekannten Täter als 185 cm groß und von hagerer Statur, 45 – 50 Jahre alt, er trug einen Oberlippenbart und eine Brille, er war bekleidet mit hellgrauer Mütze, Jacke, Jeans. Er trug einen Rucksack, in der Hand hielt er  einen handelsüblichen Hammer, dessen Kopf mit Papier umwickelt war.

Zeugen, die am Samstagnachmittag in der Umgebung der Tatörtlichkeit etwas Verdächtiges beobachtet haben, melden sich bitte bei der Polizeiinspektion 1 unter der Rufnummer 132 – 1121.

Ortenaukreis/Kappel-Grafenhausen: Fall Hilß – Haftbefehl gegen Ehefrau erlassen

15.03.2010 - 07:15 Moderator No comments

Nicht erst seit jetzt gehen Staatsanwaltschaft und Polizei davon aus, dass Hermann Hilß nicht mehr lebt und seine Ehefrau an seinem Tod mitverantwortlich ist. Mit einer aufwendigen Verschleierungstaktik hatte sie seit Wochen das Fehlen ihres Mannes zu verdecken versucht.

So suchte sie beispielsweise nach Leuten, die bestätigen sollten, sie hätten ihn jüngst noch gesehen. Und seit Mittwoch steht fest: es war überhaupt nicht Hermann Hilß selbst, der Ende September mit der Ehefrau bei einem Notar und ein paar Wochen später auch in einem Rechtsanwaltsbüro erschienen war, sondern ein Fremder, der ihn nur “spielte”. Gegen die 55-Jährige wurde daraufhin am Donnerstag Haftbefehl erlassen.

Hermann Hilß, ein 71 Jahre alter Rentner, Rheinfischer und Taubergießenfahrer, war Ende Oktober von einem Bekannten vermisst gemeldet worden. Seit Wochen habe er ihn nicht mehr gesehen. Als die Beamten auf der Suche nach ihm nicht locker ließen, meldete sich am 2. Dezember eine Anwältin aus Freiburg und erklärte, das Ehepaar Hilß sei gerade bei ihr.

Man wolle wissen, warum die Polizei Hermann Hilß suche. Als Ergebnis war für den 7. Dezember ein Treffen mit ihm bei der Ettenheimer Polizei vereinbart worden. Doch dieses platzte, weil er nach Angaben seiner Frau angeblich kurzfristig eine Reise angetreten habe.

Bei den weiteren Ermittlungen, die ob der unklaren Umstände die Kripo übernahm, stieg das Spurenaufkommen stetig an. Die Umstände um das Verschwinden erschienen immer ominöser. Ende Januar wurde bei der Kripo in Lahr eine zehnköpfige Ermittlungsgruppe mit dem Namen “ELZ” eingerichtet. Diese hat zwischenzeitlich nicht nur 250 Spuren verfolgt, sondern auch über 7.000 Kontaktdaten ausgewertet. Zu den Spuren zählte auch ein Notartermin in Freiburg. Dort hatte Hermann Hilß Vollmachten auf seine Frau übertragen.

Bei den Recherchen über die Kontakte stieß die Ermittlungsgruppe auch auf eine Maskenbildnerin. Dort war tatsächlich unmittelbar vor dem Notartermin die Frau mit einem Mann erschienen und hatte ihn nach einem Foto von Hermann Hilß herrichten lassen. Auf der Suche nach diesem Unbekannten stieß die Kripo auf mehrere Männer, die von der Frau gebeten worden waren, doch als Hermann Hilß bei dem Notar aufzutreten. Sie alle hatten abgelehnt.

Am Mittwoch hatte man dann aber noch Erfolg. Ein Mann, den man Tage zuvor schon als Zeuge gehört hatte, gab jetzt zu, Hermann Hilß gedoubelt zu haben. Und zwar nicht nur beim Notar, sondern auch bei dem Auftritt im Rechtsanwaltsbüro. Von der Frau war aber weder hierzu, noch zu dem tatsächlichen Verbleib ihres Mannes etwas zu erfahren – sie beriet sich mit ihren Anwalt und machte dann von ihrem Aussageverweigerungsrecht Gebrauch.

Die Staatsanwaltschaft hat wegen Totschlags (durch Unterlassen), Betrug und mittelbarer Falschbeurkundung einen Haftbefehl beantragt. Die Frau wird am Donnerstagnachmittag dem Haftrichter beim Amtsgericht Freiburg vorgeführt. Derweil durchsuchte die Kripo erneut das Haus des Vermissten. Die Auswertung der dort sichergestellten Unterlagen und Materialien wird noch einige Zeit in Anspruch nehmen. Eine direkte Spur zu Hermann Hilß tat sich bisher aber noch nicht auf.

Auch die Absuche eines mit Brombeerhecken, Schilf und Gebüsch bewachsenen Feldes westlich von Kappel am vergangenen Freitag hatte keine neuen Erkenntnisse gebracht. Deshalb hofft man weiterhin auf die Mithilfe der Bürger, die sich unter Telefon 07821/2770 bei der Kripo in Lahr melden können.

Zudem ist unter der Rufnummer 0781/216666 ein vertrauliches Telefon geschaltet, bei dem man seine Mitteilung auf Band sprechen kann.

Heilbronn/Sontheim: 16- und 18-Jähriger in Haft

15.03.2010 - 06:57 Moderator No comments

Weil er bereits in Schlägereien in einem Haus in Heilbronn-Sontheim verwickelt gewesen sein soll, war ein 18-Jähriger dort kein gern gesehener Gast. Als der junge Mann am Abend des 8. März trotzdem mit einem VW-Polo langsam an dem Haus vorbei fuhr, wurde er bemerkt. Die alarmierte Heilbronner Polizei konnte den PKW stoppen.

Bei der Kontrolle stellten die Beamten fest, dass das Fahrzeug in der Nacht zum Freitag, 5. März, im Heilbronner Industriegebiet gestohlen worden war. Die angebrachten Kennzeichen waren in Backnang entwendet worden. Die Ermittlungen der Kriminalpolizei ergaben, dass der 18-Jährige auch für andere Straftaten im Raum Heilbronn und im Rems-Murr-Kreis in Frage kommt.

Der junge Mann gestand inzwischen den Diebstahl des PKW und der Kennzeichen, eine schwere Brandstiftung, zwei erhebliche Körperverletzungsdelikte und mehrere Tankbetrügereien. Er wurde dem Haftrichter vorgeführt, der auf Antrag der Staatsanwaltschaft Heilbronn Haftbefehl erließ.

Außerdem wurde Haftbefehl gegen einen 16-Jährigen erlassen, bei dem es sich um einen mutmaßlichen Mittäter handelt. Der Jugendliche soll beim PKW-Diebstahl und Tankbetrügereien dabei gewesen sein. Die Taten räumte er allerdings nicht ein. Während der Ältere bislang strafrechtlich noch nicht in Erscheinung getreten war, ist der 16-Jährige wegen mehrerer anderer Delikte schon einige Zeit polizeibekannt.

Beide wurden in eine Haftanstalt eingewiesen.